La Paz – Puerto de la Cruz

La Paz ist einer der Ortsteile von Puerto de la Cruz und liegt an der Grenze zu La Orotava ungefähr einhundert Meter über dem Atlantik, oberhalb von Playa Martiánez. Vom Mirador de la Paz hat man übrigens einen wunderbaren Ausblick über einen großen Teil der Küste und Puerto de la Cruz. smile  Es lohnt sich also durchaus, die vielen Stufen nach oben zu steigen.

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Dieser Platz über der Klippe war in alten Zeiten ein lebenswichtiger Beobachtungs- und Wachpunkt für die Bewohner der Gegend. Von hier aus konnten sie die Schiffe am Atlantik schnell entdecken und das war sehr wichtig, denn die Bedrohung ihres Lebens ging damals vom Meer aus. Besonders dieser Küstenstreifen der Insel war ein begehrtes Ziel für Piraten und Sklavenhändler.

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Nicht weit vom Mirador entfernt steht eine kleine, weiße Kapelle. Ich hätte es nicht vermutet, aber das älteste Gotteshaus von Puerto de la Cruz, La Parroquia de San Amaro steht hier in La Paz. San Amaro wurde im Jahr 1591 von Juan de Mesa y Lugo, einem Hauptmann und Mitglied der Inselregierung gegründet.

Bevor auf Teneriffa die Spanier das Kommando übernahmen, hatte der Platz eine spirituelle Bedeutung für die Guanchen. An dieser Stelle soll sich ein Tanzplatz, un Llano del Bailadero y la necrópolis de la Ladera de Martiánez,  und die Totenstadt, also ein Friedhof an den Berghängen von Martiánez befunden haben. Heiden waren in den Zeiten der Eroberung nicht gerne gesehen und weil die Spanier glaubten, sie könnten die Christianisierung der ungläubigen Inselbewohner mit dem Bau von prächtigen Kirchen und imposanten Klöstern ein bisschen beschleunigen, bauten sie genau an dieser Stelle 1591 eine Kirche.

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Hundert Jahre später spendete Lope de Mesa y Llarena, der Urenkel des Gründers, das Standbild Nuestra Señora de la Paz und erst mit Hilfe der Jungfrau des Friedens wurde das Kirchlein zu einem wichtigen Wallfahrtsort. San Amaro wurde zum Pilgerzentrum für das ganze Orotavatal, la Valle de la Orotava und seitdem kamen und kommen jedes Jahr am 15. Jänner Pilger aus vielen Dörfern der Insel hier her um  zu feiern.

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Ach ja, zuständig für das Gotteshaus ist seit dem Jahr 1593 die Gemeinschaft der Dominikaner, besser gesagt, das Kloster San Benito de la Villa in La Orotava. Geprägt wurde das Aussehen des Gebäudes schon im 18. Jahrhundert und seitdem hat es sich auch nicht mehr sehr verändert. Ein schlichtes Haus und eine einfache, weiße Fassade ohne irgendwelchen Schnick Schnack.

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Die Jahre vergingen und die ehemals schöne Kapelle veränderte sich. Als das Gebäude vom Einsturz bedroht war und sich langsam aber sicher in eine Ruine zu verwandeln drohte, überschrieb der Verwalter das baufällige Gebäude im Jahr 1713 an den gebürtigen Iren Bernhard Walsh Carew. Der junge Mann kam im Jahr 1684, mit einundzwanzig Jahren, aus Irland zu seinem Bruder nach Teneriffa und wie üblich, hat sich nach einigen Jahren sein Name in eine spanische Variation gewandelt. Das nur zum besseren Verständnis, denn in den meisten Aufzeichnungen scheinen die spanischen Familiennamen auf. Also – Bernardo Valois, wie er sich dann nannte, bekam dafür zwar das ewige Nutzungsrecht für das gesamte Grundstück, allerdings musste er sich dazu verpflichten, die Kapelle wieder komplett zu restaurieren – was er auch tat.

In den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts ließ der damalige Schutzherr des Gotteshauses, Tomás Fidel Cólogan y Bobadilla Marqués de Candia, das Gebäude noch einmal ein bisschen erweitern und restaurieren. Ein zugemauertes Kirchentor kann man heute noch an der Wand links vom heutigen Eingangstor erkennen. Ab diesem Zeitpunkt hat sich das Aussehen der Kapelle von Amaro nicht mehr verändert und seit dem Jahr 1967 nimmt sie den Status der Gemeindekirche ein.

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La ermita de San Amaro, la más antigua del municipio. Construida en 1591, su función originaria fue la cristianización de unos lugares de profundo valor espiritual para la población aborigen como eran el “Llano del Bailadero” y la necrópolis de la “Ladera de Martiánez”. La ermita fue construida por los propios vecinos del lugar, ya que por aquel entonces no existía ningún recinto consagrado al culto religioso en el reducido núcleo poblacional de la Caleta de la Araotava. Las fiestas de San Amaro fueron aquí muy famosas durante el Antiguo Régimen.

En 1713 la ermita amenazaba ruina y sus mayordomos acordaron cedérsela a Valois, dándole a tributo perpetuo las tierras pertenecientes a ella, con la condición que la restaurase. De esta forma la consiguió adscribir a su hacienda. Desde 1593 era atendida por la comunidad religiosa de los dominicos, pertenecientes al Convento de San Benito de la Villa.

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Über ARTlandya - der Blog

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