jeden Tag ein Ei …

Icod de los Vinos, Freitag 13. Oktober 2017

Vorsicht, Bananenschale! An einem Freitag, den 13. bleibt man lieber gleich im Bett . Das behaupten zumindest einige Mitmenschen. Bei mir klappt das leider nicht, die Arbeit wartet und eigentlich war der dreizehnte immer ein Glückstag für mich. Wer aber auf Nummer Sicher gehen will, sollte sich heute von allen zerbrochenen Spiegeln hüten, auf keinen Fall unter einer Leiter durch gehen und sich vor allem von schwarzen Katzen fernhalten! Das soll helfen …  1f602  Die Katze zusammen mit einer Leiter und Salz auf den Dachboden zu sperren, beschwört vermutlich eher ein größeres Unglück herauf!

Ich weiss zwar nicht warum, aber zum Glück wird heute noch etwas ganz anderes gefeiert! Jeden Tag ein Ei – und sonntags auch mal zwei?!  1f60a Am zweiten Freitag im Oktober feiern wir den Tag des Eies. Es wird zwar nicht gesagt, dass es sich definitv um das Hühnerei handelt, aber ich nehme an, dass niemand das Ei der Amsel, Ente oder gar vom Vogel Strauß feiert. Ehren wir also die Eier der Hühner, sie haben es ja wirklich verdient. „Enten legen ihre Eier in aller Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt. Und was ist die Folge? Alle Welt isst Hühnereier“ lautet ein Zitat von Henry Ford.

Es ist zwar ein ziemlich unspektakuläres Ding in unserem kulinarischen Alltag und Eier werden so billig produziert, dass kein Mensch mehr darüber nachdenkt, woher es kommt. Im Grunde genommen geht es den Hühnern nicht viel besser als den Schweinen. Was nix kostet ist nix wert. Was es im Supermarkt um ein paar Cent zu kaufen gibt, das kann doch nicht viel wert sein, oder doch? Armes Ei.

Auf der anderen Seite hat es das Ei gut, denn ohne Eier spielt sich in der Küche nicht wirklich etwas ab. Vom Kuchen bis zur Mayonnaise und zurück. Das Ei hat sich in der Küche so eingenistet, dass es nicht mehr wegzudenken ist. Es ist einfach perfekt und es ist alles drin, was der Mensch zum Leben braucht! Ist doch logisch, wie sollte es denn sonst möglich sein, dass aus einem Ei ein neues Lebewesen entstehen kann?

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Wer kennt heute noch einen Hühnerstall mit gackernden Hühnern oder gar einen Hühnerhof auf dem der Hahn über sein Harem wacht? Als Kind hatte ich immer ein bisschen Angst vor ihren Schnäbeln und zu den Hühnernestern habe ich mich nicht gewagt. Die Eier musste meine Oma selbst holen. Ich war mir nicht ganz sicher, ob sich die Hühner ihre Eier so einfach klauen lassen. 1f602 Also lieber im Hintergrund bleiben – habe ich mir damals gedacht.

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Am Stadtrand von Los Realejos kann man auf der Finca Sabinita gesundes Gemüse und Eier von glücklichen Hühnern kaufen. Wir machen das seit kurzer Zeit, denn irgendwie haben wir keine Lust mehr, Eier ohne Stammbaum zu löffeln oder zu verkochen. Im Internet findet ihr nicht viel Information über die Finca egológica und wir selbst sind auch nur über Mundpropaganda darauf aufmerksam geworden. Deshalb schreibe ich hier einmal die Adresse auf: Calle el Jardin 50, Los Realejos. Einfach mal googeln … 1f609

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Erst vor kurzem haben wir unseren Vorrat an Eiern wieder aufgestockt und durch Zufall haben wir den Besitzer kennen gelernt, denn den Verkauf hat sonst Susana in der Hand. Stellt euch vor, der kanarische Biobauer ist ein geborener Wiener! Ein Ingenieur für Nachrichtentechnik der mit kürzeren und längeren Zwischenstopps im Leben über Südamerika und Arabien auf Teneriffa gelandet ist.  Aus der Welt der Technik von Siemens auf den Hühnerhof. Im Leben gehen doch viele Menschen ganz spannende Wege – es bestätigt sich immer wieder.

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Aber jetzt zurück zum Hühnervolk. Der Sommer ist eine herrliche Jahreszeit und glückliche Hühner lieben die Wärme und ein ausgiebiges Sonnenbad. Ab und zu wollen sie aber auch im Schatten vor sich hin dösen. Ist doch verständlich, oder? Was für uns der Sonnenschirm auf der Terrasse sind die Bäume im Hühnerhof für das Hühnervolk.  Wobei ich persönlich auch den natürlichen Baumschatten bevorzuge. Früher flatterten Hühner zum Schlafen auf Bäume und wenn man sie lässt, tun sie es immer noch. Meistens müssen sie sich aber doch mit Stangen begnügen und ob diese Hühner im Gewirr der Äste schlafen, weiß ich ehrlich gesagt, auch nicht. Immerhin, wenn sie wollten, könnten sie es tun.

Früher war es üblich, von seiner Hühnerschar die Hennen zum Eierlegen und die Hähne zum Braten zu nutzten. Einige dieser alten Hühnerrassen gibt es noch, man nennt sie Zweinutzungshühner. Weil heute aber meistens nur eingleisig gefahren wird, also Eier oder Hühnerbrüstchen, findet man nicht mehr viele Bauern, die beide Geschlechter nutzen. Schuld daran sind auch Gesetze der EU, die dem Bauern die Schlachtung auf dem eigenen Hof verbieten und damit wohl das Todesurteil für viele männliche Kücken bewirken. Das ist doch verrückt! Der männliche Teil der Vögel, die Gockel mit rot geschwollenem Kamm, bleibt auf der Strecke, denn Eier legen sie bekanntlich ja nicht. Aus diesem Grund sind die stolzen Hähne sogar in der artgerechten Hühnerhaltung selten geworden.

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Dabei sind sie so wichtig für die Hennen. Damit Hühner nicht wegen jeder Kleinigkeit streiten, gehört nämlich ein stolzer Hahn dazu. Er sorgt unter den gackernden Hennen für Ordnung und Frieden.  Ohne Hahn wäre das Hennenleben auch viel langweiliger – nur zum Eierlegen brauchen sie ihn nicht. 1f60a

Wer war zuerst da, die Henne oder das Ei? Diese Frage beschäftigt die Menschheit, seit es Privatfernsehen gibt und vielleicht auch schon viel länger. Ein Antwort darauf habe ich noch nirgends gefunden. Niemand hat das Geheimnis bis jetzt gelüftet, sicher ist nur eines – aus ungelegten Eiern schlüpfen keine Hühner!

Ich hoffe, ihr habt den Tag bis jetzt gut verbracht – ohne Pannen und Ausrutscher! Falls ihr mehr über diesen gefürchteten Tag lesen wollt, hier könnt ihr euch zu meinem Eintrag vom Freitag den 13. im Jänner beamen. Der nächste Unglückstag kommt erst im April 2018 auf uns zu … 1f618

•*¨*•❥ übrigens, dass es in Flugzeugen keine dreizehnte Sitzreihe gibt ist eine Legende – ich bin selbst schon auf Sitz Nummer 13A – einem Fensterplatz – gesessen. 1f602 Der optimale Platz ist es allerdings nicht, denn beim Fotografieren hat man die Tragfläche im Bild!

Über ARTlandya - der Blog

Teneriffa ist eine ganz besondere Insel im Atlantik und auf ARTlandya, einer wunderschönen Finca in Icod de los Vinos erwartet euch eine verzauberte Welt mit KünstlerPUPPEN, TEDDYbären und viel Natur :-) Lasst euch überraschen und stöbert einfach in meinen Beiträgen!
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2 Antworten zu jeden Tag ein Ei …

  1. Teda Lessiak schreibt:

    Bei uns laufen wieder in vielen Gärten Hühner herum, auch in unserer Nachbarschaft. Und zum Freitag, den 13.: Peggy und Mama haben für heute einen günstigen Flug nach Teneriffa bekommen und landen in 20 Minuten! Dein Ei-Mail muss i glei an die Pippalan-Besitzer weiterleiten. In dee Schweiz heißen sie „Mischtkratzalan“. 😀

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