Barbara Aalrust

„Weihnachten 1982 sah ich bei einem Besuch im Kaufhaus Beck in München die Puppen von einer erfolgreichen und bekannten Puppenmacherin und mein Wunsch, Puppen dieser Art zu machen, war geboren. Seither hat es mich nicht mehr losgelassen. Meine Motivation kommt aus einem Wunsch, schöpferisch tätig zu sein, als Ausgleich zum Alltag.“ 

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Barbara Aalrust wurde 1938 in Prenzlau geboren und übersiedelte 1955, nach ihrem Besuch des Gymnasiums, nach Bremen. Sie heiratete 1959 nach Norwegen, lebt jedoch seit 1961 wieder in Deutschland.

Eine spezielle Ausbildung um das Puppenmachen zu erlernen hat Barbara Aalrust nicht, sie ist, wie viele Puppenkünstler, Autodidaktin. Bereits 1973 modellierte sie aus Cernit kleine, nostalgische Püppchen. Heute fertigt sie am liebsten Kinderpuppen nach realen Motiven.

Für ihre Puppen modelliert sie das Modell zuerst aus Plastilin, davon werden dann die Gipsformen angefertigt. Diese Gipsformen werden mit flüssigem Porzellan oder Papiermaché ausgegossen und die einzelnen Teile getrocknet. Dann beginnt für sie das eigentliche Modellieren. Bei Porzellan werden der Kopf, Arme und Beine anschließend gebrannt und bemalt, Puppenteile aus Papiermaché werden bemalt und in Wachs getaucht. Das Schönste am Puppenmachen ist für die Künstlerin das Einsetzen der Augen und die Auswahl der Perücke. Mit diesen Handgriffen entstehen neue Gesichter, die faszinieren.

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Per – eine KünstlerPUPPE aus Wachs aus dem Studio von Barbara Aalrust

Seit 1989 verwendet sie für die Herstellung ihrer Puppen auch Wachs. Die Wachspuppen werden ebenfalls in eine Form gegossen, modelliert, bemalt und danach zusätzlich mit einer Schicht aus Hartwachs überzogen, damit die Bemalung fixiert wird und die Puppe einen gewissen Schutzmantel erhält. Für Barbara Aalrust sind Porzellan und Wachs bis heute die bevorzugten Materialien geblieben. Verträumt, nachdenklich und trotzig blicken ihre Puppenkinder in die Welt und spiegeln zum Teil trotzdem Gefühle wider, die der Betrachter bei ihrem Anblick empfindet – ein kleiner Dialog entsteht zwischen ihm und der Puppe.

Ein kurzer Auszug aus dem Buch „Künstlerpuppen im Museum Hintermann“  von Ingrid Taupe, Verlag Puppen & Spielzeug

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Über ARTlandya - der Blog

Teneriffa ist eine ganz besondere Insel im Atlantik und auf ARTlandya, einer wunderschönen Finca in Icod de los Vinos erwartet euch eine verzauberte Welt mit KünstlerPUPPEN, TEDDYbären und viel Natur :-) Lasst euch überraschen und stöbert einfach in meinen Beiträgen!
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Eine Antwort zu Barbara Aalrust

  1. Ich schreibe meine Kommentare nicht selbst, aber diesen Kommentar habe ich durch irgendeinen Tastendruck gelöscht. Ich wollte ihn aber nicht „verlieren“ und deshalb habe ich die Zeilen hierher kopiert 🙂

    „Danke Ingrid für den interessanten Bericht. Ich hatte vom „Puppen machen“ wirklich keine Ahnung. Seit ich Artlandya besucht habe und ein wenig von Dir zu dem Thema lese, merke ich, was das für eine wunderbare große Kunst ist. Liebe Grüße nach Icod,“ Dagmar

    Ich möchte dazu nur sagen, dass es hinter (fast) jeder Puppe eine ganz bestimmte Geschichte gibt und jede Künstlerin setzt ihre Gedanken mit unterschiedlichen Materialien um. Es ist spannend …

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