ein weihnachtliches Riesenrad …

Icod de los Vinos, Mittwoch 13. Dezember 2017

In der Nacht hat es wieder geregnet gleichzeitig ist es noch ein bisschen kälter geworden. Bei Tag haben sich Wolken, ein paar Regentropfen und Sonnenschein regelmäßig abgelöst und so geht der Tag mit einer eigenartigen Stimmung zu Ende. Der Wind treibt noch immer ein paar graue Wolken vor sich her und der Teide wird von der Abendsonne angestrahlt und leuchtet rötlich in der Dämmerung.

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In vielen Orten wird in der Vorweihnachtszeit ein Weihnachtsmarkt, Christkindlmarkt oder gar ein Glühweinmarkt veranstaltet. An der Mole von Puerto de la Cruz findet man um diese Zeit, also von Anfang Dezember bis zum Tag der Heiligen Drei Könige, eher einen Vergnügungspark für Groß und Klein. stern5 Ein fester Bestandteil war viele Jahre lang ein Riesenrad mit den vielen bunten Gondeln. Leider wurde es vor zwei oder drei Jahren durch irgendein schnelleres Gerät ersetzt, aber vor kurzem sind mir diese Fotos unter die Finger gekommen und die möchte ich euch unbedingt zeigen. Für mich hat dieses bunte Riesenrad viel besser zum weihnachtlichen Vergnügen gepasst, aber mich fragt ja niemand und deshalb ist es jetzt Vergangenheit.

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Der älteste Hinweis auf ein Riesenrad  in Bulgarien stammt übrigens schon aus längst vergangenen Zeiten von einem englische Reisenden. Peter Mundy sah am 16. Mai 1620 in der Stadt Phillippopolis, heute Plovdiv, einige Kinder, die auf dem Kreisumfang eines großen Rades kleine Sitze befestigt hatten, um sich durch sein Drehen zu amüsieren und aus diesem primitiven Ringelspiel entstanden später aufwendig gebaute Riesenräder. Das Riesenrad in Wien hat es sogar in eine Weltausstellung geschafft, aber das ist mittlerweile auch schon in den Geschichtsbüchern zu lesen und längst Schnee von gestern. stern5 Ach ja, falls ihr euch fragen solltet wo Plovdiv liegt, ich habe nachgesehen, es ist ein romantisches Städtchen in Bulgarien.

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Nun will die Stadt New York das größte Riesenrad der Welt bauen. stern5 A Big Wheel für den Big Apple. New York will mit dem Bau eines gigantischen Riesenrads Singapur und London übertrumpfen. Vom größten Fahrgeschäft der Welt soll sich ein grandioser Blick auf Manhattan und die Freiheitsstatue eröffnen. Halb so hoch wie das Empire State Building – aber über 25 Meter höher als die Rekordanlage in Singapur soll es in die Luft ragen. stern5 Na ja, wer weiß ob es je gebaut wird – bis jetzt handelt es sich nur um eine weit in den Himmel hineinragende Idee.

Weihnachtsmärkte gab es übrigens schon im späten Mittelalter. Damals war es die Gelegenheit für alle Bürger sich zu Beginn der kalten Jahreszeit mit Fleisch und winterlichem Bedarf einzudecken. Im 14. Jahrhundert kamen dann die Handwerker wie Spielzeugmacher, Korbflechter oder Zuckerbäckern dazu. Sie hatten die Erlaubnis Verkaufsstände für die Kleinigkeiten auf dem Markt zu errichten, die die Kinder zu Weihnachten geschenkt bekamen. Buden mit gerösteten Kastanien, Nüssen und Mandeln gehörten ebenfalls bald zum Bild und so waren diese Märkte bald ein beliebter Treffpunkt in der Vorweihnachtszeit. Zu einem festen Bestandteil des weihnachtlichen Brauchtums sind die Christkindlmärkte allerdings erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts geworden. stern5 Die Bewohner der Kanarischen Inseln haben davon nie erfahren und so ist es bis heute geblieben …

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2 Antworten zu ein weihnachtliches Riesenrad …

  1. Anonymous schreibt:

    Liebe Ingrid, die neue Frisur steht dir ausgezeichnet. Ich habe mich jetzt länger nicht gemeldet obwohl ich mich immer sehr auf deine „Briefe“ freue. Als es sooooo eine lange Sendepause gab, machte ich mir schon Sorgen. Genießt die Adventszeit!

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    • danke für das Kompliment 🙂 Auch wenn ich eine Nachteule bin, ab und zu sind die Tage auch für mich zu kurz. Ich kann es noch gar nicht richtig glauben, dass Weihnachten praktisch schon vor der Tür steht. Aber das wird sich schon noch ändern 🙂 Liebe Grüße nach ….? Dir ebenfalls eine schöne Adventzeit!

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