für die Ewigkeit festhalten …

Icod de los Vinos, 12. Jänner 2018, Freitag – viernes

Egal wie oft, sea como sea, ich durch unsere kleine Stadt spaziere, immer wieder entdecke ich ein idyllisches Plätzchen, das ich vorher noch nie so gesehen habe. Oft liegt der Reiz in der Mischung zwischen Verfall und der Kraft der Natur. Auch Ruinen und halb verfallene Häuser können Charme versprühen. Auf eine bestimmte Art sogar Lebenskraft und Freude. So unter dem Motto – mich kriegt keiner unter, ich lebe!

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Ermita de la Cruz del Molino

Im Laufe der Jahre habe ich sehr viele Fotos geschossen und man möchte gar nicht glauben, welche schönen Fleckchen es in der Innenstadt von Icod de los Vinos gibt. Man muss nur die Augen aufmachen, dann entdeckt man die schönen Dinge – nicht nur in der Natur sondern auch in großen Städten. Schade, dass man sich dafür meistens zu wenig Zeit nimmt.

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La Casa de la Inquisicón in Icod de los Vinos

Das erinnert mich an zu Hause, an Kärnten. Die meisten Touristen, die unser Museum damals besucht haben, kannten Kärnten besser als ich. Klar, im Urlaub hat man ersten Zeit und zweitens will jeder so viel wie möglich sehen. Die meisten Urlauber auf jeden Fall. 1f609 Schließlich weiß man ja nicht, wann man wieder in diese Gegend kommt.

Urlaub und Alltag ist eben etwas komplett anderes. Ich bin zwar an diesem schönen Plätzchen der Erde geboren und auch aufgewachsen, doch die kleinsten Winkel und Schönheiten meiner Heimat kenne ich nicht alle. Kärnten ist ein beliebtes Urlaubsland und es gibt viel zu erleben und zu sehen, ein tolles Fleckchen Erde. Doch im normalen Leben nutzt man diese Vorteile viel zu selten, alles ist zu selbstverständlich und zu nahe und man hat ja alle Zeit der Welt. 1f607 Berge, Seen, Burgen und Schlösser verschwinden ja nicht von heute auf morgen.

Warum sollte es anders sein? Um die nähere Umgebung zu erkunden hat man Zeit ohne Ende, oder doch nicht? Eine Sekunde im Erdzeitalter ist nur ein Wimpernschlag. Nicht mehr – aber auch nicht weniger. Oder doch nicht trifft wahrscheinlich öfter zu, als man es sich ausmalen kann. Als Bestätigung kann ich den letzten großen Brand im Jahr 2007 auf Teneriffa zur Gedächtnisstütze verwenden. Gibt’s nicht geht also doch!

Ich wollte schon vor Jahren die Kapelle in Montañeta, la Ermita de San Francisco de La Montañeta,  fotografieren. Wir sind unzählige Male daran vorbei gefahren – aber nie stehen geblieben. Warum auch? Das können wir das nächst Mal auch tun, denkt man sich im Geheimen. Falsch gedacht! Es kommt immer alles ganz anders als man es sich in den kühnsten Träumen ausmalen könnte. Hätten wir es getan, wüsste ich heute genau, wie die Kapelle von Montañeta ursprünglich ausgesehen hat.

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so schön wie auf dem Foto von Paulino Diaz sieht die Kapelle heute wieder aus

Ich habe es nicht für wert befunden und weil das so war, werde ich die Kapelle, so wie sie vor dem Brand war, nie mehr sehen. Von einem Tag auf den anderen ist alles anders! Eine neue Zeitrechnung hat begonnen, die Zeit nach dem katastrophalen Brand. Und die Moral aus der Geschichte? Unterschätze die Naturgewalten nicht. Sie bestimmen den Stundenplan, sie geben die Regeln vor. Man sollte sich vielleicht wirklich an die Regel des Lebens halten, denn jeder Tag des Lebens kann möglicherweise der letzte Tag sein.

Aber jetzt wieder weg von negativen Gedanken. Wir haben heute den Startschuss für die Zukunft gezündet. Unsere Welt beginnt sich wieder rund zu werden. Der Kreis als Symbol kommt abermals zu seinem Recht. Die Schultern werden entlastet, die Gedanken können sich aufs Neue auf den Weg machen. Wir landen wieder bei unserer Devise – träume nicht dein Leben – lebe deinen Traum. Aber davon erzähle ich euch in den nächsten Tagen mehr.

Aus diesem Grund wünsche ich euch allen heute einen wunderschönen, fantastischen Traum … 1f618

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Über ARTlandya - der Blog

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6 Antworten zu für die Ewigkeit festhalten …

  1. Hocke schreibt:

    Huhu Ingrid , liest Du mich ?

    Gefällt 1 Person

  2. Teda Lessiak schreibt:

    Liebe Ingrid, ich bin schon gespannt, was da in den nächsten Tagen an Neuigkeiten kommt. Ihr seid ja wirklich ganz besonders. 🙂 Günther ist heute nach Teneriffa zu Mama unterwegs und er freut sich schon auf ein Wiedersehen mit euch. Er ist zwar noch geschwächt, weil ihn eine Gürtelrose im Gesicht seit einem Monat quält, aber Teneriffa (und Mama!!!!!) werden ihm helfen.

    Ja, du hast recht, was man hat, schätzt man erst, wenn es weg ist – in jeder Hinsicht. Dein Bericht regt mich wieder einmal zum „NACHdenken“ an.

    Gefällt 1 Person

    • Schade, dass du nicht mit kommen kannst Teda, aber wir freuen uns auch Günther wieder zu sehen. 🙂 Teneriffa tut ihm sicher gut, aber so eine blöde Gürtelrose kann ganz schon nerven und ziemlich langwierig sein. Wenn gar nichts hilft, verordnen wir ihm ein Bad im kalten Atlantik 🙂 …
      Kennt ihr Christian Kaufmann? Er kommt auch Ende Jänner für eine Woche auf Besuch, du siehst, die Anzahl der Kärntner auf der Insel steigt. Der Schnee auf der Spitze des Teide ist seit heute auch wieder Vergangenheit und ich bin neugierig, wie das Wetter in den nächsten Tagen werden wird. Die Wetterfrösche sind sich noch nicht ganz einig ob es regnen wird – oder nicht.

      Ich werde jetzt alles für unseren Wok fertig schnippseln und dann hoffe ich, dass Georg auch bald auf der Bildfläche erscheint. Dir noch einen schönen Abend und mach es dir gemütlich!

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      • Teda Lessiak schreibt:

        Ja, ich kenne Christian, habe ihn aber schon lange nicht mehr gesehen. Früher, als er mit seiner Frau noch „Kaufmann&Kaufmann“ betrieben hat, da begegneten wir uns öfter. Aber seit er in Wien (?) lebt, hör ich nur noch manchmal von ihm. Will er auch auf der Insel bleiben oder macht er lei Urlaub? Guten Appetit und einen schönen Abend, herzlich, Teda

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      • er kommt für eine Woche Urlaub auf die Insel. Er lebt jetzt schon einige Jahre in Wien 🙂 Liebe und heute sehr kühle Grüße von der Insel!

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