Playa de los Barqueros

Auf der Landkarte habe ich La Playa de los Barqueros gefunden. Gehört habe ich davon noch nicht, aber da wir sowieso einen Spaziergang machen wollten …

Hotel Meliá Hacienda del Conde

Wir fahren also nach Buenavista del Norte oder besser gesagt Richtung Punta de Teno, doch wir biegen vorher Richtung Golfplatz ab. Beim nächsten Kreisverkehr geht es noch einmal rechts weg und parken am Ende der Straße unser Auto.

Entlang der Grenze des Golfplatzes führt ein schmaler Fußweg an die Küste und es dauert nicht lange, da können wir auch schon die Wellen, die mit viel Getöse an die Felsen schlagen, hören. Aber noch liegt links von uns der englische Rasen des Golfplatzes und auf der anderen Seite mehr oder weniger ursprüngliche Natur.

Habt ihr schon einmal von Rosas de Piedra, Steinrosen oder Basaltrosen gehört? Auf Teneriffa gibt es einige davon und die bekannteste findet man an der Straße, die von La Orotava in den Nationalpark führt. Die Blume an der Küste von Buenavista del Norte ist zwar nicht so schön und auch nicht so groß wie ihre bekannte Schwester, aber verstecken muss sie sich auch nicht.

Wie der Name eigentlich schon verrät, bestehen Basaltrosetten aus vielen, radial angeordneten Säulen aus Basalt. Wie sie ganz genau entstehen kann ich euch leider nicht erklären, aber es hat mit Lavazungen, Lavastömen und Lavatunneln zu tun und ist etwas ganz Besonderes. Auf Teneriffa soll es angeblich die meisten dieser Basaltrosen geben, also Augen auf beim Wandern! 

Un barquero ist entweder ein Ruderer oder ein Fährmann, egal wie man es jetzt übersetzt, mit kleinen Booten hat es auf alle Fälle zu tun, mit einem Strand im herkömmlichen Sinn nicht. Es ist eine wunderschöne Bucht, in der man eine Pause einlegen kann. 

Wo der Barranco de Triana endet war früher einmal eine Anlegestelle für viele Fischer aus Buenavista del Norte. Die Natur hat hier für die besten Voraussetzungen gesorgt, denn am Rand der Bucht bietet eine große Höhle Schutz für Boote. Die ständigen Wellen des Atlantiks haben dafür gesorgt, dass die weicheren Basaltschlacken wie in einer Waschanlage aus der Lava gewaschen wurden, in loses Gestein zerfielen und eine breite Höhle entstehen konnte.

Es ist ein kleiner, vergessener Strand, wo vor vielen Jahren die Frauen auf ihre Männer und ihre gefangenen Fische warteten. Sie bedeckten die Fische mit nassen, salzigen Moosen und gingen mit dem schweren Korb auf dem Kopf in die umliegenden Dörfer um ihre Ware zu verkaufen. 

Heute ist von den Fischern und ihren Frauen nicht mehr viel zu sehen aber ich vermute, dass die versteckte Bucht im Sommer ein schöner Platz für ein paar Stunden am Meer ist – auch wenn die vielen großen Steine nicht sehr einladend wirken.

Wir wollten aber nicht schwimmen sondern haben unseren Spaziergang an der Küste fort gesetzt. Nicht weit von dieser Bucht soll es Salinen geben, las Salinas de la Tablada. Wenn ich Saline höre, habe ich sofort ein weißes Salzfeld vor meinen Augen, Salz, soweit da Auge reicht.

So eine Art von Saline gibt es hier natürlich nicht. Es sind es nur ein paar flache Steine an der Küste, die so geformt sind, dass sich darauf Pfützen sammeln können. Sie wurden im Sommer als natürliche Salzpfannen verwendet. Hier konnte das Wasser perfekt verdampfen und das Salz kristallisierte aus. Das Salz wurde immer wieder aufgelockert und aus den tieferen Teilen wurde das Wasser händisch gleichmäßig verteilt. So konnte der ganze Prozess sehr gut kontrolliert werden. 

Wenn das Wasser vollkommen verdunstet war, wird wurde das getrocknete Salz aufgesammelt und gelagert. Die Gewinnung von Meeressalz war sehr wichtig, denn es wurde sowohl fürs Würzen als auch für das Einlagern von Lebensmitteln gebraucht. 

Über die Küste gibt es nicht viel zu erzählen, aber die Landschaft erzählt hier eine Geschichte nach der anderen. Sie verändert ständig ihr Gesicht und zeigt sich einmal sanft und bunt, dann wieder eckig, kantig und hart – immer begleitet durch die künstliche Landschaft des Golfplatzes.

Golf ist ja eine Sportart, aber wenn ich mir die Golfer so ansehe, wie sie mit ihren Golfwägelchen von Loch zu Loch fahren um dann einmal einen Ball ein Stückchen weiter zu befördern, frage ich mich schon wer da sportlicher unterwegs ist. Wir als Spaziergänger oder diese Sportler?

Aber egal ob Sportler oder nicht, jeder genießt die Landschaft auf seine Weise und ein Spaziergang entlang der Küste ist für mich einfach immer wieder eine schöne Abwechslung.

Hier habe ich noch einige Fotos von diesem Ausflug, wenn ihr Lust habt, könnt ihr euch ja durch die Galerie klicken, viel Spaß dabei… 

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2 Antworten zu Playa de los Barqueros

  1. dafür brauchst du gar keine Wanderschuhe 🙂 normale „Turnschuhe“ reichen vollkommen!

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  2. Teda schreibt:

    Ich würde am liebsten sofort meine Wanderschuhe anziehen und mich auf den Weg machen….

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