Hoffnung oder Optimismus?

Heute habe ich einen Spruch gelesen, der mir komischer Weise nicht aus dem Kopf gegangen ist. Ich habe ihn ein paar Mal gelesen, aber ich habe ihn nicht wirklich verstanden. Oder macht er für mich einfach keinen Sinn? Einige Menschen haben ja auch das Virus, das in aller Munde ist und unser Leben so durcheinander geschüttelt hat, als ein positives Ereignis für die Menschheit gesehen. Oder sieht es vielleicht immer noch so. Ich weiß es nicht. Egal, in der Weisheit geht es auch um Hoffnung.

„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ (Vaclav Havel)

Ist Hoffnung überhaupt noch Hoffnung, wenn sie nicht mehr enttäuscht werden kann?Kurz gesagt, die Zukunft macht also immer Sinn, egal wie es ausgeht. Das kann schon sein, mit dieser Einstellung kann könnte jeder von uns einer  ungewissen Zukunft mit Gelassenheit entgegen sehen. In dieser Zeit vielleicht ein beruhigender Gedanke, aber für die Realität nicht besonders geeignet. Ganz ehrlich – wer von euch kann sich mit ewiger Unsicherheit arrangieren? Ich kann es nicht. Hoffnung ist für mich mit einem guten Ende verknüpft uns wenn das Ende nicht gut ist, hat sich die Hoffnung einfach zerschlagen.

„Give me time“ von Erik Johansson

Es kann nicht jede Geschichte, weder im Märchen noch im Leben, gut ausgehen, es gibt nicht immer ein Happy End. Das erwarte ich auch gar nicht, aber was wäre, wenn uns jemand plötzlich die Hoffnung wegnehmen würde? Einfach so. Unter dem Motto „alles hat einen Sinn, ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.“ Ich glaube, das würde nicht funktionieren.

Hoffnung gibt Kraft und Hoffnungslosigkeit lässt uns verzweifeln. Ohne einen kleinen Funken Hoffnung würden wir wohl sehr oft die Flinte ins Korn werfen und aufgeben. Ohne Hoffnung hätten wir wahrscheinlich auch keine Ziele im Leben, denn auch wenn wir vieles berechnen können bleibt das Leben doch eine riesengroße Wundertüte mit vielen Überraschungen. Oder wie Karl Jaspers, ein deutscher Psychiater und Philosoph , treffend geschrieben hat

„Die Hoffnungslosigkeit ist schon die vorweggenommene Niederlage.“

Und weil aller guten Dinge drei sind, zum Abschluss heute noch einen klugen Spruch von William A.Ward

„Der Pessimist beschwert sich über den Wind,
Der Optimist erwartet, dass er sich ändert;
Der Realist richtet seine Segel aus.“

Hoffnung und Optimismus sind eindeutig die bessere Wahl. Also mit viel Optimismus ans Werk, auch wenn optimistische Gedanken nicht alle Probleme lösen können, es läuft ja nicht alles schlecht und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt …

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4 Antworten zu Hoffnung oder Optimismus?

  1. Danke für deine Gedanken dazu und liebe Grüße über die Hügel!

    Liken

  2. kybde schreibt:

    Ein paar weitere Gedanken (Text In „An- und Abführungszeichen“ sind aus Ingrids Text entnommen):

    Als Einleitung eine kleine Geschichte:

    Ein alter Mann lebte zusammen mit seinem einzigen Sohn auf einer kleinen Farm. Sie besaßen nur ein Pferd, mit dem sie die Felder bestellen konnten und kamen gerade so über die Runden.
    Eines Tages lief das Pferd davon. Die Leute im Dorf kamen zu dem alten Mann und riefen „Oh, was für ein schreckliches Unglück!“
    Der alte Mann erwiderte aber mit ruhiger Stimme: „Wer weiß…, wer weiß schon, wozu es gut ist?“
    Eine Woche später kam das Pferd zurück und führte eine ganze Herde wunderschöner Wildpferde mit auf die Koppel. Wieder kamen die Leute aus dem Dorf: „Was für ein unglaubliches Glück!“
    Doch der alte Mann sagte wieder: „Wer weiß…, wer weiß schon, wozu es gut ist?“
    In der nächsten Woche machte sich der Sohn daran, eines der wilden Pferde einzureiten. Er wurde aber abgeworfen und brach sich ein Bein. Nun musste der alte Mann die Feldarbeit allein bewältigen. Und die Leute aus dem Dorf sagten zu ihm: „Was für ein schlimmes Unglück!“
    Die Antwort des alten Mannes war wieder: „Wer weiß…, wer weiß schon, wozu es gut ist?“
    In den nächsten Tagen brach ein Krieg mit dem Nachbarland aus. Die Soldaten der Armee kamen in das Dorf, um alle kriegsfähigen Männer einzuziehen. Alle jungen Männer des Dorfes mussten an die Front und viele von ihnen starben. Der Sohn des alten Mannes aber konnte mit seinem gebrochenen Bein zu Hause bleiben.
    „Wer weiß…, wer weiß, wozu es gut ist?“

    „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“

    Definition der Worte:
    Hoffnung – Optimismus in Bezug auf das, was die Zukunft bringen wird
    Überzeugung – fester Glaube
    Gewissheit – unanzweifelbare Sache

    „Ist Hoffnung überhaupt noch Hoffnung, wenn sie nicht mehr enttäuscht werden kann?“
    Meiner Meinung nach ist es allein von der Erwartungshaltung abhängig. Wenn man keine bestimmte Erwartungshaltung hat dann gibt es am Ende auch kein „gut“ bzw. „schlecht“.

    „In dieser Zeit vielleicht ein beruhigender Gedanke, aber für die Realität nicht besonders geeignet.“
    Je nach Zusammenhang hat der Realitätsbegriff unterschiedlichen Gehalt. Man kann verschiedene Realitätsbegriffe oder Kriterien für die Realität unterscheiden. Keine dieser Bestimmungen ist jedoch unproblematisch.

    „Hoffnung und Optimismus sind eindeutig die bessere Wahl.“
    Die Hoffnung ist eine Stimmung, die auf die Erfüllung von Wünschen gerichtet ist. Der Optimismus dagegen ist eine Stimmung, die sich auf eine positive Einschätzung der Lage gründet.

    Die Neurowissenschaft hat entdeckt, dass unsere Erklärungen und Theorien darüber, warum wir etwas tun, nicht mehr als Gedanken sind, die erst entstehen, nachdem die Handlung bereits vollzogen wurde; die Worte bereits gesprochen oder die Entscheidung bereits getroffen wurde. Unser Gehirn hält uns zum Narren! Während die Handlung bereits geschieht, entsteht im Bruchteil einer Sekunde darauf ein neuer Gedanke, der sich über die vollzogene Handlung eine Geschichte erdenkt.
    Auch du hast sicher schon einmal erlebt, dass du am Reden bist und plötzlich denkst: „Was sage ich da eigentlich gerade?“.
    Im tiefsten Schlaf bist „du“ stundenlang nicht da und doch nimmt alles in deinem Körper wie gewohnt seinen Gang. Er bewegt sich, atmet, die Verdauung funktioniert und alle Zellen erneuern sich selbst, alles ohne dich! Doch wenn du erwachst, entsteht direkt der Gedanke „ICH bin wach und ICH habe gut geschlafen“.

    Unsere bewussten, mentalen Vorstellungen
    sind einzig rückblickende Gedanken –
    Ideen, die wir uns nachträglich ausdenken,
    um uns die Illusion von Macht
    und Kontrolle zu geben.
    Irvin D. Yalom

    Gefällt 1 Person

  3. kybde schreibt:

    Mit Deinem Beitrag gelang es Dir, einen Bogen von „Hoffnung oder Optimismus?“ (entweder/oder) zum „Hoffnung und Optimismus“ (sowohl als auch) zu schlagen. Danke dafür.

    Gefällt 2 Personen

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