Juan Fernández – Höhlen und Quellen

Klingt vielleicht ein bisschen komisch, aber ich liebe Friedhöfe und alte Häuser. Ich mag diese Orte, weil ich mich die Geschichten hinter den Gräbern oder den halb verfallenen Mauern interessieren. Zum Glück verschwinden die meisten davon nicht sofort – sie gehen nur verloren bis sie irgendwer wiederentdeckt. Trotzdem nagt der Zahn der Zeit an ihnen und irgendwann werden sie vergessen und verschwinden lautlos in der Vergangenheit. Die Natur erobert sich meistens ihren Platz wieder zurück und die Fußspuren der Menschen in der Erdgeschichte werden ganz klein.

Vor ein paar Tagen wollten wir zu so einem Ort fahren, aber unser fahrbarer Untersatz streikte. Der Starter wollte seine Arbeit nicht mehr erledigen und für einen Fußmarsch nach Tacoronte hatte ich ehrlich gesagt auch keine Lust. Egal, jetzt funktioniert wieder alles und deshalb kann ich euch nun doch noch von unserem Ausflug in die Vergangenheit erzählen.

Tacoronte hat ja – wie alle Gemeinden auf Teneriffa – viele Ortsteile, die oft so groß sind, dass sie fast wie eigenständige Dörfer wirken. Die zwei bekanntesten sogenannten barrios von Tacoronte sind mit Sicherheit El Pris und Mesa del Mar und ganz in der Nähe liegt auch unser Ziel.

Die Geschichte der Stadt Tacoronte begann schon zur Zeit der Guanchen. In der Gegend des heutigen Stadtgebietes lebten vor allem Hirten, die sich in den Höhlen niedergelassen haben. Sie siedelten in kleinen Gruppen dort, wo sich heute die Ortsteile Juan Fernández, Guayonje, El Pris und Mesa del Mar befinden. Die steil abfallende Küste bot Schutz, die natürlichen Höhlen eigneten sich perfekt für Mensch und Tier und für genügend Wasser sorgten die vielen Quellen in diesem Gebiet.

Nach der Eroberung der Insel wurden hier vor allem Portugiesen sesshaft, doch wann der Ort Tacoronte gegründet wurde, kann nicht genau gesagt werden. Man geht davon aus, das es Machado aus Guimaráes war, der 1496 Tacoronto gründete.

Ein gewisser Juan Fernandez, war ebenfalls einer der Portugiesen, die sich an diesem Ort niederließen. In einer Liste, der ersten Siedler aus dem Jahr 1497 findet man die Namen der ersten Landbesitzer. Als Nummer 0 führt „Don Alonso Fernández de Lugo, 14 enero 1504. Sin data, por sentencia y deslinde“ die Liste von insgesamt 153 Namen an. Unter der Nummer 99 findet man den Eintrag „Juan Fernández, el viejo, cerrajero, 1 fanegada con fuente y cueva. 7 junio de 1500“ Sehr viel Land hat der Schlosser Juan Fernández nicht bekommen, das wertvolle an seinem Besitz war vor allem die Quelle und die Höhle. Zum besseren Verständnis – una fanega de tierra entspricht ungefähr 6.400 Quadratmetern und der Großteil der ersten Siedler bekam hundert bis vierhundert fanegas Land zugeteilt. Dabei handelt es sich allerdings oft auch um Trockenland und eine weitere Eintragung einer Quelle konnte ich nicht finden. Dieser Besitz muss also sehr wertvoll gewesen sein – denke ich mir. Und diesen Platz wollen wir uns ansehen.

Am oberen Rand des Hügels grünt und blüht es. Überall schwirren Bienen und man hört auch leises Vogelgezwitscher. Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass sich ein ziemlich breiter Schilfgürtel nach unten Richtung Küste. Es sieht fast so aus, als würde ein Bächlein seinen Weg durch die Landschaft suchen. Und so ist es auch, es gibt ein schmales, steil abfallendes Bachbett, in dem mehrere Quellen auf verschiedenen Höhen aus dem Boden sprudeln. Wir stapfen erst ganz gemütlich durch eine Wiese, ein schmaler Trampelpfad zeigt uns den Weg.

Es dauert allerdings nicht lange, dann verwandelt sich die Wiese in ein grünes Dickicht aus hohem Schilf. Dieser Steig wird anscheinend regelmäßig genutzt, denn welchen Grund sollte es sonst dafür geben, dass jemand mit ziemlich viel Mühe einen Tunnel in diesen Urwald geschnitten hat? Oder gibt es heute noch Höhlenbewohner in der Nähe?

Ein Blick aufs Meer verleitet uns fast zur Umkehr. Wenn mich nicht alles täuscht, zieht da eine breite Regenfront auf uns zu. Aber nein, wir sind gekommen um zu bleiben – und das war gut so, denn das dichte Blätterdach war ein perfekter Regenschirm für den kurzen Regenschauer. Hier hat sich die Natur bereits das erste Bauwerk fast vollständig zurück erobert. Das kleine Haus wird fast erdrückt von dicken Ästen und ist rundum von dichtem Grün umschlungen.

Wie so oft dauert ein Regenschauer nur einige Minuten und so ist es auch dieses Mal gewesen. Das kleine Häuschen hat wahrscheinlich schon zum Anwesen gehört, denn ab hier ist der Weg mit Steinplatten gepflastert und führt uns direkt an unser Ziel.

Dieser Abschnitt der Küste steht seit einigen Jahren wegen der vielen Wohn- und Grabhöhlen unter Naturschutz und es darf nichts mehr verändert werden, aber vor fünfhundert Jahren entstand hier auf diesen Felsen mit viel Aufwand eine Hacienda, die aus einem Haupthaus, einem Gebäude für Arbeiter und einer Werkstatt bestand.

Es wurde eine Brücke aus Steinen gebaut, viele Gärten angelegt und bunte Blumen in Trögen gepflanzt. Neben dem Wohnaus entstand ein eigener Waschplatz mit Becken und Ausgüssen und zusätzlich wurden noch einige Wassertanks gemauert.

Klar, nun stehen nur mehr einige Mauern hier, der Großteil der Wände ist bereits eingestürzt, diverse Künstler haben ihre farbenfrohen Spuren hinterlassen und als Beleuchtung in der Nacht müssen der Mond und die Sterne sorgen. Es ist eigentlich nur noch eine Ruine und nicht einmal mehr als abenteuerlicher Wohnort für Aussteiger geeignet – aber ich kann mir vorstellen, wie schön es hier einmal gewesen sein muss.

Unterhalb des Hauses sieht man noch Terrassen, die früher angebaut und bewässert wurden. Heute wirken die steinernen Treppen zwischen den Terrassen irgendwie fehl am Platz, sie ergeben keinen Sinn mehr. Trotzdem fügen sie sich einfach in die Landschaft ein und stören nicht – im Gegensatz zu so manchem Asphaltband, das ohne Sinn und Zweck an vielen Plätzen auf der Insel wertfrei in die Landschaft gelegt wurde.

Einige Meter vom Haus entfernt plätschert kühles klares Wasser in einen steinernen Trog. Das ist die Quelle, die Juan Fernández seit dem Jahr 1500 sein Eigentum nennen konnte. Der Grund, warum hier an diesem Ort diese kleine Ansiedlung entstanden ist, ein lebenswerter Platz für mehr als nur eine Familie.

Seit wann der Ort verlassen ist weiß ich leider nicht und wer hier wirklich gelebt hat – keine Ahnung. Aber es gibt eine Legende, die von diesem Ort erzählt…

Érase una vez, es war einmal ein junger Mann mit dem Namen Juan Fernández. Er war ein guter Freund von Alonso Fernández de Lugo und bekam als Lohn für seine Heldentaten in der Schlacht von Matanza de Acentejo einige Ländereien in der Gegend von Tacoronte, unter anderem ein Gebiet über der Küstenklippe, wo es eine Quelle und viele Höhlen gab, die von den Guanchen als Häuser oder Grabnischen genutzt wurden.

Der junge Mann war jung, mutig und gut aussehend und da er im Besitz des lebenswichtigen Wassers war, wurde er innerhalb kurzer Zeit zu einem sehr mächtigen Mann in dieser Gegend. Einige Mitmenschen behaupten allerdings, dass er auch ein wenig hochmütig gewesen sei.

Er beschloss, auf seinem Lieblingsplatz hoch über dem Atlantik sein Anwesen mit mehreren Häusern zu bauen. Einer der besten Architekten von Teneriffa bekam den Auftrag ein Haupthaus mit dem Blick über seine kultivierten Terrassen auf den Ozean, Werkstätten und Ställe sowie die besten Waschplätze der Gegend zu errichten. Außerdem sollte der Mann einen lauschigen Garten, einen großen Platz mit Obstbäumen, der von Blumenkästen und Steinbänken umgeben sein sollte, sowie einige Wassertanks entwerfen. Hier würde später sein bevorzugter Platz, wo er am Abend mit einem guten Glas Wein den Sonnenuntergang beobachten konnte, sein.

Um den Fortschritt der Bauarbeiten zu überwachen reiste er von der Hauptstadt San Cristóbal de La Laguna ins östliche Tacoronte. Bei diesem Besuch sah er ein junges Mädchen mit seinem Hund, das Wasser aus der Quelle schöpfte. Sie hatte große weizenfarbene Augen und tiefschwarzes Haar, das ihr in Wellen über die von der Sonne vergoldeten Schultern fiel. Sie trug ein weißes Hemd, einen einfachen roten Rock und Sandalen aus Hanf an den Füßen. An der Seite ihres Halses entdeckte er eine Tätowierung. Er war fasziniert von der Schönheit der jungen Frau. Er wusste sehr wohl, dass er dieses Guanchenmädchen niemals heiraten konnte, trotzdem wollte er ihr näher kommen. Doch als er mit seiner hochmütigen Art und mit undurchdringlichen Blick aus seinen grünen Augen auf sie zuging rannte das Mädchen ängstlich vor ihm und seinen Begleitern davon, stürzte und fiel zu Boden. Das tat Juan Fernández leid und er befahl, berauscht von dieser sinnlichen Schönheit, ihr Hilfe anzubieten. Er erlaubte ihr auch die Nutzung der Quelle von La Fuentecilla.

Von da an besuchte der Bauherr sehr oft seine Ländereien und es wird erzählt, dass er eher das Mädchen beobachten als die Arbeiten seiner Hazienda überwachen wollte. Die junge Frau ging ihm nicht mehr aus dem Kopf. Immer wurde sie von ihrem Hund begleitet und trug den vollen Krug auf dem Kopf und die Tätowierung am Hals war für ihn ebenso ein Rätsel. Er wollte unbedingt wissen, was es damit auf sich hatte und so schickte er eines Tages einen Jungen zu ihr. Das Mädchen erzählte ihm, dass die Zeichnung von ihrem Großvater, der auch Guañameñe genannt wurde, stammte. Er sei ein Weiser der Guanchen. Die Tätowierung stellte das Symbol für Guatimac dar, aber sie war unvollständig. Es sollte ein Schutz für das Mädchen vor dem Zorn von Guayota sein. (Guayota ist in der Mythologie der Guanchen ein böser Dämon, der im Inneren des Teides lebt. Guañameñe war der Name eines Wahrsagers der Guanchen, der die Ankunft der kastilischen Eroberer auf der Insel prophezeit haben soll und Guatimac nennt man eigentlich ein kanarisches Tonsymbol, ein Kultobjekt)

Einige Monate vergingen und an einem sonnigen Sommernachmittag saß das junge Mädchen mit ihrem kleinen Hund zwischen den Mauern der inzwischen gebauten Häuser als der Hund plötzlich anfing, das Mädchen anzubellen. Das war ein seltsames Verhalten des Tieres und der kleine Hund bellte immer lauter und schlug sogar mit dem Kopf nach ihr. Die junge Frau verstand überhaupt nicht, was er wollte und plötzlich stürzte der Krug, ohne dass in jemand berührte, um. Das ganze Wasser war verschüttet. Sie stand auf, und der Hund bellte immer lauter.

Die Zeit schien stehen zu bleiben, plötzlich, als ob die Welt von Grund auf neu erschaffen werden würde, kam ein unheimliches Geräusche, aus den Tiefen der Erde. Ein gewaltiges Brüllen, begleitet von einem starken Beben, das immer stärker wurde, dröhnte in ihren Ohren. Der kleine Hund ließ das Mädchen nicht in Ruhe, er vertrieb es von seinem angenehmen Ruheplatz bis es das Gleichgewicht verlor und fiel.

Im selben Augenblick, als sie es verwirrt schaffte, über dem mit Wasser gefüllten Becken in die Knie zu gehen, zerbröckelte Wände des Berges in große Felsen, die mit Wucht auf die Stelle stürzten, wo sie vorher friedlich saßen. Ein Stein traf sie hart an der linken Schulter. Sie hatte gerade noch Zeit, sich in die Mulde des Beckens zu flüchten, die wie eine natürliche Brüstung wirkte, als ihr Blick den ihres Hundes kreuzte und sie verstand in diesem flüchtigen Moment die Haltung ihres treuen Freundes, der das Erdbeben vorausgeahnt hatte und ihr so das Leben rettete.

Dank ihm hatte sie nur am linken Schlüsselbein, oberhalb der Tätowierung, einen kurzen Schnitt und einige Tage später sah es aus, als ob Guatimac einen Speer halten würde. Das Bild der Tätowierung war vollendet. Am Ende gewann Guatimac den Kampf gegen Guayota. Das Gute besiegte das Böse.

Die Legende erzählt, dass das Mädchen später nie wieder gesehen wurde. Die Hacienda war zu dieser Zeit noch nicht vollständig, doch der traurige Juan Fernández entschied sich, sie nie fertig zu stellen. Die Bewohner des Ortes sagen, dass man heute, mehr als fünf Jahrhunderte später, immer noch bei Sonnenuntergang das laute Bellen eines Hundes neben der Waschküche der alten Hacienda hören kann…

Ende der Geschichte. Eigentlich eine Legende, die so gar nicht zu den Tatsachen passt, denn wo bleibt da der Schlosser aus dem Register der ersten Siedler von Tacoronte? Wer war dieser junge, charismatische Mann aus der Erzählung? Aber wer weiß schon, wie es wirklich gewesen ist – vor mehr als fünfhundert Jahren? Vor Generationen erschaffene und benutzte Bauwerke verschwinden oft wie ein Rauchschleier im Wind. Solche Streifzüge durch längst verlassene Orte sind manchmal lustig, manchmal sind sie geheimnisvoll – spannend sind sie immer!

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Der goldene Mohn auf Teneriffa

Auf Teneriffa, aber auch auf anderen Kanarischen Inseln, gibt es eine besonders schöne Art von Mohnblumen. Die zarten Blüten dieser Blume leuchten nicht wie gewohnt rot, orange oder sogar zart violett sondern dottergelb bis orange. Ihr habt vielleicht schon davon gehört, aber ihr könnt euch bestimmt nicht vorstellen, wie schön das ist.

Todos los años, es zahlt sich alle Jahre wieder aus, in der Zeit zwischen Ende April bis Ende Mai wenigstens einmal die Strecke durch den Esperanza Wald Richtung Arafo zu fahren. In diesen Wochen verwandelt sich die sonst so grüne und zum Teil steinige Landschaft in ein  goldgelbes Blütenmeer. Schuld daran ist ist der Kalifornische Goldmohn mit seinen gelben bis orangefarbenen, zarten Blüten.

Wir fahren eigentlich immer die Strecke über La Laguna und Esperanza. Keine Ahnung warum, aber wahrscheinlich auch deshalb, weil es aus Icod de los Vinos kommend der kürzeste Weg ist. Das ist aber gar nicht wichtig. Einige viele Kilometer nach dem kleinen Ort gibt es die Abzweigung Richtung Arafo und genau dort, an dieser Kreuzung beginnt die Welt des Goldmohns. Nachdem wir uns im vergangenen Jahr um diese Zeit bekanntlich nicht auf der Insel bewegen durften, haben wir uns gestern Nachmittag auf den Weg gemacht. Ein Jahr Pause ist eindeutig genug.

Der Kalifornische Mohnmit dem botanischen Namen eschscholzia californica wird auch noch Kalifornischer Kappenmohn oder Goldmohn genannt. Bei den Spaniern heißt die Blume amapola amarilla. Für die zarten Blumen gibt es aber noch eine lustige Bezeichnung. Wegen der Form der Knospen, aber auch wegen ihrer Wirkung gegen Schlaflosigkeit, wird sie oft liebevoll Schlafmützchen genannt. Da sich die Knospen mit dem Sonnenlicht öffnen, findet man sie während des Tages nur mit ein bisschen Glück.

Bei diesem Mohn handelt es sich um einen Immigranten, denn irgendwann ist er auf den Kanarischen Inseln sozusagen eingewandert oder besser gesagt eingeschleppt worden. Seine Heimat ist Kalifornien und dass er heute in vielen Ländern der Welt zum Teil als Unkraut wächst, sind mit größter Wahrscheinlichkeit die Goldsucher schuld. Als der Traum des Kalifornischen Goldrauschs für die meisten Männer aus geträumt war, verließen viele von Ihnen Kalifornien übers Meer. Sie schifften sich in San Francisco ein, um ihr Glück in Chile, Neuseeland und Australien zu suchen. Die Schiffe nahmen Sand von San Francisco als Ballast mit und es wird vermutet, dass sich der Mohn so auf der Welt verbreitete.

In ihrer alten Heimat Kalifornien und Mexiko wurde die Pflanze von den Indianern als Heilpflanze genutzt. In der Homöopathie und in der Medizin werden noch heute die Substanzen dieses Mohns verwendet, denn sie fördern den Schlaf und haben eine leichte krampflösende und schmerzstillende Wirkung. Aber Vorsicht! Niemand sollte selbst damit herum experimentieren, denn die ganze Pflanze ist an und für sich giftig! Der Kalifornische Goldmohn war sogar die offizielle Giftpflanze des Jahres 2016.

Auf dem Heimweg haben wir noch am Strand von Güímar, genau genommen in Puertito de Güímar eine Pause gemacht. Seht ihr diesen tollen Sandstrand? Dieser Abschnitt heißt Playa del Cabezo und hier dürfen auch Hunde mit an den Strand. Für uns war es der perfekte Platz für eine gute Osterjause. Wir haben die letzten Sonnenstrahlen genossen und uns dann zufrieden und gestärkt auf die Heimfahrt gemacht.

Wenn ihr noch mehr über den goldenen Mohn aus Kalifornien lesen und die Fotos aus den letzten Jahren sehen wollt – hier sind die Links zu den Berichten der Goldmohn oder der Mohn mit dem Hut oder den Beitrag Teneriffa im Goldrausch. Viel Vergnügen beim Durchblättern und vielleicht könnt ihr euch die Blumenpracht ja selbst einmal ansehen, der Goldmohn blüht ja alle Jahre wieder … 

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Ein Leuchtturm und ein Loch

Warum denn in die Ferne schweifen sieh, das Gute liegt so nah wenn auch ganz in der Nähe wunderschöne Orte zum spazieren gehen locken? Blauer Himmel, laue Luft und absolute Windstille sind vor allem während der Wintermonate die optimalen Voraussetzungen für einen Ausflug an den Küstenstreifen von Buenavista del Norte bis Punta del Hidalgo. Wir haben uns dieses Mal für die Richtung von Garachico über Los Silos und ein kleines Stückchen weiter entschieden.

Buenavista del Norte heißt aus dem Spanischen übersetzt gute Sicht nach Norden und das entspricht durchaus der Wahrheit. Wir sind in dieser Gegend zwar sehr oft unterwegs, aber auch dieses Mal haben wir für uns wieder einen neuen, fast unwirklich schönen Ort entdeckt.

El Faro de Buenavista del Norte ist ein Leuchtturm der besonderen Art. Ich glaube, man sieht es nicht sehr oft, dass sich ein Leuchtturm spiralförmig Richtung Himmel schraubt, oder? Im Inneren kann könnte man bequem mit einem Aufzug ganz nach oben schweben doch an der Außenseite windet sich eine rote Wendeltreppe mit 221 Stufen Richtung Himmel. Ich glaube, ich würde einen Drehwurm bekommen, wenn ich da hinauf gehen würde, aber in die Verlegenheit komme ich sowieso nicht, denn der Turm ist für uns Otto Normalverbraucher nicht frei gegeben. Logisch, denn der Turm ist ja noch im Dienst und kein Relikt aus alten Zeiten.

Unser Auto haben wir also beim Leuchtturm abgestellt, denn ich wollte unbedingt noch ein paar Fotos von einem riesigen Loch in der Landschaft machen. El Hueco del Rayo oder El Rayo en la Ensenada del Casado.

Wie dieses große Loch entstanden ist, darüber gibt es keine offizielle Erklärung und wo es keine belegten Tatsachen gibt, entstehen eben Geschichten. Eine davon erzählt, dass ein gigantischer Blitz ein Loch ins Lavagestein geschlagen haben soll. Die wissenschaftliche Erklärung ist wahrscheinlich logischer, aber darüber habe ich schon einmal geschrieben und falls ihr mehr über die Geschichte lesen wollt, klickt einfach den Link über dem Foto an.

Ernesto R. Abad, Director del Festival Internacional del Cuento de Los Silos und Professor der Universidad de La Laguna hat dazu einen schönen Gedanken aufgeschrieben: „El rayo siempre me evoca personajes que lucharon por la libertad. Es un lugar donde el alma puede sonreír y sentir que aún hay esperanzas. Entonces, la idea de que un dios despistado, enfadado por la torpeza humana, lanzó con su mano divina el fuego fulminador contra la tierra viene a mi mente. Sonrío… Vuelvo a vivir en un cuento.“

„Der Blitz macht es möglich, dass Figuren, die für die Freiheit kämpfen zum Leben erwachen und Orte, an denen die Seele wieder lächeln und Hoffnung aufkeimen kann, entstehen können. In meiner Fantasie benutzt ein zorniger Gott den Blitz und schleudert ihn mit seinem vernichtendem Feuer gegen die Erde… so lebe ich wieder in einem Märchen.“ Mir gefallen seine Gedanken, kein Wunder, dass es in Los Silos schon sehr viele Jahre lang ein erfolgreiches Märchenfestival gibt. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Wir sind gestern nur ein kleines Stück auf einem sandigen Weg weiter gegangen und sind, irgendwie auch wie in einem kitschigen Märchen, oder realistisch gesagt, in einer fast unwirklichen, wunderschönen Wasserlandschaft, sozusagen gestrandet.

Vor allem im Norden der Insel sind Charcos oder besser gesagt natürliche Pools, nichts Ungewöhnliches.  Ihr wisst nicht, was charcos sind? Na, dann erkläre ich es noch einmal ganz kurz. Charco kann man mit Pfütze übersetzen, aber das hilft in diesem Falle nicht wirklich weiter, denn charcos sind immer größer als das, was wir unter Pfütze verstehen. Im Grunde genommen sind es kleine oder größere Naturschwimmbecken, die von den unterschiedlichen Lavaströmen geschaffen wurden. In diesen Becken kann man meistens sehr geschützt von den mächtigen Wellen des Atlantiks schwimmen und planschen – oder einfach die Seele baumeln lassen.

Vor der geschützten Wasserlandschaft rollen die Wellen des Atlantik beständig und mit viel Gegrummel Richtung Land, das Wasser in den einzelnen Becken bleibt spiegelglatt und spiegelt die unterschiedlichsten Farben der Steine wider. Hinter uns eine fast rabenschwarze Felswand, ober uns der blaue Himmel und als Krönung rundet der Gipfel des Teide das Bild ab. Die Realität ist so nah – und doch so weit weg!

Hier unten treffen zwei verschiedene Welten aufeinander. Ich spüre nur die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut, nicht einmal ein Windhauch streicht durch die Luft und bis auf das Geräusch der Meereswellen herrscht absolute Ruhe.

Nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir wieder nach oben geklettert und sind Richtung Los Silos weiter spaziert. Schade, dass die Bar beim öffentlichen Bad in Los Silos geschlossen hat, sonst hätten wir uns wahrscheinlich dazu entschlossen, dort etwas zu Trinken und erst dann wieder zu unserem fahrbaren Untersatz zurück zu wandern. So haben wir schon einige hundert Meter früher umgedreht und die Aussicht auf die Küste nur aus der Ferne genossen.

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Anaga – Gebirge und Strände

Einmal ans Ende der Welt fahren – das wollte ich schon immer. Aber wie soll das funktionieren? Ich habe schon in der Volksschule gelernt, dass die Erde eine Kugel ist. Auch wenn einige Menschen noch immer glauben, sie sei eine Scheibe. Wenn die Erde tatsächlich eine Scheibe wäre, müsste eine Reise ans Ende eigentlich funktionieren, denn irgendwann würde man ganz einfach über die Kante fallen. Bei einer Kugel wird das schon schwieriger. Es gibt kein Unten oder Oben und die Schwerkraft sorgt zusätzlich und verlässlich dafür, dass wir den Boden unter den Füssen nie verlieren. Aus dieser Reise wird also wahrscheinlich nie etwas werden…

Auf Teneriffa kann man so manchen Ausflug allerdings wenigstens in der Fantasie ans Ende der Welt verlegen und für mich ist einer dieser Orte ganz eindeutig am äußersten Zipfel im Norden, genauer gesagt im Nordosten, der Insel zu finden. Hier wachsen schroffe Berge in den Himmel, grüne Terrassen bestimmen das Bild der Landschaft, es gibt tiefe Täler, moosige Wälder, kleine Bächlein, eine fantastische Küstenlandschaft und tolle Strände. Kurz gesagt, eine märchenhafte Kulisse, die am Nachmittag oft von Nebelschwaden geheimnisvoll umwoben wird – das Anaga Gebirge.

Die verstreuten Häuser dort unten gehören zu Taganana, dem größten Ort im Anaga Gebirge. Bis 1960 musste man sich noch zu Fuß auf den Weg hier her machen. Oder man hatte das Glück einen Esel zu besitzen, auf dem man zu diesem Teil der Insel reiten konnte.  Doch die Zeiten haben sich zum Glück geändert und heutzutage findet sogar der grüne TITSA Bus den Weg in diese Gegend.

Das Anaga Gebirge gehört zum ältesten Teil der Insel und an der Nordküste von Teneriffa kann man mit ein bisschen Fantasie die heute abgeflachten Gipfel eines alten Bergzuges in der Form eines Bogens, el Arco de Taganana erkennen. Die ältesten Felsen dieser Landschaft erhoben sich vor über sechs Millionen Jahren aus dem Meer und erreichten eine so große Höhe, dass der ganze nördliche Teil der Gipfel einstürzte und ins Meer rutschte. Hochmut kommt vor dem Fall könnte man sagen.

Heute liegen diese Felsbrocken  ganz friedlich an der Küste, aber damals möchte ich nicht dabei gewesen sein. Da blieb in dieser Gegend wahrscheinlich kein Stein auf dem anderen!  Einige Ortsnamen in dieser Gegend können wahrscheinlich auch aus diesem Grund ihre eigenen Geschichten  erzählen. Ein schönes Beispiel dafür findet man auf der Ortstafel, die vor diesem Felsen im Meer steht. Ein Felsen, der an der Küste des Atlantiks liegt und Roque de Las Bodegas, also der Weinkellerfelsen, genannt wird.

Warum wohl? Hier gibt es weit und breit keine Weinkeller zu sehen. Das stimmt, aber das ist nicht immer so gewesen. In längst vergangenen Zeiten standen direkt neben dem Strand kleine Steinhütten, in denen die Bauern von Taganana einen Großteil ihres Weines gelagert hatten. Man kann es sich heute kaum vorstellen, aber an dieser Küste florierte im 17. und 18. Jahrhundert der Weinhandel. Heute sind eher der Strand und die Fischlokale an der Strasse das Ziel der Ausflügler. Es heißt, dass die Wellen an diesem Strand nicht so heftig wie an den beiden anderen Stränden von Taganana sein sollen und aus diesem Grund soll er in dieser Gegend der beste Strand für Familien sein.

Eine Kurve weite ist schon der nächste Strand in Sicht. La Playa Almáciga, ein breiter Strand mit feinem, schwarzen Sand, der sich in eine weite Bucht hineinschmiegt. Der Strand ist sogar bei Flut ziemlich breit und im Sommer spielt sich hier bestimmt das volle Leben ab. Vor ein paar Tagen war es allerdings ziemlich ruhig und fast menschenleer.

In Benijo ist dann die Welt wirklich zu Ende. Zumindest für jeden Autofahrer und wer seine Reise zu Fuß weiter machen will, hat ein Problem mit seinem fahrbaren Untersatz. Es gibt so gut wie keinen Parkplatz, außer man entschließt sich zum Essen in einem Lokal. Im Moment haben zwei davon geöffnet, das dritte Restaurant ist wohl für immer geschlossen und steht zum Verkauf.

Wir haben unser Mittagessen auf der Terrasse hoch über dem Atlantik mit einer gigantischen Aussicht richtig genossen und haben uns anschließend auf den Weg zum wahrscheinlich legendärsten Strand von Teneriffa, la Playa Benijo, gemacht. Direkt neben diesem, fast romantisch verfallenen Häuschen führt der Weg über eine Steintreppe steil nach unten. Hinter dieser verfallenen Fassade versteckt sich übrigens ein schönes Lokal mit dem passenden Namen El Mirador.

Unten angekommen liegen überall verstreut große Steine direkt am Wasser, aber wenn man ein paar Meter weiter geht, gelangt man zu einem flachen Sandstrand. Der nasse Sand wirkt an dieser Stelle direkt weich, fast samtig. Vielleicht weil der Unterschied zu den groben Steinbrocken rund herum so groß ist?

Auf jeden Fall ist es ein ganz besonderer Platz. Ein Ort ohne Hast und Eile und auch wenn noch ein paar andere Menschen hier sind, fühlt man sich weit weg von allem. Die hohen Felsen als Schutzschild im Rücken und der unendlich weite Blick übers blaue Meer. Schwarzer Sand und mit frischem Grün überzogene Steine, der feine Geruch von Salz in der leichten Luft, warme Sonnenstrahlen auf der Haut und – Ruhe. Viele Menschen würden es vielleicht Einsamkeit nennen, es könnte aber auch ein kleines Stück vom Paradies sein. Oder eben das Ende der Welt…

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Wellenspiele am Playa El Socorro

Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und nachdem wir am Wochenende arbeiten und nicht faulenzen, gönnen wir uns am Wochenbeginn eine Auszeit. Noél Coward hat einmal geschrieben: „Nichtstun macht nur dann Spaß, wenn man eigentlich viel zu tun hätte.“ Und daran halten wir uns eben. Ein Ausflug an die Küste ist immer eine gute Entscheidung und dafür müssen wir auch gar nicht weit fahren. Die Auswahl ist sogar in unserer direkten Nachbarschaft wirklich groß, aber da wir noch eine Kleinigkeit in Puerto de la Cruz erledigen wollen, landen wir am Strand von Los Realejos, en la Playa de El Socorro.

Meeresrauschen, ruido del mar oder ruido del romper de las olas auf spanisch, tut besonders der Seele gut. Sobald ich am Strand bin, verändert sich die Welt. Der Tag verwandelt sich und der Blick wird weit. Kein Wunder, denn der Horizont ist in ungreifbarer Ferne gerückt. Es gibt nichts, was die Sicht einschränken könnte. Aber warum wirkt das Geräusch der brechenden Wellen so entspannend? Mit Ruhe und Stille kann es nichts zu tun haben. Den Lärmpegel könnte man mit Sicherheit auch in einen Bahnhof oder auf eine Kreuzung mitten in der Stadt verlegen, denn die Brandung ist meistens ziemlich gewaltig und laut. Mich erinnert das Geräusch sogar sehr oft an eine stampfende Dampflokomotive.

Doch trotz dem krachenden Lärm sinkt der Blutdruck und schöne Gedanken erzeugen bunte Bilder im Kopf. Die wechselnden Blautöne im Wasser, wärmende Sonnenstrahlen, die die Wassertropfen in glitzernde Kristalle verwandeln, Licht, das über die Wellen tanzt und weißen Schaumkronen, die den Strand einrahmen verleiten mich zum Träumen und Tagträume sind einfach herrlich! Plötzlich ist der Alltag weit weg…

Ich könnte stundenlang so an der Küste sitzen und dem Spiel der Wellen zuschauen. Durch die kräftigen Wellen verteilen sich hier an der Küste auch ziemlich viele Wassertröpfchen in der Luft. Die Küstenlandschaft Richtung  San Juan de la Rambla ist in einen zarten Wasserschleier gehüllt und wenn man genau hinschaut, sieht man, wie die einzelnen Nebelvorhänge vom Meer Richtung Land aufsteigen. Tief einatmen!

Dabei verfliegt die Zeit wie im Flug und es wird nie langweilig. Am Strand von El Socorro sorgen dann auch noch immer ein paar Wellenreiter für Unterhaltung. Bleiben sie auf dem Brett stehen oder fallen sie jeden Moment kopfüber ins Wasser?

Falls jetzt jemand von euch  jetzt auch Sehnsucht nach Meer bekommen hat könnt ihr euch ja wenigstens das Gefühl von Sonne und Meer nach Hause holen. Ihr braucht allerdings eine große Muschel dafür. Genau gesagt nicht die einfachen, flachen Muschelschalen  sondern ein Haus der großen Meeresschnecke. Wenn  man sich die ans Ohr hält, kann man zumindest das Rauschen des Meeres hören  – auch wenn die Ferien noch in der Ferne liegen und man zu Hause im Zimmer sitzt.

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die perfekt Welle … war es nicht

Viele Menschen Experten behaupten ja, dass auf Teneriffa unzählige Fiestas, Feuerwerke und Traditionen den Jahresrhythmus des Insellebens bestimmen. Im Grunde genommen haben die klugen Köpfe ja recht, aber dann kam Corona und alles, was dazu gehört. Seit einem Jahr fallen sämtliche Feste und andere Veranstaltungen buchstäblich ins Wasser. Kultur ist ja nicht systemrelevant und aus diesem Grund findet dieser Teil des Lebens einfach nicht mehr statt. Sogar der Carnaval ist nur noch digital durchs Netz gegeistert. Egal ob Jung oder Alt, der Virus mit dem Krönchen fordert überall und unerbittlich in allen Lebenslagen seine Opfer.

Ich selbst bin zwar kein ausgesprochener Faschingsnarr, mich persönlich hat es also nicht betroffen, aber schade ist es trotzdem. Vor allem weil, abgesehen vom närrischen Treiben, auch in diesem Jahr so ziemlich alle Fiestas und andere traditionelle Veranstaltungen jetzt schon auf Eis gelegt worden sind.

Zum Glück lässt sich die Natur nicht ins Handwerk pfuschen und bietet uns einiges. Die Mandelblüte bei Santiago del Teide, Schnee in den Cañadas des Teide und tolle Wellenspiele an der Nordküste von Teneriffa – das sind eigentlich jedes Jahr ebenfalls feste Bestandteile des Jahres. Blüten und Schnee haben wir schon abgehakt und am Montag sind wir nach Bajamar gefahren, haben uns in die Sonne gesetzt und das fantastische Schauspiel der Atlantikwellen beobachtet.

Während der Wintermonate zeigt der Atlantik an vielen Tagen mit seinen gigantischen Wellen, welche Kraft er hat. Das Wasser klatscht dann mit voller Wucht und lautem Getöse an die Lavafelsen der Küste, oder so wie hier in Bajamar, an die Schutzmauer vor dem Strand des Ortes.

Der aufgewühlte Atlantik wechselt seine Farbe zwischen dunkelblau und türkis und verwandelt sich an der Küste in ein weißes Schaumbad. Es brodelt und zischt, fast könnte man meinen, dass hier irgendwo eine Lokomotive unterwegs ist. „Das Meer ist keine Landschaft, es ist das Erlebnis der Ewigkeit,des Nichts und des Todes, ein metaphysischer Traum. schrieb Thomas Mann in einem seiner Bücher. Vielleicht fasziniert uns das Meer und vor allem das tosende Wasser aus diesem Grund?

Im einem Glas hat Wasser keine Farbe, es ist durchsichtig und klar, aber Wasser in der Natur, egal ob in einer Pfütze, einem stillen Teich oder gar hier im Atlantik hat tausend Farben. Von dunklem Blau über helles Türkisgrün ist jede Farbe vorhanden. Wenn die Wellen an der Küste auslaufen verwandeln sie die Meeresoberfläche scheinbar in ein riesiges, strahlend weißes Schaumbad und an den Hängen der angrenzenden Hügel steigt ein fast mystischer Nebelschleier aus feinsten Wassertröpfchen in die Höhe.

„Wenn du ein Schiff bauen willst, so fange nicht damit an, Holz zu sammeln, Planken zu schneiden und die Arbeit einzuteilen, sondern erwecke in den Menschen die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.“ ist ein Zitat von Antoine de Saint-Exupéry. Gibt es dafür ein besseres Mittel als solche Augenblicke? Ich glaube nicht.

Anschließend sind wir ein paar Kilometer weiter, nach Mesa del Mar gefahren. Die schöne Aussicht auf den Teide hat uns zwar der Calima mit einem Schleier aus Sand vermasselt aber der Ausblick auf die Küste war dieses Mal nicht Sinn und Zweck der Fahrt. Unser Ziel war auch nicht das Schwimmbad von Mesa del Mar sondern der Naturstrand hinter dem Tunnel, la Playa de la Arena.

Sonnenschein, ein warmer, flacher Sandstrand und schöne Meereswellen – wir haben wieder einmal den perfekten Platz für unser Picknick gefunden. Alles Eitel, Wonne, Sonnenschein. Wenn, ja wenn da nicht diese eine perfekte Welle gewesen wäre…

Wir sind satt und zufrieden auf unseren Badetüchern gelegen und haben einfach das Meeresrauschen und die wärmenden Sonnenstrahlen genossen. Weit weg von dem Punkt, an dem die Wellen den Strand erreicht und den Sand nass gemacht haben. Wie aus dem Nichts kam plötzlich Wasser, eine mit tausenden weißen Häubchen geschmückte Welle, die uns in Sekundenschnelle umschlossen hat. Genau so schnell wie sie gekommen war, ist sie auch wieder verschwunden. Weg war sie – aber nichts war mehr so wie davor. Die sorgfältig abgelegten Hosen und T-Shirts pitschenass, die Badetücher sowieso, die letzten beiden Stückchen Käse haben ein unfreiwilliges Bad im Salzwasser genommen und waren paniert mit schwarzem Lavasand. Die Handys und meine Kamera haben zum Glück nur ein paar Spritzer abbekommen und alles andere war halb so schlimm. Die Sonne trocknet uns schon wieder – dachten wir.

Die böse Überraschung kam erst daheim ans Tageslicht. Elektronik und Salzwasser vertragen sich anscheinend leider überhaupt nicht, denn sowohl mein Telefon als auch die Kamera gaben keinen Mucks mehr von sich. Das nennt sich wohl Künstlerpech, oder? Mein Handy hat sich nach einem Tag Ruhepause wieder erholt und hat seine Arbeit wieder aufgenommen, aber mein ständiger Begleiter, meine Kamera verweigert noch immer ihren Dienst. Die Fotos von heute sind also wahrscheinlich für längere Zeit die letzten Exemplare dieser Art. Vielleicht erholt sich die Kamera doch noch, ihr könnt mir ja die Daumen drücken…

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nicht nur am Valentingstag…

Blumen trösten nicht über Verletzungen.
Pralinen versüßen nicht die Bitterkeit.
Abendessen entschädigen nicht für Einsamkeit.
Lieder übertönen nicht die Stille.
Düfte lassen graue Tage nicht bunt erscheinen.
Karten ersetzen nicht Gespräche.
Liebe lässt sich nicht an einem Tag erleben.

Autor unbekannt

Eigentlich brauchen wir keinen bestimmten Tag, um uns daran zu erinnern, dass wir einen bestimmten Menschen lieben, oder? Zumindest höre ich das immer wieder bei Umfragen die dann übers Radio zu mir gelangen. Stimmt, so sollte es auch sein! Aber ist es auch die Realität? Sind es vielleicht doch nur abgeklärt klingende Schutzbehauptungen von Menschen, die den Angriff nach vorne machen? Oder Menschen, die gar niemanden haben, der an sie denkt? Menschen die freiwillig oder unfreiwillig allein durchs Leben gehen müssen?

El Día de San Valentín Den Gärtnern und Blumenverkäufern wird ja oft unterstellt, dass sie diesen Tag erfunden haben könnten. Das stimmt zwar nicht, aber trotzdem sind sie heute die allergrößten Verlierer. In vielen Ländern wird in Zeiten der Lockdowns der Ehrentag für den Heiligen Valentin zu einer echten Provokation. Das Virus mit dem Krönchen, oder besser gesagt die überaus klugen und machtvollen Spezialisten aller Länder, haben uns allen, doch am Valentinstag besonders den Blumenhändlern, einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Geschlossen steht nicht nur heute an den Geschäftstüren. Nix mit frischen, bunten Blumen! Zumindest gilt das für Österreich und Deutschland, denn bei uns auf der Insel haben wir Glück und das Leben verläuft wieder relativ normal.

irgendwo in Santa Cruz

Geschenke, Liebe, Blumen, Küsse – all das gehört zum Valentinstag. Das ist auch in Ordnung, doch vielleicht denkt der eine oder andere von euch daran – es müssen ja nicht immer Blumen sein. Oft reicht ein bisschen Zeit oder ein liebes Wort! Eine Umarmung ist auch nicht zu verachten! Das Wichtigste ist doch die Zeit, die wir gemeinsam verbringen können!

Der Tag ist jetzt zwar schon fast vorbei, deshalb wünsche ich euch noch ganz schnell einen schönen, romantischen Valentinstag! ¡un feliz Día de San Valentín!

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Blütentraum in rosa und weiß

Am 2. Februar sind auf Teneriffa so gut wie alle Geschäfte geschlossen, Día de la Candelaria steht im Kalender. In Österreich heißt der Tag Mariä Lichtmess und ich kann mich daran erinnern, dass dieser Tag nicht nur mit Weihnachten sondern auch mit dem Wetter zu tun hatte. ¿Por qué se celebra y qué tiene que ver con la previsión del tiempo? „Wenn es zu Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit; ist es aber klar und hell, kommt der Lenz wohl nicht so schnell.“ oder wie die Spanier sagen „El día de la Candelaria, está el invierno fuera; pero si no ha nevado y quiere nevar, invierno por comenzar.“ Irgendwo habe ich einmal gelesen, „die Bauernregel muss nicht zutreffender sein als der Wetterbericht, aber sie ist auf alle Fälle unterhaltsamer“. Das stimmt wahrscheinlich im großen und ganzen, aber ich bin mir sicher, dass ein Körnchen Wahrheit in den alten Weisheiten steckt.

Bei uns auf der Insel war das Wetter gestern einfach perfekt für einen Ausflug und wir haben den Tag für einen Ausflug zu den Mandelbäumen in der Umgebung von Santiago del Teide genutzt. Diesen Einfall hatten allerdings nicht nur wir und als wir uns der Ortseinfahrt genähert haben, dachte ich kurz, ich kann meinen Augen nicht trauen. Eine Blechlawine Richtung Valle de Arriba, und Stau in Santiago del Teide. Klar, die Mandelbäume blühen, Almendros en Flor, und das ist alle Jahre wieder ein Fixpunkt für einen Ausflug.

Irgendwie hätten wir ja damit rechnen müssen, aber wir sind ehrlich gesagt noch nie an einem Feiertag unterwegs gewesen und zur Mandelblüte schon gar nicht. Die Wanderung, die wir uns vorgenommen haben, haben wir ganz schnell gestrichen.

Nach gefühlt einer halben Stunde später haben wir am Straßenrand Richtung Los Gigantes einen Platz für unseren fahrbaren Untersatz gefunden. Diese Gegend war natürlich nicht das Ziel der Begierde aber nachdem wir schon da waren…

Auch ein Spaziergang über einen steinigen Weg kann schön sein und wer weiß, was sich hinter der nächsten Biegung versteckt und beim Gehen können wir immer noch überlegen, was wir mit dem angebrochenen Tag anfangen würden – haben wir uns gedacht. Mittlerweile haben sich die Autos, die von der „Autobahn“ aus dem Süden gekommen sind im Schritttempo Stück für Stück vorwärts gekämpft. „Hört das denn gar nicht mehr auf?“ habe ich mir gedacht. Wo wollen die denn alle hin?

Nach einiger Zeit über Stock und Stein sind wir mit einer wunderschönen Aussicht belohnt worden. Vor uns, eingerahmt von Mandelblüten seht ihr hier Gomera auf dem Bild. Toll, oder?

Eigentlich wollten wir anschließend weiter an die Küste fahren, schließlich gibt es für unser Picknick schönere Plätze als schwarze Lavasteine, doch auf dem Weg zum Auto haben wir ein kleines Paradies entdeckt. Eine verlockend grüne Frühlingswiese, darauf verteilt ein paar blühende Mandelbäume und Palmen. Der perfekte Platz für eine Pause.

Mit diesem schönen Blick haben wir Rast gemacht. Im Halbschatten unter einem Blütenmeer, rund herum blühender Klee und summende Bienen. Vogelgezwitscher als Musikbegleitung und herrliche Ruhe. Herz was willst du mehr?

Jetzt blühen die Mandelbäume und verwandeln die braunen Felder mit ihren zarten Blüten in eine Frühlingslandschaft. In ein paar Wochen werden die ersten, grünen Blätter sprießen, die Mandeln werden wachsen und reifen und gleichzeitig werden sich die jetzt so märchenhaften Bäume in unscheinbare Laubhölzer verwandeln und in der Landschaft gar nicht mehr auffallen.

Auf dem Rückweg sind wir noch an diesem alten Druschplatz vorbei gekommen. Also wurden früher auf der Wiese, auf der wir gewesen sind wohl Getreide angebaut. Zumindest nehme ich das einmal an. Heute sieht man in dieser Gegend nirgendwo Getreide, auf den meisten Feldern rund um Santiago del Teide stehen Weinstöcke in Reih und Glied aber vielleicht sind mir die Felder nur nie aufgefallen. Den relativ großen, kreisrunden Druschplatz habe ich in all den vergangenen Jahren ja auch nicht gesehen.

Wenn ihr mehr über die Mandelbäume und die Bedeutung der Mandel auf den Kanarischen Inseln wissen wollt, lest doch meine Beiträge von den vergangenen Jahren. Viel Spass und hasta pronto …

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Schneelandschaft im Jänner

Eigentlich wäre am Donnerstag ja ein ganz normaler Arbeitstag gewesen, obwohl ein strahlend blauer und wolkenloser Himmel bereits früh am Morgen eine ganz andere Botschaft zu mir geschickt hat. Einmal durch die verschneite Landschaft rund um den Teide zu fahren wäre einfach zu verlockend – vor allem bei diesem schönen Wetter. Noch dazu unter der Woche, wo fast niemand unterwegs ist. Das Wochenende ist für kein Thema, denn erstens haben wir am Samstag und Sonntag ARTlandya geöffnet aber auch wenn wir Zeit hätten, wäre das ein ganz schlechter Zeitpunkt einen Ausflug in die verschneiten Canadas zu unternehmen. Warum? Ganz einfach – wenn einmal im Jahr Schnee liegt, wollen alle großen und kleinen Inselbewohner zur weißen Pracht und auf den Zufahrtsstraßen bildet sich eine elendslange Schlange aus Blech. Im Stau stehen zählt nicht wirklich zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.

Was soll’s, in diesem Jahr gibt es eben wieder keine Fahrt durch die Schneelandschaft, denn bei dem schönen Wetter schwindet der Schnee fast so schnell, wie er vom Himmel gefallen ist. Vor einem Jahr hat uns das Virus mit der Krone einen Strich durch die Rechnung gemacht und heuer die Arbeit. Was sein muss, muss sein und man kann eben nicht immer so, wie man will. Aber dann ist trotzdem alles ganz anders gekommen …

… und wir haben uns auf den Weg nach La Laguna gemacht. In einem Vorort der Stadt gibt es eine kleine Töpferei, wo Georg den Ton für seinen Formenbau kaufen kann. Die Fahrt war zum Glück schon lange fällig und nachdem wir dann sowieso in der Nähe von La Esperanza waren, sind wir kurzerhand über den Nationalpark wieder nach Hause gefahren.

Die Route durch den Esperanzawald ist jedes Mal ein Erlebnis. Egal, wie oft man diese Strecke fährt, diese Landschaft ist etwas ganz besonderes und niemand sollte den Fehler machen, im Eiltempo die Kilometer hinter sich zu lassen. Der Weg ist in dem Fall das Ziel und jeder sollte sich Zeit nehmen und so oft wie möglich die einzigartige Aussicht genießen. Es zahlt sich aus!

Seit in diesen Zeiten die meisten Restaurants und Bars geschlossen sind, haben wir uns angewöhnt selbst für unsere Verpflegung zu sorgen und so können wir, wenn wir irgendwo ein schönes, sonniges Fleckchen finden, ganz gemütlich eine Pause machen und unser Picknick auspacken. Das haben wir dieses Mal auch gemacht. Knuspriges Baguette, köstlichen Schinken, ein bisschen frischen Ziegenkäse, eine saftige Tomate, kühles Bier und kaltes Wasser, dazu eine wunderschöne Landschaft zu Füßen und die verschneite Spitze des Teide als Kulisse im Hintergrund – schöner geht nicht! Okay, ein heißer Espresso als Abschluss wäre noch das Tüpfelchen auf dem i gewesen.

Am Vormittag waren nicht sehr viele Autos unterwegs. Ab und zu haben wir einen Radfahrer überholt und sonst waren eigentlich mehr Motorräder als Autos auf der Strasse. Ab Mittag wurde es etwas lebendiger. Viele Familien mit Kindern haben sich ebenfalls auf den Weg Richtung Schnee gemacht. Warum sollte es hier auf der Insel anders als bei uns zu Hause in den Bergen sein?

Auch wir sind im Winter, wenn es geschneit hat, mit unseren Kindern mit Schlitten und den bekannten Bretteln zu den nächsten Hügeln gefahren. Schnee ist eben etwas ganz besonderes und da macht es keinen Unterschied ob er auf einer Insel im Atlantik vom Himmel fällt oder im Alpenland. Spass im Schnee ist mehr, als eine Piste hinunter zu brettern. Auch ohne Ski, Snowboard oder perfekten Schlitten kann es lustig sein. Hauptsache man kann rutschen und der Schnee knirscht unter den Füßen.

Jeder kennt ihn und jeder liebt ihn – den Schneemann, el muñeco de nieve. Drei Kugeln, eine Karotte, zwei Kohlestücke und ein Besenstiel – so hat ein Schneemann auszusehen. Aber woher weiß man das? „Wer hat’s erfunden?“ Die Finnen oder wieder einmal die Schweizer? Ich weiß es nicht, aber vielleicht hat ja jemand von euch eine Ahnung? Auf alle Fälle gibt es ihn in allen Größen, mal mit Hut, mal ohne, manchmal bekommt er sogar Arme aus Ästen und winkt uns damit fröhlich zu. Dieser kleine Kerl hat sogar einen Schal um den Hals bekommen. Ob er wohl noch immer am tapfer und in voller Größe am Straßenrand steht?

Schneemänner sind unpolitisch und haben keinen religiösen Hintergrund, aus diesem Grund sind sie auf der ganzen Welt willkommen – und sie kennen keine Vorurteile! Vielleicht steht auch aus diesem Grund auf Teneriffa das ganze Jahr über ein Schneemann mitten in einem Kreisverkehr von Santa Cruz? Die Geschichte erzähle ich euch in den nächsten Tagen, heute habe ich leider noch einiges auf meinem Terminplan stehen oder wie Paulchen Panther auf die Frage „Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?“ antworten würde: „Heute ist nicht alle Tage; ich komm wieder, keine Frage!“

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Regen + Sonne = Regenbogen

Der Regenbogen ist für mich eine der schönsten Erscheinungen am Himmel. Stellt euch einmal vor, noch blitzt und donnert es, der Regen prasselt nieder. Plötzlich schwindeln sich ein paar Sonnenstrahlen in die Szene und unverhofft steht er am Himmel und versetzt uns in Staunen – ein bunter Regenbogen!

Seit gut einer Woche, aber vor allem seit drei Tagen ist das Wetter auf unserer Insel im Atlantik ziemlich abwechslungsreich, es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Filomena ist da sehr kreativ. Es hat wie aus Kübeln geschüttet, der Teide hat sich seine weiße Winterhaube übergestülpt und wenn sich zwischendurch die Sonne durch die Wolken gekämpft hat, haben Regentropfen und Sonnenstrahlen faszinierende, bunte Bögen in die Landschaft gemalt – los colores del arcoíris.

Gerade war es noch ein ganz normaler, leicht bewölkter Himmel und plötzlich taucht da ein Bogen voller Farben auf. Er spannt sich weit und bunt vom Land übers Meer. Irgendwie real aber trotzdem nur eine Sinnestäuschung, die wunderschön ist und die Seele streichelt.

„Die Arbeit läuft nicht davon, während du dem Kind einen Regenbogen zeigst.“ sagt eine östliche Weisheit

In der Mythologie vieler Kulturen ist der Regenbogen das Bindeglied zwischen der Welt der Götter und den Menschen. Die Ureinwohner in Australien verehren wahrscheinlich auch aus diesem Grund die Regenbogenschlange als Schöpfer der Welt, bei den alten Griechen reiste Iris als Botin der Göttin Hera auf dem Regenbogen vom Himmel, oder besser gesagt vom Olymp, auf die Erde. In der irischen Mythologie hat der Leprechaun seinen Goldschatz am Ende des Regenbogens vergraben. Gefunden wurde er allerdings bis jetzt noch nicht.

Laut einer uralten Prophezeiung der Indianer werden nach der Verwüstung der Erde die „Krieger des Regenbogens“ die Erde bevölkern. Dafür haben wir allerdings nicht auf die große Verwüstung warten müssen, das ist auch heutzutage schon so, oder? Aber die Indianer wussten damals wahrscheinlich noch nicht, dass die Welt kugelrund und groß ist und außer ihrem Volk noch viele andere Rassen darauf verteilt sind. Und wer weiß, was sie damals unter Verwüstung der Erde verstanden haben? Ich weiß es nicht.

Ach ja, Greenpeace hat den Regenbogen zu seinem Erkennungszeichen ernannt und sein Flaggschiff auf den Namen „Rainbow Warrior“ getauft.

Im weltweiten Wissen habe ich zum Thema Regenbogen noch folgende Information gefunden: „Regenbögen entstehen durch Spiegelung und wellenlängenabhängige Brechung des Sonnenlichts in den annähernd kugelförmigen Wassertropfen einer Regenwand oder -wolke. Dazu hat der Beobachter die Regenwand vor und die Sonne hinter sich. Als ein nicht alltägliches und beeindruckendes Naturschauspiel haben Regenbögen ihre Spuren in der Kulturgeschichte der Menschheit hinterlassen und sind zudem ein in unzähligen Kunstwerken dargestelltes Bildmotiv. Da der Regenbogen weltweit bekannt und mit zahlreichen positiven Attributen versehen ist, hat er auch immer wieder Einzug in die Symbolik gehalten. Er bringt meist Vielfalt zum Ausdruck. Mythen sprechen ihm oft die Rolle eines Mittlers oder einer Brücke zwischen Götter- und Menschenwelt zu.“

Eigentlich alles nette Geschichten und es gibt mit Sicherheit noch viele mehr. Sie gefallen mir alle – durch die Bank, aber mein Favorit ist eindeutig das irische Männchen, das am Ende des Regenbogens einen Topf voll Gold vergraben haben soll. Vielleicht finde ich ihn ja einmal? Mit viel Glück müsste es doch möglich sein.  Na, ich bin dann mal weg. Heute wird es nichts mehr mit der Suche nach dem Schatz. Es ist weit und breit kein Regenbogen mehr zu sehen – aber morgen ist ja ein neuer Tag!

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