Blumen und Feuerwerk

Blumen und Feuerwerk, cruces y fuegos de mayo, las flores y fuegos artificiales – tagsüber stehen in Los Realejos die Kreuze im Mittelpunkt und nach der Messe und einer prunkvollen Prozession findet in der Nacht das wohl größte und berühmteste Feuerwerk der Kanarischen Inseln statt. Zwei Stadtviertel veranstalten dieses Spektakel, bei dem sich die Straßen Calle del Sol und Calle del Medio mit ihren Feuerwerkskünsten zu überbieten versuchen. So will es die Tradition.

La Invención de la Cruz gehört zu den ältesten Festen der Insel und wurde schon bald nach der Eroberung von Bischof Muros ins Leben gerufen. Ursprünglich war es ein kirchliches Fest mit Tanz, Lagerfeuer und Blumenschmuck. Im Laufe der Zeit wurden dann immer mehr Kreuze, Kapellen und Privathäuser aufwendig geschmückt und die rauchenden Maifeuer Lagerfeuer haben sich ein grandioses Feuerwerk verwandelt.

Die Geschichte geht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Alles begann mit der Rivalität zweier Stadtteile oder genau gesagt von zwei Gassen. Es war ein Wettstreit der Bewohner von zwei Straßen in einer weit auseinander klaffende Zweiklassen Gesellschaft. In der Calle del Medio lebten reiche Bürger, Grundbesitzer und Landherren, man nannte die Straße deshalb auch Calle de los Marqueses.

In der Calle del Sol wohnten die ärmeren Leute. Die meisten waren ungebildete Tagelöhner, einfache Landarbeiter und Kleinbauern, die in primitiven, kleinen Wohnungen am Rand der großen Felder der angrenzenden Haciendas und Landgüter hausten. Diese Lebensumstände waren der Grund der Rivalität des Wettstreits zweier Straßen, sozusagen ein Konflikt zwischen Markgrafen und Bauern. Aber da war doch noch dieses kirchliche Fest für die Verehrung des Kreuzes am 3. Mai?  Die allerbeste Gelegenheit, um den reichen Nachbarn zu zeigen, dass der kleine Mann von nebenan gleich gut sein konnte, wie der wohlhabende Bürger. Auch wenn damals bereits Geld die Welt regierte. Die ganze Geschichte und viele Fotos von dem gigantischen Feuerwerk könnt ihr auf meinem Blogbeitrag vom Feuerzauber in Los Realejos nachlesen.

Wir haben gestern nur einen Rundgang durch die alten Gassen von Los Realejos und Cruz Santa gemacht. Viele fertige Kunstwerke konnten wir noch nicht sehen, aber überall waren die Vorbereitungen in vollem Gang und bei diesem Spaziergang möchte ich euch gerne mitnehmen.

Cruz Santa ist ein Ortsteil der im wahrsten Sinne des Wortes hoch über Los Realejos thront. Genau genommen liegt der Ort im Orotava-Tal, in einer Gegend, die früher als Pago de Higa bekannt war.

Es gibt eine Legende von einem Reiter und einem Pferd, der bei einem Ritt durch den Barranco la Raya fast tödlich verunglückt wäre und bei seinem Sturz ein Kreuz gefunden haben soll. Daraufhin versprach er eine Kapelle zu bauen und der Ort wurde in Cruz Santa, also Heiliges Kreuz, umbenannt. Das Kreuz selbst wird in einem Gehäuse aus Silber und Kristall aufbewahrt. Ich vermute, es wird in der Kirche sein, aber das weiß ich nicht, denn gestern waren die Kirchentore leider verschlossen.

Nachdem es gestern Mittag noch nicht viel zu sehen gab und das Wetter auch ziemlich grau und trüb war, haben wir uns auf den Weg nach Los Realejos gemacht.

La Parroquia Matriz del Apóstol Santiago, soll eines der ersten religiösen Gebäude auf Teneriffa gewesen sein. Zu dieser Zeit muss man sich allerdings eher eine primitive, sakrale Hütte mit einem einfachen Strohdach vorstellen. Die wurde kurzerhand zum christlichen Tempel zu Ehren des Apostels Jakob. Eine richtige Kirche wurde erst im Laufe der nächsten Jahre gebaut. Für die Spanier musste es ja ruck zuck schnell gehen, denn die aus den Menceys der Guanchen sollten Christen werden. Aus diesem Grund fand nach der Eroberung der Insel bereits am 25. Juli 1496 hier die Taufe der neun Menceys statt. Aber das ist wirklich eine andere Geschichte.

Was mir gestern das erste Mal aufgefallen ist – das Dach des Kirchturms ist durchlöchert wie ein Emmentaler Käse. Der Turm wurde 1774 neu gebaut und wurde mit bunten Keramikschindeln gedeckt. Wozu die Öffnungen im Dach sein sollen? Ich habe keine Ahnung.

Wenn ich irgendwo ein offenes Kirchentor sehe, kann ich natürlich nicht dran vorbei gehen. Mir gefallen Kirchen und Friedhöfe und diese Kirche ist besonders schön. Vor allem die Holzdecke im Altarraum ist faszinierend. Der Blumenschmuck war leider noch nicht fertig, trotzdem hat sich der Zwischenstopp in der Kirche gelohnt.

Heute wird in allen Gemeinden, die das Wort cruz im Namen tragen gefeiert, es ist ein ganz besonderer Feiertag. Und das ist in vielen Dörfern und Städten der Fall, denn irgendein Ortsteil hat schon ein Kreuz im Namen. Jeder Ort hat für diesen Tag seine eigenen Traditionen, doch eines haben alle gemeinsam – die geschmückten Kreuze. 

Auch in Los Realejos haben uns die Wolken begleitet und so sind wir nach einem kurzen Rundgang ein paar Kilometer weiter nach Puerto de la Cruz gefahren. An der Mole beim alten Hafen haben wir den Tag mit ein paar Sonnenstrahlen und glucksenden Wellen ausklingen lassen.

Ein paar Fotos habe ich noch, auf dem Weg zum Parkplatz haben wir noch diese Kunstwerke gesehen.

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Granadilla – ein häßlicher Hafen und ein besonderes Schiff

Granadilla de Abona – der Namen des Ortes hat ein schönen Klang für mich. Woher der Name kommt? Ich habe gelesen, dass einige kluge Köpfe von Forschern vermuten, dass der Name der Stadt von Siedlern wegen der Ähnlichkeit der Landschaft von Granada in Spanien stammen könnte. Keine Ahnung ob das so war, ich kenne Granada leider nicht. Aber ich will heute sowieso nicht über das Städtchen Granadilla de Abona erzählen…

Ich bin ja gerne in Häfen unterwegs und deshalb war ich auch neugierig, wie wohl der Hafen von Granadilla aussieht. Das Wetter war ziemlich durchwachsen, genau gesagt windig bis stürmisch, graue Wolken und als Draufgabe hat es sogar noch zu regnen begonnen. Der sonnige Süden hat seinem Namen dieses Mal wirklich keine große Ehre gemacht.

Auf Teneriffa, wie auch auf allen anderen Inseln der Kanaren, kommt der Strom, der aus der Steckdose kommt nicht von der Sonne oder sonstigen grünen Lieferanten. Er wird, wie fast überall, aus Öl produziert. Hier, neben dem Hafen von Granadilla arbeiten sie im Institut ITER mit erneuerbaren Energien. Soviel weiß, beschäftigen sie sich mit Photovoltaik, Windenergie und nachhaltiger Architektur. 

Früher, also vor Corona, konnte man das Gelände besuchen und sich selbst ein Bild machen, seit zwei Jahren ist der Schlagbaum leider zu und man kann nur die Windräder, die hier in der Gegend ziemlich dicht an dicht stehen bestaunen. Die Frage, warum sich von den vielen Windrädern immer nur ein paar wenige bewegen, kann ich mir selbst nicht beantworten aber irgendwann wird das Besucherzentrum ja wieder öffnen und vielleicht löst sich dieses Rätsel dann für mich. Ich habe leider nur ein Foto mit blauem Himmel, Minuten später haben die grauen Wolken die Herrschaft am Himmel übernommen.

Das sind ein paar der Gebäude auf dem Weg zum Hafen. Vom Hafenbecken oder der Anlage selbst habe ich keine Fotos. Meine Kamera ist leider sehr wasserscheu und bei den Regentropfen, die vom Wind durch die Gegend getrieben wurden, wollte ich sie nicht eines besseren belehren. Wasser und Kamera sind für mich ein sehr empfindliches Thema

Für diesen Hafen wurden ja vor Jahren große Pläne geschmiedet. Er sollte riesig werden und einen begehrten Anlegeplatz für Kreuzfahrtschiffe werden. Geworden ist daraus nicht viel, denn der ständige Wind und die gesamte Infrastruktur sind wirklich nicht die beste Voraussetzung für exclusiven und nachhaltigen Tourismus, oder doch? Diese skurrilen Gebäude geben zwar für mich ein tolles Fotomotiv ab, aber der begleitende Geruch und das ganze Drum Herum sprechen eine andere Sprache für sich. Die Korruption hat bei diesen Plänen wohl die Hauptrolle übernommen. Aber man weiß es nicht so genau.

Außer einer riesigen Baustelle gibt es hier ohnehin nicht viel zu sehen. Weit draußen, am Rand des Hafenbeckens steht noch eine der vier alten Ölplattformen im Wasser und im Hafen liegt einsam und verlassen ein einziges Schiffe. Davon habe ich kein eigenes, vorzeigbares Bild, deshalb zeige ich hier ein Foto aus der Zeitung El Dia. Warum? Weil es ein sehr besonderes Schiff ist.

Es ist die Global Mercy®, das größte zivile Krankenhausschiff der Welt und ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht einmal gewusst habe, dass es so etwas überhaupt gibt. Ich habe noch nie davon gehört. Naja, für die Medien ist es wahrscheinlich kein besonders ergiebiges Thema, wer interessiert sich schon für gut Meldungen? Negative Katastrophenmeldungen begeistern erreichen eben mehr Menschen und man kann damit tolle Geschäfte machen.

Ende März, also vor ein paar Tagen, ist das Krankenhausschiff in Granadilla eingetroffen, wird hier fertig ausgerüstet, die Besatzung aus freiwilligen Helfern vollständig gemacht und dann wird es Anfang Mai Richtung Senegal, mit dem Ziel Dakar, auslaufen. In den vergangenen dreißig Jahren war Ships of Hope in vierzehn afrikanischen Ländern unterwegs um dort kostenlose Operationen, medizinische Ausbildungsprojekte und den Ausbau der Gesundheitsinfrastruktur möglich zu machen.

Über Schiffe der Hoffnung
Mercy Ships nutzt Krankenhausschiffe, um kostenlose, erstklassige Gesundheitsdienste, Krankenhausinfrastruktur und nachhaltige Entwicklung für Menschen mit eingeschränktem Zugang in den Entwicklungsländern bereitzustellen. Mercy Ships wurde 1978 von Don und Deyon Stephens gegründet und hat in mehr als 55 Entwicklungsländern gearbeitet, Dienstleistungen im Wert von mehr als 1,5 Milliarden Euro erbracht und mehr als 2,8 Millionen Menschen direkt geholfen. Unsere Schiffe sind mit Freiwilligen aus mehr als 60 Ländern besetzt, mit durchschnittlich mehr als 1.200 Freiwilligen pro Jahr. Fachleute wie Chirurgen, Zahnärzte, Krankenschwestern, Gesundheitspädagogen, Lehrer, Köche, Seeleute, Ingenieure und Landwirte spenden ihre Zeit und ihr Können. Mercy Ships strebt danach, Menschen zu verändern und Nationen zu dienen.

„Jeder Mensch ist wertvoll – jeder Mensch hat das Recht auf Gesundheit.“ ist der Leitfaden dieser Organisation und wer mehr über die Mercy Ships erfahren will, findet alle Informationen auf ihrer Webseite. Einfach auf den Link klicken.

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Wellenspiele bei Buenavista del Norte

Auch auf Teneriffa hat der Frühling begonnen, doch zur Zeit ist das Wetter bei uns leider ziemlich wechselhaft und launisch. Petrus hat das Spiel mit den Wolken entdeckt und anscheinend gefällt es ihm ganz gut. Ich hoffe, irgendwann wird es ihm zu langweilig, aber wer weiß das schon so genau? Auf den Fotos vom Tag des Frühlingsbeginns ist der Himmel deshalb mehr grau als blau, aber ein Spaziergang an der Küste ist auch mit grauem Hintergrund wunderschön.

Wir wollten nicht weit fahren und so haben wir uns für die Küste von Buenavista del Norte entschieden. Also nichts wie auf nach Buenavista del Norte oder besser gesagt Richtung Punta de Teno. Ein bisschen außerhalb des Ortes, ganz in der Nähe des Golfplatzes, kann man die Küste in dieser Gegend ganz bequem auf angelegten Wegen erkunden. Einer davon schlängelt sich rund um den Golfplatz und man kommt zum La Playa de los Barqueros und den ehemaligen Salinen der Gegend. Wir wollten dieses Mal allerdings in die entgegengesetzte Richtung.

Teneriffa ohne Kakteen kann man sich nicht vorstellen, aber hier sind besonders viele und vor allem viele verschiedene stachelige Gesellen vertreten. Kein Wunder, denn ganz in der Nähe soll eine der größten Kakteengärtnereien Europas sein.

Vom Weg aus gesehen, kann ich das nicht erkennen, doch oft verbirgt sich hinter hohen Mauern und Zäunen etwas ganz anderes als man vermutet. Die Gebäude haben allerdings schon bessere Zeiten gesehen, aber der Eindruck kann natürlich täuschen.

Gegenüber stehen ein paar halb fertige oder halb verfallene Häuschen in der Gegend. Dahinter ist ein großer Platz mit zwei Steinmonumenten. Oder sind es versteinerte Segel?

Ich habe keine Ahnung. Davor steht ein Informationsschild, das über die Geschichte der Kamele auf der Insel erzählt. Den Zusammenhang mit den Kunstwerken aus Stein und den Wüstenschiffen habe ich nicht wirklich gefunden, aber vielleicht fehlt mir dazu einfach die Fantasie…

Es ist zwar nicht sehr bekannt, aber in Buenavista del Norte gibt es sage und schreibe acht Strände! Zur Zeit ist davon allerdings nicht besonders viel zu erkennen und wenn man die Landschaft das erste Mal im Winter sieht, kann man sich das gar nicht vorstellen. Weit und breit kein Sand in Sicht und man fragt sich, warum da auch noch ein Weg hinunter führt.

Die kräftigen Atlantikwellen nehmen den Sand in den Wintermonaten mit ins Meer und bringen ihn erst im Sommer wieder zurück. Das macht auch richtig Sinn, denn schwimmen wäre bei der starken Brandung lebensgefährlich und so wird niemand in Versuchung geführt es doch zu versuchen. Ich zeige euch hier einmal drei Fotos – die beiden Fotos links habe ich im Sommer gemacht und das andere am vergangenen Montag.

„… das Meer öffnet sich uns mit seiner Wildheit. Die Wellen streifen die Felsen und hinterlassen weiße Fäden aus Meerschaum, die sich in der Schwärze der Oberfläche verfangen...“

Am Playa del Fraile ist der Weg dann zu Ende und wir kehren wieder um. Ihr könnt gerne noch einen Spaziergang durch die Galerie machen, ich glaube, die Fotos erzählen ihre eigene Geschichte.

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La Villa y Puerto Garachico

In vielen Reiseführern wird das kleine Städtchen Garachico ja noch oft als Geheimtipp verkauft, doch das ist es mit Sicherheit schon lange nicht mehr. Garachico ist ein hübscher Ort und tagsüber tummeln sich dort Touristen aus aller Herren Länder. Ich bin mir sicher, dass fast jeder Besucher von Teneriffa die Geschichte vom letzten Vulkanausbruch, dem verloren gegangenen Hafen und die Entstehung der Meeresschwimmbecken kennt. Habe ich recht? Ich glaube schon.

„La Villa y Puerto Garachico wurde Ende des 15. Jahrhunderts von dem genuesischen Bankier Cristóbal de Ponte gegründet. Das 16. und 17. Jahrhundert bildeten das goldene Zeitalter der Geschichte von Garachico. Der wirtschaftliche Wohlstand des Ortes basierte auf der Konsolidierung seiner Reede, insbesondere im 16. Jahrhundert, als Haupttor Teneriffas mit dem Handelsverkehr mit Europa, Amerika und Afrika“ kann man in den Unterlagen der Stadt lesen. Aber die Geschichte beginnt ein kleines Stückchen neben der Stadt – und wir haben am Montag einen Spaziergang dorthin gemacht…

Heute kann ich mir das gar nicht mehr vorstellen, aber vor dem Vulkanausbruch reichte das Meer bis San Pedro del Daute. „Antiguamente, antes de que la lava cubriera Garachico, el muelle llegaba hasta este barrio del municipio.“ erzählte José Velázquez Méndez, ein Chronist von Garachico. Damals hatte der Ort 628 Einwohner, die fast alle auf dem Meer arbeiteten. Nicht auf den großen Schiffen, die hier ankamen, sondern auf kleinen Booten. Sie halfen auch bei den Arbeiten im Hafen.

Im Hafen kamen Schiffe aus aller Welt an, es wurde reger Handel betrieben und die Bewohner der Gemeinde wurde immer reicher. So wurde es Zeit, endlich eine Kirche zu bauen. Es wird angenommen, dass die erste Siedlung der heutigen Isla Baja, die von San Pedro de Daute, auf dem Hügel westlich der Bucht von Garachico, war. Es war der perfekte Ort mit einem natürlichen Aussichtspunkt mit Blick auf die Küste. Das war in dieser Zeit ziemlich wichtig, denn man darf nicht vergessen, dass auf den Weltmeeren nicht nur friedliche Handelsschiffe sondern auch Piraten unterwegs waren.

Hier wurde im Jahr 1497 auch mit dem Bau der ersten Kirche begonnen. In den ersten Büchern des Cabildo von Teneriffa steht, dass es in San Pedro seit 1509 eine Kirche gab und dass dort im Jahr 1514 eine Pfarrei gegründet wurde, die als „Oberhaupt der kirchlichen Wohltätigkeit von Daute“ bezeichnet wurde. Später wurde die Kirche vergrößert doch 1588 wurde in Garachico das erste Kloster gegründet und am Ende verlagerte sich das kirchliche Leben in die mittlerweile ebenfalls errichtete Kirche Santa Ana. San Pedro wurde immer unwichtiger und hatte bald so gut wie keine Bedeutung mehr. Es wurde vergessen, dabei ist es eigentlich die Keimzelle der Stadt Garachico.

Das Gebiet von San Pedro de Daute war ein geografisch wichtiger Punkt, da es weit von der Costa de Daute entfernt war, was es den Eroberern ermöglichte, vor Piraten aus Frankreich und Großbritannien zu fliehen. Die Straße, die das Dorf durchquerte, verband den Rest der Isla Baja mit dem Hafen von Garachico, dem Tor zur großen, weiten Welt. Die Gegend war perfekt für die Landwirtschaft geeignet und zwischen 1501 und 1516 wurde mit viel Geld der Banken von Sevilla und Genua die Produktion von Zuckerrohr. Nach dem Ausbruch des Vulkans im Jahr 1706 war das Gebiet von San Pedro del Daute eines der wenigen, das der Lava entging. Kein Wunder, es befand sich ja hoch oben auf der Spitze der Landzunge.

Nach einem kleinen Rundgang in San Pedro sind wir auf der alten Straße weiter nach Las Cruces spaziert. Auf dem Weg hat man einen wunderschönen Blick auf eines der ältesten Herrenhäuser dieser Gegend – la Hacienda del Marqués de la Quinta Roja. Auf den Ländereien des ersten Marquis von La Quinta Roja, Cristóbal de Ponte y Llarena wuchsen früher Wein, Getreide und Zuckerrohr in Hülle und Fülle. Das imposante Herrenhaus wurde 1735 fertig gestellt und hinter seinen Mauern verbergen sich mit Sicherheit viele Geschichten der Insel. Geschichten über die Freimaurerei, geheimnisvolle Handelspakte, geheime Liebesaffären und andere Schicksale. Schade, dass es noch immer niemand geschafft hat, eine Maschine für eine kurze Zeitreise zu erfinden. Ich würde liebend gerne einmal einen Tag in so einem Herrenhaus erleben.

Cristóbal de Ponte, der aus Genua stammte, gründete bekanntlich um 1500 Garachico. Er bekam dieses Land kurz nach der Eroberung der Insel von Adelantado Fernández de Lugo als Gegenleistung für das Darlehen, das er zur Finanzierung der Eroberung der Insel aufgenommen hatte. Das Haus war für lange Zeit die Residenzen der Marquise von La Quinta Roja. Einen von ihnen, Diego de Ponte y del Castillo, kennt ihr vielleicht aus La Orotava. Er ist der berühmte Freimaurer, für den das Mausoleum in den Jardines de la Quinta Roja in La Orotava, gebaut worden ist. Aber das ist jetzt wirklich eine andere Geschichte.

Ein Stückchen weiter steht noch ein altes Haus in der Landschaft. Den Namen habe ich leider nicht heraus gefunden, aber in einem anderen Jahrhundert war es sicher ebenfalls ein schönes Herrenhaus, das viele Geschichten erzählen könnte. Leider verfällt es jedes Jahr ein Stücken mehr und wenn nicht bald etwas geschieht, wird es sich wohl in Staub auflösen und in sich zusammen fallen.

Von Las Cruces kann ich so gut wie nichts erzählen aber ich werde mit diesem Namen wahrscheinlich noch lange einen himmelblauen Fußballplatz vor meinen Augen haben. Spielt man da Fußball oder Wasserball? Ich konnte leider niemanden fragen, denn wir haben weit und breit keinen Menschen auf der Straße gesehen.

Nachdem die alte Straße hier auf die neue Hauptstrasse trifft, haben wir entschieden, umzudrehen. Am Ende der Gasse führt nur mehr eine kurze Stiege auf die Hauptstrasse und am Straßenrand wollen wir nicht weiter gehen.

Also genießen wir noch einmal die tolle Aussicht, denn hier liegt uns die ganze Isla Baja zu Füßen. Nach einem letzten Blick Richtung Los Silos mache wir uns wieder auf den Heimweg, unser Auto wartet in Garachico auf uns…

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Die AIDAnova in Santa Cruz

Heute ist der achtundzwanzigste des Monats und weil wir kein Schaltjahr haben, auch der letzte Tag im Februar. Vor genau einer Woche stand am Montag ein besonderes Datum im Kalender. Der 22. 02. 2022. Man kann es drehen und wenden wie man will, dieses Datum liest man von vorne und von hinten gleich. Die Fachleute nennen es ein kalendarisches Palindrom, für mich ist es ein schönes Zahlenspiel. Auf das nächste Datum dieser Art müssen wir allerdings noch ein paar Jährchen warten, genau genommen wird es erst am 03.02.2030, also in acht Jahren, so weit sein.

Man kann auch mit Buchstaben herrlich spielen. Es gibt sowohl Wörter aber ebenso ganze Sätze, die vorwärts und rückwärts gelesen den gleichen Sinn ergeben. Auch wenn sie nicht wirklich Sinn machen. Ein Esel lese nie oder ein esel lesE niE Und dann wäre da noch das Anagramm, wo man ein Wort zwar ebenfalls rückwärts lesen kann, die aneinander gereihten Buchstaben dann aber eine andere Bedeutung bekommen. Nebel und Leben oder Lager und Regal fallen mir dazu spontan ein.

Was habe ich am 22. 02. 2022 gemacht? Wir haben ein bestimmtes Geschäft für Schmuckzubehör in Santa Cruz gesucht. Ein Bekannter hat uns davon erzählt und da ich schon seit Wochen nach ganz bestimmten Lavaperlen suche, hatte ich die Hoffnung, sie dort zu ergattern. Wir leben zwar auf einer Insel, die eigentlich ein einziger Berg ist. Ein Berg, der aus verschiedenen Lavaschichten in allen Farben und Formen besteht. Überall stolpert man über Steine aus Lava, aber ich konnte noch niemanden ausfindig machen, der daraus Perlen herstellt.

Lange Rede kurzer Sinn – wir haben nach langem Suchen das Geschäft nicht gefunden und so muss ich meine Augen und Ohren wohl oder übel weiter offen lassen. Irgendwann wird es sich ergeben und ich werde finden wonach ich suche. Das Leben ist eben kein Wunschkonzert. Egal.

Positiv bleiben ist die Devise und deshalb haben wir den Tag am Strand von Santa Cruz, la Playa de las Teresitas, ausklingen lassen. Im Hafen lag an diesem Tag die AIDAnova vor Anker. Ein riesiger Koloss aus Metall, der mit seinen 22 Decks den Hochhäusern der Stadt durchaus Konkurrenz machen kann.

Geschmäcker sind zum Glück ja verschieden, aber auf so einem schwimmenden Hochhaus möchte ich keinen Urlaub machen. Da würde mich so ein Segelschiff wie die Amundsen schon mehr reizen.

„Die AIDAnova ist das größte Kreuzfahrtschiff, das jemals in Deutschland gebaut wurde und es ist das sauberste. Als weltweit erster Ozeanriese fährt die AIDAnova mit Flüssigerdgas (LNG). So lässt sich der Ausstoß von Feinstaub und Schwefeloxiden vollständig vermeiden; Stickoxide und Kohlendioxid werden deutlich reduziert. Für diese Technologie hat die Bundesregierung das Schiff mit dem Umweltsiegel Blauer Engel ausgezeichnet – als erstes Kreuzfahrtschiff überhaupt.“ habe ich auf der Seite der Meyerwerft gelesen. Das klingt alles ganz gut und sauber, aber wie kommt das Flüßiggas zum Kreuzfahrtschiff? Vielleicht mit diesem Schiff, das ganz in der Nähe liegt?

Die AIDAnova wird zwar als besonders umweltfreundlich bezeichnet, aber in Deutschland funktioniert das schon einmal nicht. Die vier starken Motoren im Schiffsbauch sind eigentlich für den Betrieb mit emissionsarmen LNG, Liquefied Natural Gas, gebaut, aber um Flüssiggas zu tanken, muss die AIDAnova erst einmal mit Diesel nach Eemshaven in den Niederlanden fahren. In Deutschland dürfen LNG-Schiffe nämlich nur von LKWs aus betankt werden und so befüllt das Tankschiff Cardissa aus Antwerpen die drei Spezialtanks des Kreuzfahrtschiffes. Das Schiff auf dem Foto ist übrigens nur ein ganz normaler Frachter und hat nichts mit Flüßiggas zu tun.

Wir haben noch eine Stunde Sonnenschein am Strand genossen und sind anschließend gemütlich nach Hause gefahren. Solange die Sonne scheint ist es im Moment angenehm warm, aber sobald sie verschwindet, wird die Luft doch ziemlich frisch. Es ist eben Winter – auch auf der Insel des ewigen Frühlings…

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El Médano – das Spiel mit Wasser und Wind

Wenn ich den Namen El Médano höre, sehe ich sofort bunte Drachen am Himmel vor meinen Augen und denke an Wind und Wellen. Kein Wunder, dass sich gerade an diesem Strand vor allem Wind- und Kitesurfer im Wasser und in der Luft tummeln. Die vielen bunten Segel in der Luft gehören zum Himmel von El Médano wie Salz in die Suppe.

Der Platz an der Promenade ist ja nicht besonders einladend, aber solange die Sonne noch nicht zu heiß auf die Steinfläche knallt, hat man von den Stufen am Rand der Plaza sozusagen einen Logenplatz erster Klasse und kann in aller Ruhe das bunte Treiben genießen.

Ich glaube, das Leben spielt sich hier fast ausschließlich am Strand ab. Entweder im oder auf dem Wasser. Vielleicht auch in einer der vielen Bars oder ganz entspannt irgendwo im Sand. Platz ist genügend vorhanden, denn in und um den Ort gibt es gleich mehrere tolle Strände. Einer davon ist wahrscheinlich der bekannteste Strand von El Médano, la Playa de la Tejita, der längste Strand der Insel, der gleich ums Eck, direkt neben dem roten Berg, la Montaña Roja auf Sonnenanbeter wartet.

Die angenehmen Temperaturen, Sonne satt und die einzigartige Landschaft ziehen Surfer aus aller Welt an und der fast ständig wehend Winde machen den Ort zu einem wahren Surfer-Eldorado. Wobei sogar hier ab und zu Windstille herrschen kann – Freunde von uns können ein Lied davon singen. Das Leben ist leider kein Wunschkonzert! Sogar Petrus weiß das und weigert sich bis heute, einen Garantieschein fürs Wetter für irgendeinen Ort auf diesem blauen Planeten auszustellen.

Was kommt denn da geflogen? Was sind das für komische, bunte Vögel? Ach, es ist gar kein Vogel sondern ein Mensch mit einem Surfbrett an den Füßen, der an einem Drachen hängt. Kiter können beim richtigen Wind und der passenden Welle nicht nur viele Meter hoch springen, sondern, wie Segler und Surfer, auch gegen den Wind kreuzen. Mich wundert es immer wieder, dass sich die vielen Segel und Schnüre, die da gleichzeitig im Wind tanzen nicht miteinander verheddern und ins Wasser stürzen.

Kitesurfen, Kiteboarding, Flysurfing oder kurz kiten genannt, ist wahrscheinlich von Surfern und Seglern erfunden worden. Vielleicht musste ein Wellenreiter zu lange auf die perfekte Welle warten und hat deshalb den Wind zu Hilfe geholt?

Die Idee, durch Drachen Gegenstände und Personen zu bewegen, ist so alt wie der Flug-Drachen selbst. Schon immer wollten sich die Menschen mit Hilfe von Segeltuch und Wind fortbewegen und wenn man ein bisschen in den Geschichtsbüchern stöbert, findet man sogar schon bei den alten Ägyptern Gefährte, die mit Hilfe von Segeln durch die Wüste fuhren. Die Chinesen sollen gar schon tausend Jahre vor Christus aus Seide und Bambus Flugdrachen gebaut haben, um damit Menschen in die Luft zu befördern, die so leichter die Umgebung auskundschaften konnten.

Im Jahr 1820 experimentierte ein englischer Lehrer namens George Pocock mit Kutschen, die er mit zwei Segeln antrieb. Er soll damals schon ein System mit vier Seilen zum Lenken entwickelt haben, das heute noch so ähnlich verwendet wird. Seine berühmteste Erfindung ist eine Kutsche, die statt von Pferden, von Lenkdrachen gezogen wurde. Habe ich gelesen. Vielleicht hat sich daraus ja das Strandsegeln entwickelt? Das gibt es nämlich auch noch. Boote mit Rädern und Segeln, die mit ziemlich hoher Geschwindigkeit nicht übers Wasser sondern über den Sand zischen. Ich selbst habe das noch nie gesehen, aber auf Fuerteventura soll es eine beliebte Sportart sein. Wird Zeit, dass wir einmal selbst auf die Insel des Windes fahren. Bis dahin beobachte ich eben die bunten Drachen in El Médano

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Sterne und Träume

Sterne und Träume
Weißt du noch,
wie ich dir die Sterne vom Himmel holen wollte,
um uns einen Traum zu erfüllen?
Aber du meintest, sie hingen viel zu hoch!
Gestern streckte ich mich zufällig dem Himmel entgegen,
und ein Stern fiel in meine Hand hinein.
Er war noch warm und zeigte mir,
dass Träume vielleicht nicht sofort in Erfüllung gehen –
aber irgendwann?!
Markus Bomhard

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Wellenspiele am Playa del Socorro

Bei Santiago del Teide blühen bereits die Mandelbäume, der Teide hat wieder eine neue Schneehaube bekommen und ein Ausflug ins Anaga Gebirge wäre auch nicht so verkehrt. Wer die Wahl hat, hat die Qual – oder so ähnlich. Das Wetter war gestern allerdings nicht so berühmt und das hat uns fast dazu verführt, einfach daheim zu bleiben und einen gemütlichen Nachmittag auf der Coach zu verbringen.

Das haben wir natürlich nicht gemacht. Wir haben kurzerhand unsere Strandtücher und etwas Proviant in eine Tasche gepackt und haben uns auf den Weg zum Strand Richtung Los Realejos gemacht. Warmer, schwarzer Sand unter den Füßen, erfrischende Meeresluft um die Nase und tolle Wellen sind zu jeder Zeit wunderbar und eine perfekte Kulisse für ein paar schöne Stunden. Ein paar Sonnenstrahlen einfangen und ein bisschen Urlaubsfeeling am Anfang der Woche kann auch nicht schaden.

Der Blick auf die Küste der Insel ist auf dem Abschnitt von Puerto de la Cruz bis San Juan de la Rambla einzigartig auf der Insel. Zumindest sehe ich das so. Unter uns liegt ein fast menschenleerer Strand aber direkt an der Straße, die entlang der Küste führt, ist kein einzig freier Parkplatz zu erkennen. Das gibt’s doch gar nicht, oder? Bei einem schärferen Blick in die Wellenlandschaft löste sich das Rätsel aber ganz schnell auf. La Playa del Socorro ist ja besonders bei Surfern beliebt und Wellenreiter waren am Montag Nachmittag in Massen im Wasser. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich hier schon einmal so viele Surfer zugleich im Wasser gesehen habe.

Geduld, la paciencia, soll ja eine Tugend sein. Wenn das so ist, sind Surfer wohl die tugendhaftesten Menschen auf diesem Planeten, denn es wartet wohl niemand so geduldig auf seine Welle wie ein Surfer. Er treibt eine gefühlte Ewigkeit da draußen auf dem Wasser, bis der Augenblick kommt. Egal, wie kalt das Wasser ist oder die Wellen über ihn drüber rollen. Wann der perfekte Augenblick da ist, ist für Uneingeweihte wie mich überhaupt nicht zu erkennen, aber plötzlich ist er da! Wer immer da im vorher fast regungslos im Wasser treibt, richtet sich auf, springt auf die Füße und reitet los. Vielleicht auf der perfekten Welle…

Bleiben sie auf dem Brett stehen oder fallen sie jeden Moment kopfüber ins Wasser? Es ist spannend die Wellenreiter und das Meer zu beobachten und ruck zuck ist der Nachmittag vorbei gerauscht. Ich bin keine Sekunde während der drei Stunden am Strand, auf den Gedanken gekommen, mein vorsorglich mitgenommenes Buch aufzuschlagen. Ich habe es schlicht und einfach vergessen. Manchmal genügt es, einfach da zu sitzen, auf die Wellen zu schauen und an nichts zu denken.

„Jetzt kommt sie langsam auf dich zu, das Wasser schlägt dir ins Gesicht
siehst dein Leben wie ein Film, du kannst nicht glauben, dass sie bricht…
Das ist die perfekte Welle, das ist der perfekte Tag,
lass dich einfach von ihr tragen, denk am besten gar nicht nach…“

…hat Juli gesungen. Ich habe das Lied noch im Ohr. Ich bin mir ziemlich sicher, das es zur Zeit des Tsunamis von Tahiland gewesen ist, dass muss 2004 gewesen sein. Der Song wurde nicht im perfekten Moment heraus gebracht, denn wegen dieser Naturkatastrophe ist das Lied, zumindest in Österreich, nicht mehr im öffentlichen Rundfunk gespielt worden. Es war in diesem Fall nicht der perfekte Moment. Blöd gelaufen.

Wenn dieser bestimmte Moment da ist, muss der Surfer im Wasser, wie jeder Mensch im Leben, darauf gefasst sein. jetzt steht nur noch eine Frage im Raum – woran erkennt man die perfekte Welle, sprich den perfekten Moment im Leben?

„Wellen sind über das Meer reisende Energie. Sie reisen oft Hunderte oder gar Tausende Kilometer weit, um an einem bestimmten Ort und Zeitpunkt auf den Strand zu treffen. Das ist unser Moment als Surfer.“ Autor unbekannt

Für andere Wasserratten, sprich normale Schwimmer ist dieser Strand sogar im Sommer nicht besonders gut geeignet, da die Strömungen in der Bucht oft sehr stark, und damit für Schwimmer gefährlich, sind. Die rote Fahne ist hier aus diesem Grund relativ oft zu sehen.

Manchmal sagen Namen eben schon alles Wissenswerte aus, Auf deutsch heißt  socorro nämlich Hilfe, Bergung oder Rettung und das ist wirklich ein sehr passender Name für gefährliche Strömungen und hohen Wellen. Also immer daran denken – der Atlantik ist kein Schwimmbecken und schon gar keine Badewanne!

Ach ja, damit ich nicht drauf vergesse – La Playa del Socorro liegt zwischen Los Realejos und San Juan de la Rambla, nicht zu verwechseln mit einem Strand auf der anderen Seite der Insel. La Playa de Chimisay wird ebenfalls oft Playa del Socorro genannt, aber dieser Strand gehört zum Gemeindegebiet von Güímar und hat eine wichtige historische und kulturelle Bedeutung als Ort, wo die Guanchen, Jahre vor der Eroberung durch die Spanier, die berühmte Jungfrau von Candelaria fanden.

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Die Gorch Fock in Santa Cruz

Als ursprüngliche Bewohnerin eines Alpenlandes habe ich in meinem Leben nicht all zu viel mit der Marine zu tun gehabt aber Schiffe haben mir immer gut gefallen. Vor allem Segelschiffe. Je mehr Masten und Segel desto schöner sind sie für mich. Mit den riesigen Hochhäusern aus Metall, die heute auf allen Weltmeeren herum schippern kann ich ehrlich gesagt, nicht so viel anfangen.

Seit Weihnachten liegt ein besonders bekanntes Segelschiff im Hafen von Santa Cruz de Tenerife. In einem Zeitungsartikel habe ich gelesen „Wer in Deutschland den Schiffsnamen „Gorch Fock“ hört, denkt meist an das bekannte Schulschiff der Bundesmarine, das 1958 gebaut wurde und seinen Heimathafen in Kiel hat.“ Ob das noch stimmt? Vor meinen Augen tauchen da an erster Stelle eher Millionen Euros auf. War da nicht ein riesiger Skandal mit illegal angebauten Tropenholz aus Myanmar, explodierenden Sanierungskosten, Betrug, Untreue und Korruption? Egal, über die Geschichte kann ich mich ja später noch ein bisschen schlau machen, jetzt machen wir einmal einen Rundgang in einem Teil der Marina von Santa Cruz. Zu übersehen ist die Gorch Fock ja nicht.

Auf dem Weg zur Anlegestelle des deutschen Schulschiffes kommen wir an den unterschiedlichsten kleinen und großen Booten vorbei. Das Wasser ist spiegelglatt und das Meer fast so dunkelblau wie der wolkenlose Himmel. Die Fotos entsprechen wirklich der Realität, ich habe nichts daran verändert und mit keinen Filtern oder anderen Werkzeugen daran herum manipuliert. Es war einfach der perfekte Tag.

Und dann steht sie in voller Größe vor uns. Oder sagt man liegt sie? Das ist also die Gorch Fock, das Segelschulschiff der deutschen Marine. Ein weißes Schiff mit hohen Masten und zur Zeit – leider – keinen aufgezogenen Segeln. Stolze 89 Meter lang, 12 Meter breit, 45 Meter hoch und über 5 Meter Tiefgang.

Fast sechs Jahre hat die Deutsche Marine auf diese erste Reise warten müssen, aber am 19. November vergangenen Jahres ging es endlich los. Nach jahrelanger Sanierung ist die Gorch Fock nun erneut auf großer Ausbildungsreise. Vom Heimathafen Kiel mit einem Zwischenstopp in Lissabon ging es weiter Richtung Süden – das Ziel: die Kanarischen Inseln.

An Bord ist im Moment allerdings nur die Stammbesatzung, die Kadetten sollten erst am 4. Jänner auf Teneriffa landen und ihren Ausbildungslehrgang beginnen. Die Betonung liegt auf sollten, denn wie so oft ist „Leben ist das, was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu schmieden.“ oder „Während du Pläne schmiedest, fällt dein Schicksal lachend vom Stuhl.“ Sogar hier wieder einmal hat das Virus mit dem Krönchen erfolgreich zugeschlagen und alle Pläne erfolgreich durchkreuzt.

Acht Soldaten und Soldatinnen der Stammbesetzung haben sich mit dem Coronavirus infiziert. 22 weitere gelten als Kontaktpersonen und müssen nun auch in Quarantäne, wie Tim Gabrys, Sprecher der Marine in Kiel gegenüber RTL Nord am Mittwochmorgen bestätigt. Die Dreimastbark liegt derzeit in Santa Cruz auf Teneriffa. Eigentlich wollte die „Gorch Fock“-Besatzung ihren neuen Offiziernachwuchs im Atlantik ausbilden. Der sollte am Dienstag auf Teneriffa anreisen, das ist nun erst einmal verschoben worden. Corona-Alarm auf dem Traditions-Segelschulschiff. „Wir reden nicht davon, dass sie in Bars Partys gefeiert haben, sondern tatsächlich ist es durch Angehörige gekommen“, betont Marinesprecher Gabrys. Und weiter: „Ein Teil der Besatzung war im Heimaturlaub über die Feiertage. Sprich: In Deutschland. Ein anderer Teil hat Angehörige auf Teneriffa empfangen und irgendwie ist das Virus dann an Bord gekommen.“

100 Soldatinnen und Soldaten zählt die derzeitige Besatzung der „Gorch Fock“. Die acht infizierten Personen und die 22 weiteren Kontaktpersonen wurden vom Rest der Besatzung getrennt: „Die sind in einem Hotel einquartiert worden und dort in Quarantäne“, so Gabrys. Jedoch soll sich die gesamte Besatzung am Donnerstag einem zweiten PCR-Test unterziehen. Generell sind aber alle Soldatinnen und Soldaten, die mit dem Segelschulschiff nach Teneriffa gekommen sind, geimpft und geboostert. Wahrscheinlich ein wichtiger Grund für die jetzigen milden Krankheitsverläufe: „Die Verläufe, die bis jetzt bei den Soldaten und Soldatinnen festgestellt worden sind, zeigen entweder gar keine Auswirkungen oder oder nur ganz geringe Symptome“, berichtet der Marinesprecher.

Ich vermute, dass das Schiff nun ein paar Tage länger in Santa Cruz ankern muss, aber wie lange, das habe ich nicht herausfinden könne. Ursprünglich sollte die Reise Mitte Jänner weiter gehen denn Ende März soll die Gorch Fock in ihren Kieler Heimathafen zurückkehren. Falls ihr auf Teneriffa seid, habt ihr also noch Zeit für einen Besuch im Hafen von Santa Cruz.

Benannt wurde der Segler übrigens nach einem Dichter, einem Mann, der das Meer und liebte, der selbst gern Fischer geworden wäre und schließlich, im Ersten Weltkrieg, als Matrose starb. Johann Kinau alias Gorch Fock und wurde 1880 in Hamburg geboren. Er schrieb Gedichte und Erzählungen und sein 1912 erschienenes Werk „Seefahrt ist not“ wurde zu einem Klassiker der Seefahrtsliteratur. Er starb 1916 in der Schlacht am Skagerrak als Matrose auf dem untergehenden Kreuzer „SMS Wiesbaden“.

Das habe ich auch noch im weltweiten Netz gefunden. Ein Foto eines alten Markscheins und ich glaube, spätestens ab 1963 war die Gorch Fock auch für alle deutschen Landratten ein Begriff. Bis zum Start der Euroscheine zierte das Schiff die Rückseite des Zehn-Mark-Scheins.

Das Segelschulschiff der Marine, die Gorch Fock, passiert die Freiheitsstatue auf ihrer Reise im Jahr 2007.

Als „weißer Schwan der Ostsee“ fährt die Gorch Fock seit dem Jahr 1959 über die Weltmeere. Sie hat Hunderttausende Seemeilen zurückgelegt und alle Weltmeere befahren, ihre Sanierung wurde zum Debakel aber nun ist der Traditionssegler wieder zurück. Die Gorch Fock kann erneut in See stechen, jungen Menschen zu neuen Abenteuern verhelfen und ihnen das Leben als Seefahrer von einer anderen Seite zeigen. Komfort ist auf dem Schiff ein Fremdwort, in den zwölf Quadratmeter großen Kojen schlafen 30 Personen nicht in bequemen Betten sondern in Hängematten über- und nebeneinander. Extreme Wetterbedingungen mit Sturm und hohen Wellen sowie lange Nachtwachen an Deck oder anstrengende Übungen sind Alltag an Bord. Das Leben auf hoher See ist eben kein Zuckerschlecken.

„Die Botschafterin-Funktion der Gorch Fock als weitgehend unbewaffnetes Schiff für die neue Bundesrepublik aus den 1960er- und 1970er-Jahren mag zwar nachgelassen haben. Aber ein solcher Großsegler erzeugt Sehnsüchte, erzeugt Romantik. Nach wie vor kommen Tausende an Bord, wenn wir das Schiff für Besichtigungen öffnen. Wenn wir Häfen wie Malaga oder Venedig anlaufen, empfangen uns Hunderte, manchmal Tausende.

Kapitän der Gorch Fock Nils Brandt

Wind, Wellen und Gezeiten wirken sich auf moderne Schiffe genauso aus wie auf Segler. Aber nur auf einem Segelschiff erfahren die Kadetten so hautnah, welche elementaren Kräfte auf See wirken. Auf diesem Schiff wurden seit 1958 wurden ungefähr 15 000 Offizier- und Unteroffizieranwärter ausgebildet. Der Segler ankerte in fast vierhundert Häfen in sechzig Ländern auf fünf Kontinenten und legte dabei mehr als 750 000 Seemeilen zurück. Wenn man das umrechnet, hat die Gorch Fock bis jetzt fünfunddreißig Mal die Erde umsegelt.

ein Foto von Thomas Zimmermann

Es ist sicher eines der berühmtesten Segelschulschiffe der Welt, aber das Image der Gorch Fock hat in den vergangenen Jahr enorm gelitten. In allen Medien war die Rede vom „Schrottboot“ oder gar dem „Skandalschiff“ und das lag nicht nur an den explodierenden Kosten der Sanierung. Das Problem lag tiefer, denn in den Jahren davor gab es mehrere Todesfälle auf dem Schiff. 2008 ging eine 18-jährige Offiziersanwärterin über Bord und die genauen Todesumstände sind bis heute ungeklärt geblieben. 2010 kam eine 25-jährige Offiziersanwärterin bei einem Sturz aus der Takelage ums Leben. Der Unfall löste heftige Diskussionen aus und danach gab es viel Kritik an den Zuständen und Ausbildungsmethoden an Bord. Nun beginnt ein neuer Abschnitt im Seeleben der Gorch Fock, aber um das ramponierte Image wieder aufzupolieren, werden wahrscheinlich einige Jahre ohne Skandale vergehen müssen.

Wer in Deutschland den Namen Gorch Fock hört, denkt wahrscheinlich genau an dieses Segelschiff, das 1958 gebaut wurde und seinen Heimathafen in Kiel hat. Dabei hat dieses Schiff eine Vorgängerin mit dem selben Namen. Sollte der Name dann nicht Gorch Fock II lauten? Die erste Gorch Fock wurde schon 1933 in nur 100 Tagen in Hamburg gebaut und war bis 1939 als Schulschiff im Einsatz.Während des Zweiten Weltkriegs diente sie auch als Wohnschiff und landete am Ende in Stralsund. Als man schon ahnte, dass der Krieg zu Ende gehen würde, wurde das Schiff im April 1945 von der eigenen Besatzung kurzerhand versenkt. Ein Sprengkommando der deutschen Wehrmacht beendet die Laufbahn des Schiffes. Lieber ein Wrack am Meeresboden als ein Schiff in der Hand der Feinde.

Die Russen haben es allerdings nach einigen Versuchen doch gehoben, wieder instand gesetzt und umgetauft. Unter dem Namen Towarischtsch, was soviel wie Kamerad bedeutet, fuhr die ehemalige Gorch Fock seit 1950 als russisches Ausbildungsschiff über die Weltmeere. Nach der Auflösung der Sowjetunion wechselte die Gorch Fock 1992 zum dritten Mal ihre Staatsbürgerschaft die Nationalität und segelte unter ukrainische Flagge weiter.

Wie bei Menschen wird auch das Schiffsleben im Alter schwerer. Der Reparaturbedarf war groß, aber viel Geld war in der Ukraine nicht da und so landete das Schiff nach einer langen Irrfahrt 2003 wieder im Hafen von Stralsund. Ein Förderverein kaufte das Schiff, brachte es huckepack mit einem Dockschiff nach Hause, begann mit der Sanierung der alten Dame und gab ihr den alten Namen zurück. Heute liegt die erste Gorch Fock als Museumsschiff im Stralsunder Hafen.

Ich habe im Hafen noch zwei wunderschöne Segelschiffe gesehen, aber davon erzähle ich euch in den nächsten Tagen…

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Ein fröhliches Weihnachtsfest

Ich hoffe ihr habt auch nicht mehr viel zu tun und könnt in aller Ruhe Weihnachten feiern. Jetzt ist wirklich bald Heiliger Abend, Zeit für Ruhe und Kraft schöpfen…

Bei uns blinzelt die Sonne ab und zu durch die Wolken, Petrus hat also nicht für perfekte Weihnachtswetter gesorgt. Wahrscheinlich hatte er in diesem Jahr keine Lust dazu. Ich kann ihn irgendwie verstehen, aber auf der anderen Seite hätte er uns wenigstens jetzt ein bisschen für den ganzen Ärger entschädigen können. Aber wie heißt es so schön? Genau, das Leben ist kein Wunschkonzert! Das gilt natürlich auch für Weihnachten.

Bei uns ist es angenehm warm, die Luft ist lau und der Wind hält sich ebenfalls brav an die Weihnachtsruhe. Wir haben zwar keinen Schnee, also nix mit weiße Weihnachten, dafür werden wir in den Abendstunden mit wunderschönen Bildern aus tausenden Lichtern beschenkt. Die meisten Städte verwandeln sich in der Vorweihnachtszeit in märchenhafte Kulissen für Spaziergänge durch eine ganz besondere Welt.

Unser Christbaum steht schon geschmückt im Wohnzimmer und das Essen für heute Abend ist so gut wie fertig, der Tisch ist auch schon gedeckt – ich hätte also noch Zeit für einen Spaziergang durch unser Winterwonderland. Habt ihr Lust?

Ich beginne einmal in unserem Nachbarort Garachico. Für uns ist die Fahrt dort hin nur ein kleiner Katzensprung und ein Bummel durch die alte Innenstadt ist immer schön, aber in der Weihnachtszeit ist es fast wie ein Spaziergang durch ein Bilderbuch. Auf jeder Seite, oder besser gesagt an vielen Plätzen, wird eine andere Geschichte erzählt. Besonders schön ist der Platz vor dem alten Castillo San Miguell an der Hauptstrasse geschmückt. Die alten Mauern aus längst vergangenen Zeiten mit dem Meer im Rücken eignen sich auch wunderbar dafür.

An der Mole beim alten Hafen steht auch dieses Jahr wieder ein begehrtes Fotomotiv, eine rote, riesige Weihnachtskugel. Die Fotos habe ich zwar im vergangenen Jahr geschossen, verändert hat sich an der Szene allerdings nur die Jahreszahl, der Zauber der bunten Lichter ist nicht nur für Kinder gleich geblieben.

Von dort aus weiter geht es in die Altstadt. Das Rathaus ist dieses Jahr besonders schön herausgeputzt und die Krippe auf der Plaza neben der Kirche hat Zuwachs bekommen. Heuer sind endlich die Heiligen Drei Könige mit ihren Kamelen bei Maria und Josef angekommen.

Anschließend entführe ich euch nach Puerto de la Cruz. Dort sind in diesem Jahr ebenfalls die drei Weisen aus dem Morgenland mit ihren Kamelen die Stars der Weihnachtszeit. Naja, genau genommen sind es die Wüstenschiffe und nicht die Könige, denn der Mann an der Spitze des Kamelzuges könnte auch ein Reiseführer sein. Egal, die Fantasie muss ja auch noch etwas zu tun haben, oder?

Weiter geht es durch die hell erleuchteten Gassen zur Kirche. La iglesia Nuestra Señora de la Peña de Francia, und der Platz rund um die Kirche sind in magisches Licht getaucht und zwischen den Palmen fallen lautlos aber beständig Tropfen aus hellem Licht vom dunklen Nachthimmel auf die Erde. Für die Märchenstunde fehlt jetzt nur mehr ein alter, bärtiger Geschichtenerzähler, der mit tiefer Stimme eine Weihnachtsgeschichte aus einem dicken Buch vorliest.

Zum Schluss habe ich noch ein paar Fotos, die ich vor ein paar Tagen in La Laguna gemacht habe. Wir sind bei Tag in der Stadt gewesen und wollten nur schnell etwas erledigen. Der Tag mit dunkelgrauer Bewölkung und Regen begonnen und wer La Laguna kennt, weiß, dass schlechtes Wetter nicht wirklich eine gute Voraussetzung für einen Besuch dieser Stadt ist. In den Wintermonaten kann es dort ganz schön ungemütlich sein, denn der Ort liegt relativ hoch über dem Meer und die im Schachbrettmuster angelegten Strassen verwandeln sich dann ganz schnell in perfekte Windkanäle. Aber oft kommt es eben anders als man denkt und nach einem kurzen Regenschauer klarte der Himmel auf und es wurde sogar angenehm warm.

Auf Regen folgt Sonnenschein und ohne die beiden Zutaten gäbe es weder bunte Regenbögen noch diese wunderschönen Bilder auf denen sich die Landschaft in den übrig gebliebenen Pfützen spiegeln kann. So sorgt die Natur, wie so oft, für die bezaubernde Augenblicke – einfach nur schön…

„Weihnachten ist keine Jahreszeit – sondern ein Gefühl.“ schrieb Edna Ferber vor vielen Jahren. Viele von uns sind momentan einfach genervt, gestresst und kaputt. Sie haben zu nichts mehr Lust, wenn es Ziele gibt sind sie in eine weite, unbekannte Zukunft verlegt worden – oder ganz verschwunden. Aber das ist einfach falsch. Denn der Zauber des Lebens und des Glücks ist nach wie vor da. Wir müssen nur die Augen auf machen!

So, jetzt wird es aber wirklich Zeit für mich, sonst sitzen wir heute Abend ohne romantische Beleuchtung und nur mit dem halben Abendessen am Tisch. Das geht heute aber gar nicht.  Und noch etwas – ich bin mir sicher, dass das Christkind – oder von mir aus auch der Weihnachtsmann – auf niemanden vergessen wird. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es uns sogar in Spanien, irgendwo auf einer kleinen Insel im Atlantik, gefunden hat. Feiert ein wunderbares, fröhliches oder besinnliches Fest. Jeder genau so, wie er es sich von Herzen erträumt. Ich wünsche euch von ganzem Herzen Frohe Weihnachten! ¡¡Feliz Navidad!!

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