ob sich Träume doch erfüllen?

Jetzt habe ich schon längere Zeit keinen neuen Beitag geschrieben, das tut mir leid, aber ich bin einfach nicht dazu gekommen. Doch es wird nicht mehr lange dauern, dann kann ich euch wieder ein paar neue Geschichten über Teneriffa erzählen, denn die einzelnen Seiten sind fast fertig. Es fehlen nur noch einige passende Fotos und Kleinigkeiten.

Und weil ich euch auch heute nicht viel erzählen kann, schreibe ich euch wenigstens noch eine nette Geschichte ins Büchlein. Ich habe leider überhaupt keine Ahnung wo ich sie das erste Mal gelesen habe. Auf alle Fälle hat sie mir so gut gefallen, dass ich sie in meinem Archiv aufbewahrt habe. Es handelt sich dabei eigentlich um die einfachste Wahrheit Sache der Welt. Aber lest selber – wenn ihr Lust dazu habt.

Der Stern der Liebe oder ob sich Träume erfüllen?

Es war einmal ein kleines Engelchen mit winzigen weißen Flügelchen. Dieser kleine Engel langweilte sich sehr, flatterte zu Gott und fragte, ob er eine Arbeit für ihn hätte. Der alte Mann sagte im väterlichen Ton: „Mein kleines Engelchen, wenn du willst, darfst du die Sterne putzen.“ Das Engelchen sah Gott dankbar und erwartungsvoll an als Gott nickte und einen großen Engel, der eine riesige Rolle Haushaltspapier in seinen Händen hielt, zu sich her winkte. „Aber eines must du mir versprechen!“ sagte er. Das Engelchen sah Gott aufmerksam und neugierig an. „Sei vorsichtig beim Polieren, denn die Spitzen der Sterne sind sehr zerbrechlich. Sie fallen zur Erde und sind dort als Sternschnuppen zu sehen.“

Das Engelchen bewegte ungeduldig seine Flügelchen. „Lieber Gott“, sagte es mit fester Stimme, „ich werde sehr vorsichtig sein.“ Gott lächelte es liebevoll an. „Das weiß ich. Aber weißt du, dass sich die Menschen auf der Erde was wünschen, wenn sie eine Sternschnuppe sehen?“ Das Engelchen schüttelte den Kopf und fragte ganz erstaunt. „Warum tun die das denn? Ich dachte, die Menschen haben doch alles, was sie sich wünschen.“

Gott setzte sich auf eine Wolke und zog den kleinen Engel auf seinen Schoss. „Hmm… da hast du sicher recht. Aber die Menschen wollen immer mehr. Alles können sie sich mit Geld kaufen, nur ein paar Dinge nicht: zum Beispiel Liebe…“ „Was ist denn ‚Liebe‘ eigentlich?“  fragte der kleine Engel neugierig.  Da sah Gott das kleine Engelchen lange an und gab ihm einen klugen Rat. „Putze die Sterne und du wirst es irgendwann erfahren.“

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KünstlerPUPPE von Gabriele Lipp aus Stoff genäht

 

Das Engelchen sah Gott schweigend an, nahm die Papierrolle und flatterte zu den Sternen. Der kleine Engel putze und polierte die Sterne viele Jahre lang und da er sehr vorsichtig war passierte gar nichts – bis einmal die Spitze eines Sternes abbrach. Das Engelchen verlor das Gleichgewicht, hielt sich an der Sternenspitze fest und plumpste damit auf die Erde. Im selben Moment sah einer der vielen Menschen, die auf der Erde leben, diese Sternschnuppe. Er schloss die Augen und wünschte sich, seine große Liebe zu finden. Der kleine Engel hatte den Wunsch gehört und wollte gleich zu ihm fliegen, aber er wusste leider überhaupt nicht wie dieser Mensch aussah und wo er sein könnte. Seither sucht der kleine Engel einen Menschen, von dem er nur weiß, dass er die selbe Sehnsucht wie er selbst in sich trägt.

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einfach so …

Ich habe zur Abwechslung wieder einmal in meinem Spezialkalender der besonderen Tage geblättert und da habe ich folgendes gefunden. Am 27. August 2018 ist der Einfach-so-Tag. Warum? Einfach so! In den USA wird der Tag Just Because Day genannt.

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Erik Johansson hat dieses schöne Bild gezaubert – vielleicht auch einfach so …

Warum es diesen Tag gibt? Das ist doch ganz klar – einfach so! Einmal im Jahr haben wir also ganz offiziell die Möglichkeit, einfach einmal etwas ohne Grund zu tun. Die meisten Menschen machen ihr ganzes Leben lang Dinge, weil sie sie machen müssen, machen wollen oder weil es von ihnen erwartet wird. Keiner dieser Gründe sollte am Einfach-so-Tag unser Tun beeinflussen – heißt es.

Blöd ist nur, dass wahrscheinlich die meisten Menschen gar nicht wissen, was sie einfach so tun sollen oder wollen. Das Schwierige dabei ist, dass ich mir erst etwas ausdenken muss, was ich sonst nicht mache. Aber gibt es überhaupt etwas, das ich tun möchte, ohne einen Sinn darin zu sehen? 1f607 Ehrlich gesagt, fällt mir im Moment rein gar nichts ein. Im allwissenden, weltweiten Netz habe ich zwar ein paar gut gemeinte Anregungen gefunden, aber irgendwie kann ich mit diesen Vorschlägen nicht wirklich etwas anfangen.

Hier sind einige der Vorschläge aus dem Kleinen Kalender, um angeblich erfolgreich in den Einfach-so-Tag zu starten zu können:

  • kauf‘ etwas, das du nicht brauchst.
  • hüpf in eine Pfütze.
  • einfach mal wieder eine Postkarte verschicken
  • schau auf die Uhr und frag‘ deinen Nachbarn, wie spät es ist.
  • wirf Papierkügelchen auf den Boden und hebe sie wieder auf.
  • halte die Luft für 10 Sekunden an.
  • sag dreimal hintereinander: „einfach so“ oder
  • schenk einfach einmal einer fremden  Personen ein Lächeln …

Morgen ist der perfekte Tag dafür – einfach irgendetwas zu machen.  Ich hoffe, mir fällt doch noch etwas Passendes dazu ein und wenn nicht? Dann halte ich mich an die beiden anderen Möglichkeiten für den 27. August – den Tag der Bananenliebhaber oder den Tag des Tauziehens. Diese Varianten an kuriosen Feiertagen stehen nämlich auch noch zur Auswahl – einfach so… kuss (2)

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der Höhepunkt rückt näher …

In einer Woche ist es wieder soweit – alle Bewohner von Santa Bárbara feiern ihre Schutzheilige. La Subida de los Cestos y Bollos de Santa Bárbara, also der große Festzug ist lediglich der Höhepunkt der Feierlichkeiten. Davor muss der ganze Ortsteil geschmückt werden und da dafür viele Hände benötigt werden, ist in den Tagen vor dem großen Fest schon einiges los.

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Mittlerweile wehen die Fahnen hoch oben am Kirchturm und heute wurde der Sonntag genutzt um für den fehlenden grünen Schmuck zu sorgen. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, klickt einfach auf die Links am Ende der Seite …

Damit ich meinen Sonntag morgen in aller Ruhe genießen kann muss ich jetzt leider noch andere Arbeiten erledigen und kann sowieso keine aktuellen Fotos machen. Die gibt es erst wieder am nächsten Samstag, wenn wirklich gefeiert wird. Falls ihr euch den Festzug auch ansehen wollt könnt ihr den Ausflug ja mit einem Besuch bei uns auf ARTlandya verbinden! 1f60a !Viva Santa Bárbara!!

Und hier sind die Beiträge der Fiesta von Santa Bárbara – mit vielen Fotos ..

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Garachico und San Roque

Wer ist eigentlich dieser San Roque? Im richtigen Leben hieß der Heilige, der lange gar kein Heiliger war, Rochus von Montpellier. In einigen Ländern wird er zu den vierzehn Nothelfern gezählt und als Schutzpatron ist er nicht nur für Pestkranke, Siechenhäuser und kranke Haustiere zuständig sondern ebenfalls noch für Häftlinge, Ärzte, vor allem für Chirurgen, Apotheker, Bauern, Gärtner, Schreiner, Pflasterer, Bürstenbinder, Totengräber und Kunsthändler. Der gute Mann hat also allerhand zu tun.

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Aber warum feiert man diesen Mann in der kleinen Stadt auf Teneriffa? Haben San Roque und El Roque, der Felsen vor der Küste von Garachico etwas gemeinsam?

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Vor langer, langer Zeit, also ungefähr im 16. Und 17. Jahrhundert hatte Garachico den wichtigsten Hafen von Teneriffa. Zuckerrohr und später der Wein waren die Zutaten für den Wohlstand der Stadt. Vornehme Familien, Händler und Handwerker bevölkerten die Gegend und so entstanden bis zum Ende des 17. Jahrhunderts prächtige Herrenhäuser, Kirchen, gleich fünf Klöster, ein Krankenhaus und eine Festung.

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Der Handel florierte, aber er hatte auch unschöne Seiten, er brachte den schwarzen Tod auf die Insel. Von 1601 bis 1606 wütete hier eine Pestepidemie, die durch den Handel im Hafen eingeschleppt wurde und sich dann auf viele umliegende Gemeinde ausgebreitet hatte. Und was machen Menschen, wenn es ihnen so richtig dreckig schlecht geht? Sie rufen um Hilfe. In diesem Fall war „San Roque“ zuständig und als Dankeschön für seine Hilfe bekam er später eine kleine Kapelle am Rande der Stadt.

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Ganze fünf Jahre lang hatte die Beulenpest Garachico in Schach gehalten und als die schlimmsten Jahre vorüber waren, bauten die dankbaren Einwohner zu Beginn des 17. Jahrhunderts   am östlichen Ortseingang eine kleine Kapelle, und einmal im Jahr wird ihm zu Ehren gefeiert.

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An die Pest denkt schon lange keiner mehr, trotzdem ist die kleine Kapelle am Ortsrand jedes Jahr am 16. August das Ziel einer sehenswerten Prozession mit toll geschmückten Ochsenkarren. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht an diesem Tag zwar auch heute noch der hölzerne San Roque, gefeiert wird aber mit allen irdischen Vergnügen. Es wird gegessen, getrunken, gesungen und getanzt – bis in die frühen Morgenstunden. ¡Viva San Roquito!

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Jetzt habe ich euch die Geschichte der Hauptfigur noch immer nicht erzählt. Also dann, es ist zwar kein Tatsachenbericht sondern eher eine Legende, aber irgendein wahrer Kern ist mit Sicherheit darin versteckt.

Rochus von Montpellier wurde 1295 als Sohn reicher Eltern in Montpellier geboren. Nachdem er als Zwanzigjähriger seine Eltern verloren hatte, verschenkte er sein ganzes Vermögen und trat in eine Orden des heiligen Franz von Assisi ein. Er beschloss, nach Rom zu pilgern auch wenn zu dieser Zeit viele Menschen von der Pest befallen waren. Auf diese Weg soll er viele Kranke nur mit dem Kreuzzeichen geheilt haben doch auf seiner Rückreise von Rom erkrankte er selbst an der Pest. Doch ihm half niemand, im Gegenteil als kranker Pilger wurde er aus der Stadt Piacenza gejagt. Er verkroch sich in einer Hütte um zu sterben. Aber seine Stunde war noch nicht gekommen, Gott schickte ihm einen Hund, der ihm täglich Brot brachte, seine Wunden leckte und dessen Herr ihn schließlich gesund pflegen ließ.

Als er wieder gesund war, kehrte Rochus in seine Heimat zurück. Unterwegs wurde er in den Krieg zwischen dem Herzog von Mailand und der päpstlichen Liga verwickelt und als er nach vielen Jahren wieder nach Hause kam, war er durch die Pest so verunstaltet, dass ihn dort niemand mehr erkannte. Er wurde als Spion ins Gefängnis geworfen. Rochus aber dankte Gott für diese Prüfung und verbrachte geduldig fünf Jahre im Gefängnis – bis er am 16. August 1327 starb.

Erst nach seinem Tod erkannte man seine wahre Identität anhand eines kreuzförmigen Mals. Die sterblichen Überreste von Rochus wurden 1415 zum Teil nach Venedig gebracht, für ihn wurde dort 1485 die Kirche San Rocco erbaut und 1478 wurde auch diese Lebensgeschichte in Venedig verfasst.

Hier noch ein Auszug aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon:

„Von Venedig aus verbreitete sich die Verehrung rasch, Rochus wurde einer der volkstümlichsten Heiligen, oft als Nothelfer angerufen, obwohl er nicht zu den klassischen 14 Nothelfern gehört. Spitäler für Pestkranke wurden nach ihm Rochus-Hospital genannt. Allein in Italien sind ihm 3000 Kirchen geweiht, 74 Orte und 36 Stadtteile größere Städte tragen dort seinen Namen. Insbesondere die Franziskaner förderten seine Verehrung. In Ruffano bei Lecce in Apulien wird für ihn jährlich ein großes Patronatsfest gefeiert, denn hier wird erzählt, er sei dort begraben.

In Südfrankreich und Nordspanien werden bis heute an Häusern die Buchstaben VSR, Vive Saint Roche, es lebe der Heilige Rochus, angebracht. In Deutschland gibt es aufgrund eines Gelübdes seit dem Pestjahr 1666 die – auch von Johann Wolfgang von Goethe geschilderte – Wallfahrt auf den Rochus-Berg bei Bingen, Europas größte zu seinen Ehren; dort wurde 1754 die Rochus-Bruderschaft gegründet, 1814 die Kapelle erneuert.“

•*¨*•❥ Romeria de San Roque

 

 

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dicke Luft über den Wolken

„Baby bitte mach dir nie mehr Sorgen um Geld, gib mir nur deine Hand ich kauf dir Morgen die Welt.  Egal wohin du willst wir fliegen um die Welt, haun‘ sofort wieder ab, wenn es dir hier nicht gefällt …“

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Los Rodeos – Flughafen Teneriffa Nord

Stell dir vor, es geht das Licht aus du kommst zum Flughafen und beim Check-in wird nicht nur dein Koffer gewogen, sondern du auch! Ihr sitzt sozusagen im selben Boot oder steht eben gemeinsam auf der Waage. 1f60a Sollte das passieren, seid ihr wahrscheinlich einmal um die Welt gereist und ein gutes Stück von Europa entfernt, aber bei Hawaiian Airline ist das bereits Realität.

Geld regiert ja bekanntlich die Welt und deshalb lautet der logische Schluss einiger Fluglinien wie folgt: „Je schwerer das Flugzeug, umso höher ist der Treibstoffverbrauch.“ Deshalb zahlt man ja auch fürs Gepäck Übergepäck ein kleines Vermögen. 1f607 Und genau aus diesem Grund ist es doch vollkommen logisch, dass übergewichtige Fluggäste  mehr Kosten verursachen als schlanke, oder?

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Bei einigen Fluglinien auf dieser schönen Welt wird bereits vor dem Einsteigen in den Flieger gewogen. Die Hawaiian Airlines stellt ihre Passagiere vor dem Flug zwischen Honolulu nach Pago Pago auf Amerikanisch-Samoa obligatorisch auf die Waage, denn auf dieser Strecke sollen angeblich dreiviertel der Fluggäste stark übergewichtig sein. „Da in letzter Zeit das Gesamtgewicht der Passagiere gestiegen sei, müsse man das Gewicht aller Fluggäste gleichmäßig in der Flugzeugkabine verteilen und daher wird die Sitzordnung erst beim Einsteigen geregelt.“  lautet die Erklärung der Fluggesellschaft – und gegen die persönliche Sicherheit kann ja niemand einen Einspruch machen.

Es wird bis jetzt aber nur gewogen und noch nicht kassiert – ebenso wie bei einer Fluglinie in Uzbekistan. Es soll eine reine Sicherheitsmaßnahme und Vorgabe des Flugzeugbauers Boeing sein. Außerdem wolle man dadurch Kerosin sparen – und das sei wiederum umweltfreundlich.

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Bei Samoa Air tickten die Uhren ein bisschen anders, hier wurden die Fluggäste schon seit März 2013 wie Obst sehr individuell behandelt. Da kommt nicht nur das Gepäck auf die Waage, sondern auch der Fluggast selbst. Die kleine Fluggesellschaft des winzigen Inselstaats Samoa berechnete den Preis des Flugtickets aus dem Gewicht des Passagiers und des mitreisenden Gepäcks – und stieß damit, nach eigenen Angaben, auf positive Resonanz. Was mich irgendwie wundert, denn es gelten immerhin neunzig Prozent der Insulaner auf Samoa als dick. Fast die Hälfte der Männer und mehr als zwei Drittel der Frauen sollen fettleibig sein. Egal, wie es im wirklichen Leben sein sollte, hier zahlten übergewichtige Passagiere mehr als Leichtgewichte.

Ehrlich gesagt, damit könnte ich gut leben, denn dann dürften meine Koffer endlich ungestraft ein bisschen mehr wiegen. Ich finde es nämlich schon ungerecht, wenn vor oder hinter mir ein 140 Kilo Mensch eincheckt und ich für vier Kilo Übergewicht meines Koffers draufzahlen darf. 1f607 Wenn zwei so gut beleibte Menschen mir dann auch noch den halben Sitzplatz streitig machen, ist das nicht wirklich lustig. Eines ist aber auch klar – in die Flugzeuge werden heute viel zu viele und zu schmale Sitze hinein gequetscht, je mehr Passagiere desto höher der Gewinn. Probleme beim Fliegen haben nicht nur dicke sondern auch lange große Menschen! Qualität und damit für jeden Menschen bequemes Reisen steht auf der Punkteliste der Fluggesellschaften aber nicht an erster Stelle.

So schnell wird sich bestimmt nichts daran ändern, denn das Konzept der Minifluglinie ist gescheitert und sie hat ihren Betrieb im Herbst 2015 eingestellt. Auf Umfragen ist eben wirklich kein Verlass, denn wie eine Umfrage des Flugportals Skyscanner im Jahr 2009 unter seinen Nutzern ergab, stimmten weltweit rund 59 Prozent der Passagiere weltweit dem Preismodell „Je leichter der Passagier, desto niedriger der Preis“ zu.

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Wie so eine Umfrage wohl heute aussehen würde? Ganz vom Tisch ist das Thema mit Sicherheit nicht, denn der Kreditkartenanbieter Mastercard hat ein System entwickelt, das die Größenangaben von Kleidungskäufen der Kunden speichert. 1f607 Mit diesen Daten kann man leicht Rückschlüsse auf das Gewicht und die Größe ziehen – und dieses kostbare Wissen soll Mastercard angeblich den Fluglinien zur Verfügung stellen. Dafür wurde im Jahr 2015 ein Patent mit dem Titel „Airline-Sitz-Optimierung für Schulterbreite und Größe der Passagiere“ angemeldet.

Moral aus der ganzen Geschichte? Glaube keinen Umfragen – und Daten werden nicht nur von Facebook, amazon und Co. verscherbelt oder genutzt. Ich glaube, ich werde in Zukunft nur mehr Wäsche für Kleinkinder mit der Kreditkarte bezahlen … kuss (2)

 

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Guachinche

Alle kennen sie, viele lieben sie und einige wissen vielleicht sogar, wo man wirklich eine ursprüngliche Guachinche finden kann. 1f60a Guachinche? Was könnte das wohl sein?

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Im spanischen Wörterbuch ist das Wort nicht zu finden. Ein Bekannter meinte, dass die Bezeichnung vielleicht von Cuba stammen könnte. Klingt eigentlich ganz plausibel, das kanarische Wort für Autobus, also guagua, ist ja auch von Südamerika über das Meer auf der Insel gelandet und kein Spanier versteht, was damit gemeint ist.  Aber egal, Guachinches sind vor allem im Norden von Teneriffa und im Valle de Güimar sehr beliebt und in den letzten Jahren wie Pilze nach dem Regen aus dem Boden geschossen.

Bei uns in Österreich gibt es die Buschenschank oder in den Weingegenden den typischen Heurigen. Dort dürfen Weinbauern, oder auch normale Landwirte, für eine gewisse Zeit im Jahr ihre eigenen Produkte verkaufen. Früher wurde ein „Buschen“ vor die Haustüre gesteckt und alle wussten, es ist geöffnet, es ist „ausg’steckt“

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Wann genau die Guachinchen entstanden sind, habe ich nicht genau herausfinden können, aber laut Erzählungen ist eine Form davon in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts aufgetaucht. Da hier auf der Insel die Häuser keine kühlen Keller, also keine Weinkeller, so wie wir sie kennen haben, musste der Wein relativ schnell an den Mann gebracht werden. lachen Essig in Gläsern ist ja nicht so beliebt und begehrt. Also wurden Tische und Stühle, Gläser und Krüge vor dem Haus oder im Hof aufgebaut und los ging das Geschäft. Nur Wein trinken geht nicht, also hat die Frau des Hauses eben Kleinigkeiten aus der Küche gebracht und nach der ausgiebigen Verkostung der süffigen Tropfen ist der Kunde wahrscheinlich satt und zufrieden mit ein paar Litern Wein abgezogen.  1f607 Oder auch nicht.

Heute kann jemand, der seinen eigenen Wein macht zur Gemeinde gehen und um eine Genehmigung für den Verkauf ansuchen. Er bekommt dann für eine begrenzte Zeit eine spezielle Erlaubnis und darf, ohne besondere Auflangen und Vorschreibungen, seine Produkte in der Garage, im Wohnzimmer, einer Höhle oder wo immer er möchte seinen Wein mit einfachen Gerichten aus Mamas Küche verkaufen. Damit jeder weiß, dass zur Zeit geöffnet ist, wird hier einfach ein Schild mit dem Wort Guachinche und einem Pfeil an der Strasse angebracht. Geöffnet sind die Lokale meistens am Wochenende – bis der alte Wein verkauft ist. Dann ist Schluss und alle müssen auf die neue Ernte warten.

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Aber wo heute Guachinche drauf steht, muss aber noch lange keine drinnen sein. Manches Lokal, das einst als Guachinche begonnen hat, war so beliebt und gut besucht, dass im Laufe der Jahre ein richtiges, na sagen wir mal, Gasthaus daraus geworden ist.  Das Schild Guachinche blieb, es wurde und wird niemals abgeschraubt werden, denn dann wäre es nicht mehr so interessant, oder? Ein kleiner Tipp von mir – die echten Guachinchen erkennt man oft noch an den selbst geschriebenen Schildern, einfache Pappschilder und windschiefe Holztafeln. 1f60a Das muss aber nicht immer stimmen.

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Wir haben eine schönen Abend mit Freunden verbracht. Ein Bekannter von uns hat in den vergangenen Monaten hoch oben, in den Hügeln von Icod eine Guachinche eröffnet. Er produziert seinen eigenen Wein und am Wochenende verköstigt er seine Gäste mit gegrilltem Fleisch und anderen Köstlichkeiten.

Zu Trinken gibt es nur Rot- und Weisswein oder Wasser. Bier oder Limonade darf in diesen Lokalen nicht verkauft werden. Speisekarte gibt es keine, das Angebot steht auf einer Tafel und die Preise werden bezogen auf den Kilopreis des Fleisches angegeben. Wir haben von allem etwas probiert, angefangen mit frischem Ziegenkäse und Feigengelee, Kichererbsen, gegrilltem Riesenkotelett und Schweinenacken über Blutwurst und anderen Vertreter dieser Art bis zu den unvermeidlichen Pommes Frites. Es hat alles sehr gut geschmeckt – Fabian hat perfekt gegrillt! Das Fleisch war saftig und zart und hat ein angenehmes Grillaroma mit an den Tisch gebracht.

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Das Lokal liegt am Waldrand und da wir relativ spät los gefahren sind, hat es nicht mehr lange gedauert, bis die Sonne spektakulär hinter den Baumwipfeln verschwunden ist.  Ein tolles Farbspiel am Himmel für einen perfekten Abend in lustiger Runde … kuss (2)

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Dia de la Trilla in El Tanque

1996 kamen die Verantwortlichen der Ortschaft El Tanque auf die Idee, wieder an die alte Form der Weizendresche zu erinnern. Immerhin handelt es sich um eine der wichtigen landwirtschaftlichen Wurzeln der Insel. Alte Traditionen sollten nicht Vergessenheit geraten und deshalb wird an einem Tag Ende Juli, am Día de la Trilla das Getreide auf traditionelle Art gedroschen.

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Heute war es wieder einmal soweit und wer sich dafür interessiert, wieso Pferde und Ochsen dafür gebraucht werden, klickt am besten auf den Link zu meinem Bericht Steinkreise auf Teneriffa. Die Fotos sind nun zwar schon ein paar Jahre alt, aber es wechseln ja eigentlich nur die Darsteller – die Tradition bleibt gleich … kuss (2)

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