Regen + Sonne = Regenbogen

Der Regenbogen ist für mich eine der schönsten Erscheinungen am Himmel. Stellt euch einmal vor, noch blitzt und donnert es, der Regen prasselt nieder. Plötzlich schwindeln sich ein paar Sonnenstrahlen in die Szene und unverhofft steht er am Himmel und versetzt uns in Staunen – ein bunter Regenbogen!

Seit gut einer Woche, aber vor allem seit drei Tagen ist das Wetter auf unserer Insel im Atlantik ziemlich abwechslungsreich, es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Filomena ist da sehr kreativ. Es hat wie aus Kübeln geschüttet, der Teide hat sich seine weiße Winterhaube übergestülpt und wenn sich zwischendurch die Sonne durch die Wolken gekämpft hat, haben Regentropfen und Sonnenstrahlen faszinierende, bunte Bögen in die Landschaft gemalt – los colores del arcoíris.

Gerade war es noch ein ganz normaler, leicht bewölkter Himmel und plötzlich taucht da ein Bogen voller Farben auf. Er spannt sich weit und bunt vom Land übers Meer. Irgendwie real aber trotzdem nur eine Sinnestäuschung, die wunderschön ist und die Seele streichelt.

„Die Arbeit läuft nicht davon, während du dem Kind einen Regenbogen zeigst.“ sagt eine östliche Weisheit

In der Mythologie vieler Kulturen ist der Regenbogen das Bindeglied zwischen der Welt der Götter und den Menschen. Die Ureinwohner in Australien verehren wahrscheinlich auch aus diesem Grund die Regenbogenschlange als Schöpfer der Welt, bei den alten Griechen reiste Iris als Botin der Göttin Hera auf dem Regenbogen vom Himmel, oder besser gesagt vom Olymp, auf die Erde. In der irischen Mythologie hat der Leprechaun seinen Goldschatz am Ende des Regenbogens vergraben. Gefunden wurde er allerdings bis jetzt noch nicht.

Laut einer uralten Prophezeiung der Indianer werden nach der Verwüstung der Erde die „Krieger des Regenbogens“ die Erde bevölkern. Dafür haben wir allerdings nicht auf die große Verwüstung warten müssen, das ist auch heutzutage schon so, oder? Aber die Indianer wussten damals wahrscheinlich noch nicht, dass die Welt kugelrund und groß ist und außer ihrem Volk noch viele andere Rassen darauf verteilt sind. Und wer weiß, was sie damals unter Verwüstung der Erde verstanden haben? Ich weiß es nicht.

Ach ja, Greenpeace hat den Regenbogen zu seinem Erkennungszeichen ernannt und sein Flaggschiff auf den Namen „Rainbow Warrior“ getauft.

Im weltweiten Wissen habe ich zum Thema Regenbogen noch folgende Information gefunden: „Regenbögen entstehen durch Spiegelung und wellenlängenabhängige Brechung des Sonnenlichts in den annähernd kugelförmigen Wassertropfen einer Regenwand oder -wolke. Dazu hat der Beobachter die Regenwand vor und die Sonne hinter sich. Als ein nicht alltägliches und beeindruckendes Naturschauspiel haben Regenbögen ihre Spuren in der Kulturgeschichte der Menschheit hinterlassen und sind zudem ein in unzähligen Kunstwerken dargestelltes Bildmotiv. Da der Regenbogen weltweit bekannt und mit zahlreichen positiven Attributen versehen ist, hat er auch immer wieder Einzug in die Symbolik gehalten. Er bringt meist Vielfalt zum Ausdruck. Mythen sprechen ihm oft die Rolle eines Mittlers oder einer Brücke zwischen Götter- und Menschenwelt zu.“

Eigentlich alles nette Geschichten und es gibt mit Sicherheit noch viele mehr. Sie gefallen mir alle – durch die Bank, aber mein Favorit ist eindeutig das irische Männchen, das am Ende des Regenbogens einen Topf voll Gold vergraben haben soll. Vielleicht finde ich ihn ja einmal? Mit viel Glück müsste es doch möglich sein.  Na, ich bin dann mal weg. Heute wird es nichts mehr mit der Suche nach dem Schatz. Es ist weit und breit kein Regenbogen mehr zu sehen – aber morgen ist ja ein neuer Tag!

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die letzte Nacht im Jahr 2020

Das alte Jahr liegt in den letzten Zügen und ein neues Jahr winkt um die Ecke. In der letzten Nacht des Jahres wird auf der ganzen Welt gefeiert. Heuer wahrscheinlich ein großer Teil der Erdbewohner wahrscheinlich vor Freude. Das Jahr 2020 war nicht wirklich das Gelbe vom Ei, die meisten von uns weinen ihm keine Träne nach und warten darauf, dass das alte Jahr endlich verschwindet. Ich freue mich auf das neue Jahr, ein Jahr, das nur besser als das vergangene werden muss kann. Egal warum, es wird gefeiert, wenn auch überall ein bisschen anders und der folgende Spruch, den ich irgendwo gelesen habe, bekommt heute Nacht eine ganz andere Bedeutung. In diesem Fall wechsle ich für kurze Zeit auf die Seite der Pessimisten.

Ein Optimist bleibt zu Silvester bis Mitternacht auf,
um das neue Jahr zu begrüßen.
Ein Pessimist bleibt Silvester bis Mitternacht auf,
um sicher zu gehen, dass das alte Jahr auch verschwindet
!

Im Moment scheint bei uns noch die Sonne, der Tag ist fast zur Hälfte vorbei und der Sekt liegt im Kühlschrank. Am Abend gibt es Fondue, aber das hat noch Zeit. Ich habe keine einzige Weintraube gekauft, einen alten, goldenen Ring habe ich immer am Finger und rote Unterwäsche kann auch mal sein. Warum ich das aufzähle? Das sind die Utensilien für ein glückliches Leben, mehr fordert die letzte Stunde des Jahres in Spanien nicht.

Auf den Kanaren endet das alte Jahr mit knallroter Silvestererotik. Das behaupten zumindest die diversen Reiseführer und andere Experten für Sitten und Bräuche der Inseln im Atlantik. Zum Jahreswechsel ist also nicht nur das festliche Outfit sondern auch das Darunter sehr wichtig. Man sollte sich Amors Gunst schon sichern – und das tut Frau mit knallroter Unterwäsche. Die rote Unterwäsche muss übrigens auch neu sein, egal ob man im neuen Jahr mit dem alten oder einen neuen Mann glücklich sein möchte. Jetzt weiß ich endlich, warum in den Tagen vor Silvester Körbeweise rote Unterwäsche für Weiblein und Männlein in den Geschäften herumstehen. Die Liebe ist schuld!   Wer die Liebe im nächsten Jahr so richtig genießen möchte, sollte sich also rechtzeitig ein rotes, heißes Höschen für die letzte Nacht im Jahr besorgen!

Was gehört noch zu einer kanarischen Silvesternacht? Natürlich, die unvermeidlichen zwölf Weintrauben – auf die ich allerdings verzichte! An Tagen wie diesen kann man sie in allen Variationen, fein säuberlich abgezählt, zu erhöhten Preisen erstehen. Verpackt in bunten Pappschachteln, Dosen oder Gläsern – wie es jedem gefällt.   Bei den tagesaktuellen Preisen für die süßen Trauben wünscht sich wahrscheinlich so mancher Weinbauer, dass er einen Teil seiner Ernte als Reserve zurück behalten hätte.

Zurück zu den Trauben, las uvas de la suerte.   In den letzten Sekunden vor Mitternacht wandert dann eine Traube pro Glockenschlag in die Münder der Spanier. Wer es schafft, alle zwölf Trauben erfolgreich zu verschlucken, dem soll Fortuna im nächsten Jahr verlässlich zur Seite stehen. Pro Traube muss darf man sich etwas wünschen, doch jetzt kommt der Clou an der Sache: verschluckt oder verzählt man sich, wird man im neuen Jahr vom Pech verfolgt! Das Glück muss man sich also hart erkämpfen, aber probiert es selbst einmal aus! Ich glaube, die Spanier bekommen die Gabe, Trauben im Sekundentakt zu schlucken, schon in die Wiege gelegt, für unsereinen ist es mehr oder weniger unmöglich. Wir haben es einmal versucht und beschlossen, dass sich diese gefährliche Aktion nicht mit dem Walzer tanzen zu den Glockenschlägen der Pummerin vereinbaren lässt. Die Erstickungsgefahr beim rekordverdächtig schnellen Schlucken der Trauben ist einfach zu hoch! Also Vorsicht, verschluckt euch nicht!  Das neue Jahr soll euch ja nicht gleich im Hals stecken bleiben!

Ach ja, der goldene Ring darf auch nicht fehlen. Er soll, so habe ich gehört, vor dem ersten Schluck Sekt im Neuen Jahr ins Sektglas geworfen werden. Na, dann – Prosit Neujahr! Wenn man alle Bestechungsversuche fürs Glück im neuen Jahr ohne husten und prusten überlebt und nicht aus Versehen auch noch einen Ring verschluckt, kann ja nichts mehr schief gehen! Im traditionellen, spanischen Leben sind also nicht nur die letzten Sekunden im Jahr lebensgefährlich – die ersten Minuten sollte man, wenn möglich ohne Trauben oder Ring im Hals überleben.   Und dann behaupten einige besonders Schlaue, ein Feuerwerk sei gesundheitsschädlich!

Durch die Zeitverschiebung von einer Stunde können wir uns eine Stunde länger als ihr im alten Jahr aufhalten. Wir haben also noch sechzig lange Minuten mehr Zeit und werden eine Stunde später um ein Jahr älter! Auf die kräftigen Glockenschläge aus Wien müssen wir um Punkt Mitternacht zwar verzichten, doch der schönen, grauen, blauen Donau bleiben wir treu! Wir tanzen den Walzer trotz der Zeitverschiebung pünktlich mit euch um Mitternacht und stoßen eben zweimal aufs Neue Jahr an. Doppelt soll ja besser halten und damit gehen wir sicher, dass sich dieses chaotische Jahr wirklich endgültig verabschiedet.

Silvester oder Neujahr, Nochevieja o Año Nuevo, gestern oder morgen?  luft1  An der Internationalen Datumsgrenze im Pazifik wird die Sache mit dem Jahreswechsel allerdings ganz schön kompliziert. Wenn in der Südsee auf der Insel Samoa die Sektkorken knallen, ist das neue Jahr auf Tonga, ein paar Inseln weiter, schon einen Tag alt. Zwischen den Inseln im Pazifik liegen aber nur ungefähr neunhundert Kilometer. Sie haben zwar die gleiche Uhrzeit, aber andere Wochentage. Das heißt, wenn auf Tonga Donnerstag im Kalender steht, gehen die Bewohner auf Samoa noch am Tag davor schlafen.

Schuld daran ist der Nullmeridian in Greenwich. Bezogen auf diesen Ort wird rund um die Weltkugel die Zeit berechnet. Richtung Westen wird es immer früher, nach Osten hin später. Wenn auf Tonga Silvester gefeiert wird, schlagen die Uhren in London elf Uhr, in Deutschland zwölf Uhr und in Singapur sieben Uhr am Abend. Westlich von London, zum Beispiel auf den Azoren ist es dann erst zehn Uhr, in New York sechs Uhr Früh und an der amerikanischen Westküste mitten in der Nacht. Auf Samoa beginnt zur gleichen Stunde, pünktlich um Mitternacht, ein neuer Tag!

Anfang und Ende – der Unterschied ist minimal. Vergangenheit und Zukunft liegen also lediglich einen kleinen Augenblick und einige Kilometer auseinander.luft1a  Genau genommen irgendwo im unendlich Meer zwischen den beiden Inseln Tonga und Samoa, in deren Nähe die internationale Datumsgrenze gezogen worden ist.  luft1  Also egal wo ihr um diese Zeit den Jahreswechsel feiert – ich wünsche euch ein super tolles Neues Jahr!

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch
und eine weiche Landung!
Ich wünsche euch eine Hand, die euch festhält,
ein Netz, das euch auffängt,
ein Schild, das euch den Weg weist
und 1000 Sterne, die euch den Weg erhellen!

¡ Feliz Año Nuevo!

 Ich hoffe, ich überlebe den Start ins Jahr 2021 unbeschadet…

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Weihnachten im Jahr 2020

Hat schon jemand das Christkind, el niño Jesús, gesehen? Bei mir hat es sich heuer leider noch nicht gemeldet und so werde ich mich wohl selbst einmal an die Arbeit machen müssen. Schade, ich hätte Unterstützung ganz gut gebrauchen können, aber was nicht ist kann ja noch werden, oder?

Es ist ja noch nicht so spät und deshalb nehme ich euch noch einmal zu einem Spaziergang durch weihnachtlich geschmückte Straßen und Plätze in unserer Umgebung. Gerade in dieser Zeit, wenn es schon früh dunkel wird, sind die hell erleuchteten Orte Balsam für meine Seele, die Welt sieht gleich wieder ein bisschen fröhlicher aus. Habt ihr auch Lust dazu?

Die ersten Fotos habe ich in Garachico, einem kleinen aber wunderschönen Örtchen in unserer Nähe geschossen. In der kleinen Nachbargemeinde von Icod de los Vinos ist die Weihnachtsbeleuchtung jedes Jahr besonders schön und deshalb sind wir vor kurzem am Abend durch die geschmückten Gassen spaziert.

Ich glaube, wir sind ungefähr um sechs Uhr abends an der Mole angekommen und es ist noch nicht ganz dunkel gewesen, aber es hat nicht sehr lange gedauert und die ersten Lichter gingen an. Wenn ich mir die rote Kugel mit dem blauen Meer im Hintergrund ansehe sieht sie zwar schon recht nett aus, aber wenn es dann wirklich dunkel wird verstrahlt sie erst ihren richtigen Zauber.

Vor dem Castillo San Miguell an der Hauptstrasse sorgt ein rotes Herz für Aufsehen und ihr könnt euch vorstellen, dass man sehr geduldig sein muss, um ein Foto ohne Menschen machen zu können. Es ist als Fotomotiv natürlich sehr begehrt und da kann es schon zu einem kleinen Stau kommen, denn es werden kleine und große Kinder im Kinderwagen oder auf den eigenen Beinen, die Herzensallerliebste genauso wie der vierbeinige Liebling mit diesem Herz im Hintergrund für die Ewigkeit festgehalten.

Ein paar Tage später war Puerto de la Cruz unser Ziel. Ich habe normalerweise gar keine Lust mit der Maske durch eine Stadt zu spazieren aber für diese wunderschöne Beleuchtung hat es sich ausgezahlt. Ich glaube, zu diesen Fotos muss ich nicht viel erzählen, ihr könnt euch die Stimmung ganz sicher selbst vorstellen.

Der Brunnen auf der Plaza del Charco ist mit einem traumhaft schönen Sternendach überspannt und im Wasser spiegeln sich die Sterne wieder. Fast wie in einem stillen, spiegelglatten Bergsee. Oder doch eher wie in einer kleinen Wasserpfütze?

Ein paar hundert Meter weiter betritt man die Szene einer Märchenwelt. Ich habe in all den vergangenen Jahren noch nie eine schönere Weihnachtsbeleuchtung gesehen. La iglesia Nuestra Señora de la Peña de Francia, und der Platz rund um die Kirche sind in magisches Licht getaucht. Für die Märchenstunde fehlt nur mehr ein alter, bärtiger Geschichtenerzähler, der mit sonorer Stimme eine Weihnachtsgeschichte aus einem dicken Buch vorliest.

„Weihnachten ist keine Jahreszeit – sondern ein Gefühl.“ schrieb Edna Ferber vor vielen Jahren. Viele von uns sind vor allem heuer einfach genervt, gestresst und kaputt. Sie haben zu nichts mehr Lust, wenn es Ziele gibt sind sie in eine weite, unbekannte Zukunft verlegt worden – oder ganz verschwunden. Aber das ist einfach falsch. Denn der Zauber des Lebens und des Glücks ist nach wie vor da. Wir müssen nur die Augen auf machen!

So, jetzt wird es aber wirklich Zeit für mich, sonst sitzen wir heute Abend ohne romantische Beleuchtung und nur mit dem halben Abendessen am Tisch. Das geht heute aber gar nicht. Und noch etwas – ich bin mir sicher, dass das Christkind – oder von mir aus auch der Weihnachtsmann – auf niemanden vergessen wird. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es uns sogar in Spanien, irgendwo auf einer kleinen Insel im Atlantik, gefunden hat. Ich wünsche euch von ganzem Herzen Frohe Weihnachten! ¡¡Feliz Navidad!!

Weihnachtslied, chemisch gereinigt
geschrieben im Jahr 1928

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte euch das Leben.
Das genügt, wenn man’s bedenkt.
Einmal kommt auch Eure Zeit.
Morgen ist’s noch nicht so weit.

Doch ihr dürft nicht traurig werden,
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden,
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bisschen durch die Straßen!
Dort gibt’s Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch.

Tannengrün mit Osrambirnen –
lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reißt die Bretter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt’s an Holz!
Stille Nacht und heilge Nacht –
Weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt fürs Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte reicht so weit . . .
Ach, du liebe Weihnachtszeit!
Erich Kästner

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Die Weihnachtsgurke

oder was es so alles gibt. Hängt irgendjemand von euch Gurken an die Äste des Christbaums? Ich frage deshalb, weil ich aus Österreich kommen und diese Frage deshalb nicht beantworten kann.

Die Amerikaner behaupten nämlich, dass die Weihnachtsgurke ein urdeutscher Brauch sein soll. Und diese Behauptung stammt aus keinem Tweet von Donald Trump. Die Amerikaner glauben, das die Deutschen Tradition, Weihnachten und saure Gurken lieben. Eine Gewürzgurke am Weihnachtsbaum soll also eine alte Tradition haben – wenn nicht sogar deutsches Kulturgut sein – das Auswanderer einst mit in die Neue Welt genommen haben. Die Sache hat nur einen Haken – im Heimatland der Gurke im Baum weiß so gut wie niemand, was hinter dem Brauch stecken könnte. Aber dazu später.

Der vermeintlich deutsche Brauch eroberte die Herzen der Amerikaner im Sturm und die gläserne Essiggurke aus Thüringen ist heutzutage in den USA ein fester Bestandteil des Christbaumschmucks. Die grüne Gurke findet man natürlich nicht so schnell und sie wird auch noch bewusst versteckt aufgehängt, denn wer sie am Weihnachtsabend als erster findet, kann sich auf eine Belohnung freuen. Der glückliche Finder darf seine Geschenke zuerst auspacken und außerdem bekommt der oder die Glückliche noch ein zusätzliches Geschenk. Als Draufgabe soll die gläserne Essiggurke auch noch Glück im neuen Jahr bringen. Da soll noch jemand sagen sauer macht nicht lustig..

Und in Deutschland? Im Internet habe ich die Information gefunden, dass laut einer Umfrage über neunzig Prozent der Befragten den Brauch um die Gurke überhaupt nicht kennen. Hat da jemand ein tolles Marketing betrieben oder ist es tatsächlich eine, durch deutsche Auswanderer, importierte Tradition? Ein Stempel aus Lauscha, wo die Weihnachtsgurke 1880 erfunden worden sein soll, verleiht dem Dokument, das an jeder Gurke hängt, höchste Glaubwürdigkeit. „The Christmas Pickle“ ist seit Jahren von New York bis San Francisco ein Verkaufsschlager.

Aber wie kam es dazu? Dazu gibt es die unterschiedlichsten Geschichten. Am öftesten findet man die Legende über den armen Soldaten John Lower. Der aus Bayern stammende junge Mann soll im amerikanischen Bürgerkrieg gekämpft haben und als er in Gefangenschaft geriet wurde er schwer krank. Als er sein Ende kommen sah, bat er seinen Gefängniswärter um eine saure Gurke. Nach seiner Henkersmahlzeit wurde er wie durch ein Wunder wieder gesund und als er einige Jahre später wieder frei gelassen wurde, hängte er alle Jahre wieder eine Gurke am Christbaum auf. Ob er auf Grund der Gurke begnadigt wurde kommt in dieser Geschichte leider nicht vor.

Eine andere Legende erzählt, dass die Tradition im frühen 20. Jahrhundert begann. Die Menschen im Spreewald, wo Gurken traditionell angebaut und eingelegt werden, waren damals bettelarm und die Familien hatten nicht genug Geld, um für jedes Kind ein Geschenk zu kaufen. Also erhielt nur das Kind eine Kleinigkeit, das die Gurke im Weihnachtsbaum fand und die Auswanderer haben diese Erinnerung dann nach Amerika mitgenommen.

Die Weihnachtsgurke in einem Katalog von 1909

Am ehesten war es aber wohl eine geniale Marketingidee von Woolworth. Glasbläser in Lauscha, also in Thüringen haben bereits um 1840 gläserne Früchte und Nüsse – und wahrscheinlich auch Gurken – zu produzieren. Frank Winfield Woolworth, der Gründer der amerikanischen Kaufhauskette Woolworth, sah diese Stücke und war davon so begeistert, dass er beschloss, diesen Glas-Christbaumschmuck ab 1880 nach Amerika zu importieren und damit sich dieser neue Weihnachtsgurkenbaumschmuck in seinen Geschäften besser verkaufen ließ, dachte er sich kurzerhand noch eine rührige Geschichte von einer deutschen Tradition aus – fertig.

Welche Geschichte nun wirklich stimmt, wird wohl nie ganz geklärt werden können. Das ist aber auch egal, oder? Die Weihnachtszeit ist eine Zeit für Legenden, Märchen und Geschichten. Sonst hätten wir heute weder einen Weihnachtsmann noch das Christkind und wenn es keinen Osterhasen geben würde – wer soll uns im nächsten Jahr die Ostereier bringen?

Nachdem ich selbst noch nie in meinem Leben einer Weihnachtsgurke begegnet bin, sind die Fotos dieses Mal alle aus dem Internet. Falls jemand von euch so ein Exemplar zu Hause haben sollte, würde ich mich sehr über ein Bild davon freuen! Ich werde mir vielleicht so kleine Weihnachtsbäumchen aus richtigen Gurken basteln, die schmecken mit Sicherheit besser als so eine Gurke aus geblasenem Glas …

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Grüne oder weiße Weihnachten…

Dreaming of a white Christmas? Nicht wirklich. Wir freuen uns auf sonnige, warme Weihnachten.  Obwohl – wenn sich der Teide mit einem weißen Häubchen schmückt, spricht man auch auf der Insel von weißen Weihnachten. Weiße Weihnacht ist in den meisten Teilen der Welt sowieso mehr Mythos als Realität. Auf der Südhalbkugel fällt Weihnachten sogar in den Hochsommer! Wo haben weiße Weihnachten wohl ihren Ursprung? Sind es die vielen Weihnachtslieder wie „Winter – Wonderland“, „White Christmas“ oder „Last Christmas“ die diese Stimmung aus einem Gemisch von Schnee und prasselndem Feuer verbreiten? Ich habe keine Ahnung. 

Weihnachten rückt immer näher und nun dauert es wirklich nicht mehr lange, dann verabschiedet sich auch hier auf der Insel jeder von jedem mit der Beifügung Feliz Navidad, fröhliche Weihnachten!

Fröhliche grüne oder weiße Weihnachten, Weihnachten oder keine Weihnachten? Ich habe das Gefühl, dass über kein Fest des Jahres soviel gemosert, gejammert, gemeckert und kritisiert wird, wie über dieses.  Warum eigentlich, por qué? Plötzlich dreht sich die Welt um Einkaufstress und Zwang, um Geschenke und milde Gaben, Wohnungsputz und Familienunglück. Frohe Weihnachten, glückliche Festtage und der Einfachheit halber auch gleich um einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Du lieber Himmel, da werden Unmengen von Keksen gebacken und schon vor ihrer Vernichtung wird über die Diät danach laut nachgedacht. Es wird von Vanillekipferln geschwärmt gleichzeitig und auf den Weihnachtsbraten geschimpft. Zu Weihnachten müssen auch noch alle Verwandten, Bekannten, Eltern und Geschwister besucht werden, obwohl der eine oder andere lieber seine Ruhe haben würde.  Naja, dieses Thema hat sich in diesem Jahr von selbst erledigt, aber warum eigentlich ausgerechnet zu Weihnachten?

Glaubt denn niemand mehr ans Christkind? Das muss wohl so sein, denn sonst würde sich dieser unnatürliche Stress von selbst erledigen. Die Eltern sind doch nur in Ausnahmesituationen die weltlichen Helfer der himmlischen Heerscharen. Die eigentliche Logistikzentrale befindet sich auf einer ganz anderen Ebene unseres Weltbildes.   

In den himmlischen Werkstätten wird das ganze Jahr über hart gearbeitet, aber jetzt haben die Engel in den Backstuben Hochsaison und der Verteilungslan für jegliche Art von Geschenken steht schon seit vielen Wochen fest. Abgesehen davon, dass in keinem Weihnachtsbuch eine einzige Zeile über Hausputz zu lesen ist. Warum machen sich Menschen dann gerade zu diesem Fest das Leben so schwer? Man schlendert ganz harmlos durch die Stadt und trifft plötzlich auf Mitmenschen, die mit gehetztem Ausdruck im Gesicht hektisch von Geschäft zu Geschäft eilen und noch irgendwelche Geschenke finden kaufen müssen.  Von Herzen können diese Gaben ja wohl nicht kommen. Wenn es gut geht, hat dieser arme Mensch gerade noch Zeit „Frohe Weihnachten“ zu wünschen, die Antwort von seinem überraschten Gegenüber kann er nur sehr nervös abwarten – die Zeit rennt ihm davon.

Dabei wäre es so schön, gemeinsam einen Kaffee oder einen Glühwein zu trinken, gemütlich zu tratschen und die letzten Tage des Jahres zufrieden ausklingen zu lassen. Doch dafür ist für viele Menschen zur Zeit keine Zeit übrig.¡Qué lástima! Schade eigentlich!  Zeit und menschliche Wärme kann sich niemand kaufen, man kann sie nur verschenken oder geschenkt bekommen. Ohne Geld, Geschenkspapier und ohne Schleife!   

Weihnachtsstress? Das ist für mich noch nie ein Thema gewesen. Und das wird es auch nie werden, denn das Schönste an diesen Tagen ist die Ruhe und Entspannung. Wir können zwar nicht vom Fußboden essen, aber wer muss das schon? Jeder von uns hat einen Esstisch in seiner Wohnung stehen, oder nicht? 

Ich freue mich auf Weihnachten! Den Christbaum aufputzen, den Tisch stimmungsvoll und ein bisschen kitschig decken und dekorieren, Jingle Bells als musikalische Kulisse, Heringssalat begleitet von gefüllten Eiern, Lachs und Kaviar auf den Tellern. Eine große Schüssel mit den unvermeidlichen Weihnachtskeksen darf natürlich nicht fehlen, genauso wenig wie ein lustiger Weihnachtsfilm zur Unterhaltung.  Wir haben unsere eigene Tradition für die Weihnachtszeit entwickelt, ich hoffe ihr auch…

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Mensch und Maus

Heute Vormittag hatte ich hohen Besuch – ein Mäuschen hat sich in unsere Behausung gewagt. Naja, eigentlich ist sie sehr selbstbewusst über den Vorleger spaziert. Klein, grau und kugelrund. Dann hat sie ihre Selbstsicherheit anscheinend doch ein wenig verlassen und sie ist zwischen meine Schuhe geflüchtet. Mit Georgs Hilfe haben wir sie zu zweit wieder auf den richtigen Weg gebracht. Sie hat sich am Ende doch für ein Leben in Freiheit entschieden und ist kurzerhand Hals über Kopf durch die Haustüre geflüchtet.  Eine wahrlich kluge Entscheidung, denn für eine Wohngemeinschaft mit Mäusen könnte ich mich nicht wirklich begeistern. Wir würden nicht gut miteinander auskommen, denn ich mag keine ungebetenen Untermieter. Abgesehen davon – hier auf der Insel müssen die kleinen Tierchen ja nicht einmal im Winter frieren und zu futtern gibt es auch genug.

Nur weil ich die kleinen Nager nicht als Mitbewohner haben möchte, heißt das noch lange nicht, dass ich sie nicht mag. Im Gegenteil, wenn ich sie im Freien beim Spielen beobachten kann freue ich mich immer wieder. Sie sind einfach zu putzig und die kleine graue Stadtmaus, die Georg hier auf dem Bildchen verewigt hat, gefällt mir besonders gut!

Die Maus
Es wollte eine kleine Maus
– im Keller wohnhaft – hoch hinaus;
und eines Nachts, auf leisen Hufen,
erklomm sie achtundneunzig Stufen
und landete mit Weh und Ach
ganz oben, dicht unter dem Dach.

Dort wartete bereits auf sie
die Katze, namens Doremi.

Kaum, dass das Mäuslein nicht mehr lebte,
geschah’s, dass eine Fledermaus
ein paar Mal um die Katze schwebte,
zur Luke flog und dann hinaus.
Da faltete die Katz’, die dreiste,
die Pfoten und sprach: „Ei, wie süß!
Da fliegt die Maus, die ich verspeiste,
als Engelein ins Paradies!“
Heinz Erhardt

Der Name dieser Katze ist nicht Doremi, es ist einfach ein verspieltes kleines Kätzchen. Der britische Schriftsteller und Illustrator Oliver Herford charakterisierte die Katzen und ihr eigensinnigen Wesen so:  „ein Zwerglöwe, der Mäuse liebt, Hunde hasst und den Menschen gönnerhaft behandelt“

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El Dia de Santa Bárbara

Es ist noch stockdunkel und trotzdem sitze ich kerzengerade im Bett. Die Reise durchs Land der Träume ist mit einem Schlag beendet. Es hat sich ausgeträumt! Was ist los? Wird da irgendwo gekämpft? Haben wir Krieg?

Weder noch, auf dem Platz vor der Kirche, nicht weit weg von uns, wurde in aller Herrgottsfrühe nur Santa Bárbara, aus dem Schlaf geböllert – mit zwölf ehrenvollen und ziemlich lauten Böllerschüssen!  Der Feiertagsmarathon in Icod de los Vinos wurde damit auf jeden Fall stilvoll gestartet! Feiertagsmarathon? Heute feiert Santa Bárbara die Heilige mit dem schönen Namen Barbara. Morgen ist zwar ein normaler Tag und am 6. Dezember marschiert kein Nikolaus über die Insel aber es steht der Tag der Verfassung, Día de la Constitución, im Kalender. Am 8. Dezember wird weiter gefeiert. Dieses Mal geht es um eine andere Frau, um Maria. Maria Empfängnis, Inmaculada Concepción, ist natürlich in Spanien, wie in Österreich, ebenfalls ein Feiertag.

Doch heute ist erst einmal der Ehrentag der heiligen Barbara – el Dia de Santa Bárbara. Wir leben ja unter ihrem ganz persönlichen Schutz, im Ortsteil, el barrio Santa Bárbara in Icod de los Vinos. Es ist ein ganz besonders schöner Teil des Städtchens, denn er liegt geschützt zwischen bewaldeten Hügeln mit freiem Blick auf den endlosen Ozean. Bei guter Sicht können wir am Abend sogar die Lichter der Küste von La Palma beobachten. Die Laterne des Leuchtturms von Buenavista del Norte blinkt in regelmäßigen Abständen und hoch oben auf dem Hügel bei La Vega leuchtet das rote Licht einer Sendeantenne.

Aber wer war die heilige Barbara eigentlich? Der Legende nach wurde sie von ihrem eigenen Vater geköpft, denn das Töchterlein wollte nicht so leben, wie es sich ihr Erzeuger vorgestellt hatte. Das soll zwar öfter vorkommen, doch zum Glück löscht nicht jeder Vater deshalb das Leben seiner Tochter aus. Kennt ihr die Geschichte des Mädchens mit dem schönen Namen Barbara? Wenn ihr wollt, erzähle ich sie euch. Also, es war einmal ein schönes, junges Mädchen …

Die heilige Barbara lebte im dritten Jahrhundert nach Christus als Tochter eines reichen Kaufmanns in der heutigen Türkei. Die Geschichte erzählt, dass sie ein sehr schönes Mädchen war. Vom Vater behütet und beschützt wie einen Edelstein. Immer wenn er verreisen musste, schloss er seine Tochter Barbara in einen Turm ein, um sie vor jeder Gefahr zu schützen.

Als er einmal von einer langen Reise heimkehrte, entdeckte er an den Wänden des Turms das Zeichen der Christen, das Kreuz. Barbara war also, trotz Turm, während der Abwesenheit des Vaters Christin geworden und hatte sich taufen lassen. Die Liebe zu seinem Kind schlug beim Vater in Hass um. Barbara sollte sterben. Barbara konnte vor ihrem Vater in einen Felsspalt fliehen, der sich wie durch ein Wunder vor ihr öffnete. Sie wurde jedoch von einem Hirten verraten und als ihr Vater sie fand schleppte er seine eigene Tochter vor den Richter, dem römischen Statthalter Marcianus. Sie wurde furchtbar gefoltert, aber ihren Glauben gab sie trotzdem nicht auf. Da zog der Vater selbst sein Schwert und tötete seine Tochter. Gott strafte ihn auf der Stelle mit einem Blitzschlag, tötete den Vater und sorgte dafür, dass der ungläubige Mann bald in Vergessenheit geriet.

Seine Tochter wurde von den Menschen nie vergessen und im Laufe der Zeit zur Schutzherrin der Dachdecker, Glockengießer, Bauarbeiter, Kanoniere und Bergleute. In Spanien wird Barbara vor allem als Schutzpatronin der Artillerie verehrt. Die Heilige gilt zwar als Symbol der Wehr- und Standhaftigkeit. Die Verehrung der Heiligen Barbara als Schutzherrin des Militärs ging ursprünglich also von Spanien aus und stammt aus der Zeit der Verdrängung der maurischen Besatzer Südeuropas in der Mitte des des 2. Jahrtausends.  Warum die Wahl auf die Heilige Barbara gefallen ist, kann jedoch nicht mehr nachvollzogen werden, es ist einfach so.

In einer anderen Legende kann man lesen, dass sich, als Barbara auf dem Weg ins Gefängnis war, ein Kirschzweig in ihrem Kleid verfangen hat. Den nahm sie mit, stellte ihn in einen Becher und gab ihm von dem Wasser, das sie im Gefängnis zu trinken bekam. Genau am Tag ihrer Verurteilung zum Tode begann der Zweig zu Blühen und wurde damit für Barbara ein Zeichen der Hoffnung. Eine andere Version der Geschichte erzählt, dass die im kalten Winter verdorrten Blüten auf dem Grab der heiligen Barbara genau am Abend des 24. Dezember blühten. Dieses Phänomen soll sich alljährlich wiederholt haben.

Seitdem werden am 4. Dezember so genannte Barbarazweige eingefrischt. Früher gaben die Mädchen jedem Zweig den Namen eines Verehrers. Je nachdem, welcher Zweig zuerst erblühte, wurde einer von ihnen zum zukünftigen Bräutigam – oder auch nicht! Heute frischt wahrscheinlich fast niemand mehr Kirschzweige ein. Heiraten ist nicht mehr gefragt und falls doch, klickt Mädchen sich eben durchs Internet. 

So geht ein schöner Brauch nach dem anderen verloren und verschwindet in der Versenkung. Schade eigentlich, denn je schöner die Zweige zu Weihnachten blühen, umso mehr Glück kann man im nächsten Jahr erwarten. Die Barbarazweige können aber noch viel mehr! Soll ich euch das Geheimnis verraten?  Wenn man sie ohne Worte vom Baum schneidet und dabei an etwas ganz bestimmtes denkt, dann geht dieser Wunsch in Erfüllung.  Aber nur, wenn man niemandem davon erzählt!

Um noch einmal auf die Kirschen zurück zu kommen.  Auch wenn es überhaupt nichts mit der Heiligen Barbara zu tun hat. In den guten, alten Zeiten wurden Kirschkerne gerne und oft als eine Art Wärmeflasche verwendet. Zur Zeit der Kirschernte wurden in fast jedem Haus Spucknäpfe für die Kerne der süßen, roten Früchte aufgestellt. Darin wurden die Kirschkerne gesammelt, anschließend ausgekocht, getrocknet und dann in kleine oder große Säckchen aus Leinen eingenäht. Wenn im Winter die Nächte kalt und kälter wurden, erwärmte man sie vorsichtig auf der heißen Ofenplatte und legte sie als Wärmequelle in die frostigen Betten.   Die kalten Zehen waren mit Sicherheit sehr dankbar für die angenehme Wärme!

•*¨*•❥   übrigens – dass Gehölze durch einen frostigen Reiz von Kälte zum vorzeitigen Blühen gebracht werden können, wurde bereits vor langer Zeit entdeckt. Deshalb kann man die Zweige auch vorsichtshalber kurz in den Tiefkühlschrank legen, dann blühen die Zweige fast mit Sicherheit um die Weihnachtszeit.

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online – ist das die Lösung?

Vielleicht habt ihr euch ja schon einmal gefragt, warum ein PuppenMUSEUM auf Teneriffa nicht Museo de Muñecas oder DollMUSEUM heißt?

Den Namen ARTlandya haben wir nicht von ungefähr für unsere Finca gewählt denn bei uns gibt es mehr als „nur“ PuppenKUNST zu sehen. Wir haben mit diesem Namen KUNST und NATUR verbunden, also Arte mit dem Land und ich glaube, das ist uns auch in der Realität ganz gut gelungen.

Das Leben hat sich zwar seit Juli auch auf Teneriffa etwas entspannt, doch die meisten Hotels und Ausflugsziele sind geschlossen und aus Angst vor dem Virus dürfen nirgends Flyer aufgelegt werden. Die Touristeninformationen sind natürlich auch geschlossen. Der Virus regiert mit unerbittlicher Hand. Woher sollen also die Besucher wissen, dass es uns überhaupt gibt? Corona hat uns da einen anständigen Strich durchs Leben gemacht und ein Museum online vermarkten? Wie soll das denn funktionieren? Gar nicht.  Virtuelle Museumsbesuche sind ebenfalls keine befriedigende Lösung – also müssen die Puppen und Teddies wohl oder übel noch einige weitere Wochen in Einsamkeit mit gezählten Bewunderern verbringen. Leben ohne Einnahmen geht aber auch nicht und Goldesel waren leider ausverkauft.

„Selber schuld, wer so blöd ist und nur auf Touristen setzt“, den tollen Satz habe ich vor kurzem irgendwo gelesen. Das ist wohl ein bisschen kurz gedacht, denn Tourismus besteht nicht nur aus einem Hotelbett. Im Grunde genommen hängt an einem Bett für Gäste ein Großteil der Wirtschaft eines Landes. Aber das ist ein anderes Thema und diese Weisheit bringt niemanden weiter. Wir haben uns dafür entschieden, das GlasStudio wieder zum Leben zu erwecken. In Zukunft sind wir dann hoffentlich weniger abhängig von Gästen, die ARTlandya besuchen, denn die kleineren Glasobjekte können wir ganz einfach verpacken und mit der Post auf den Weg schicken. So ist zumindest der Plan.

Eintrittskarten sind zur Zeit leider nicht sehr begehrt. Keine Besucher, keine Kunden aber an einem OnlineShop kann auch niemand einfach so vorbeispazieren. Macht die Aktion überhaupt Sinn, ist das wirklich eine Chance? Ich bin so ziemlich das erste Mal in meinem Leben ratlos. Irgendwie fehlt mir der Durchblick…

Die Vermarktung über soziale Medien wie Instagram oder Facebook funktioniert nicht wirklich. Auf gefällt mir wird zwar geklickt und nette Kommentare werden auch geschrieben, aber das erinnert mich ein bisschen an den Applaus für die Pflegekräfte zu Beginn der Krise. Es ist nett gemeint, hilft aber nicht wirklich. Nicht falsch verstehen – ich freue mich wirklich darüber, aber das trifft es nicht auf den Punkt.

Naja, jammern hilft nicht wirklich – das lernt man schon als Kind. Und Kinder sind jetzt auch diejenigen, die ein Recht zum Jammern hätten, denn ihre Welt ist noch mehr ins Wanken geraten als unsere. Doch ab und zu tut es einfach einmal gut, zu jammern, zu klagen und sich zu beschweren. Und wenn man es nur aufschreibt :o) In Wahrheit ist jammern wie im Schaukelstuhl sitzen. Man verbraucht Energie, um zu schaukeln, um den Schaukelstuhl in Bewegung zu halten, kommt aber trotzdem nicht vom Fleck. Ist zwar recht entspannend, aber das war’s dann schon.

Unsere realen Kunden sind begeistert von den neuen Bildern, Schalen und Schüsseln, aber sie haben auch den Vorteil, die Dinge anfassen und die Ausstrahlung auf sich wirken lassen zu können. Über den Bildschirm klappt das nicht ganz so gut, vor allem, wenn man diese Art von Glasverarbeitung vielleicht nicht kennt.

Aber wie wäre es damit?

Wir haben etwas ganz Besonderes auf Lager – zauberhafte Geschenkskärtchen mit einem weihnachtlichen Motiv aus Glas. Sie sind eine tolle Ergänzung für euer Geschenk und verleihen jedem noch so kleinen Geschenk eine ganz besondere Note! Passt auch zu einem Blumenstrauß, einen Gutschein oder ihr verschönert damit einfach einen Euroschein. Jedes einzelne Motiv ist Handarbeit. Das Glas wird mit der Hand zugeschnitten, die Motive mit unterschiedlichen Pigmenten liebevoll eingefärbt und anschließend kommt das kleine Bildchen zum Verschmelzen in den Ofen. So ist jedes Stück ein Unikat und unterscheidet sich immer ein wenig von den anderen.

Das sind jetzt die aktuellen Weihnachtskärtchen – aber wir haben natürlich auch für Weihnachtsmuffel oder andere Gelegenheiten das passende Bildchen. Wir können auch eine Magnetfolie dazu geben, dann kann jeder daraus seinen ganz speziellen und einzigartigen „Kühlschrankmagneten“ machen. Wie wäre es mit einem Kätzchen?

Übrigens – Weihnachten kommt immer so plötzlich und der Countdown hat heute begonnen … also wartet nicht zu lange :o) – das Christkind oder der Weihnachtsmann kommen wirklich schneller als gedacht!

Falls ihr also ein besonderes Geschenk sucht – ihr werdet bestimmt fündig! Wir würden uns sehr darüber freuen und falls ihr Fragen habt, schickt uns einfach eine kurze Nachricht, entweder per email oder Whatsapp. Ich schicke euch gerne mehr Fotos oder beantworte eure Fragen…

… und bitte nehmt es mir nicht übel, wenn der ein oder andere von euch unerwartete Post bekommt. Es ist normaler Weise nicht meine Art hausieren zu gehen, aber in Zeiten, in denen hier auf der Insel wenig Urlauber bzw. überhaupt Menschen in der Freizeit unterwegs sind, ist es die einzige Art, Dinge zu zeigen, die man verkaufen will. Ich will euch nur zeigen, was wir anbieten und es hat jeder die Wahl nein zu sagen.

Für heute liebe Grüße von der Insel – und DANKE für’s Zuhören ♥

Falls jemand von euch mehr sehen will, hier ist der Link Glass ARTE en vidrio TENERIFE

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Fiesta de San Andrés im Jahr 2020

„Das Wasser und der Wein, das ist so eine Sache. San Andrés ist für den Wein zuständig und Petrus für das Wasser, soviel ist einmal klar. Aber dann wird es kompliziert, denn die zwei Heiligen sind anscheinend nicht gut vernetzt. San Andrés ohne ein paar Wassertropfen von oben erleben wir nur alle paar Jahre….“ habe ich vor einem Jahr geschrieben. Und heute?

Am 30. November ist in Icod de los Vinos ein  ganz besonderer Feiertag – Fiesta de San Andrés steht im Kalender. Um diesen Tag in aller Ruhe genießen zu können, verzichten die Bewohner Icods sogar auf einen Feiertag in der Zeit des Carnavals – und das heißt wirklich etwas. Ihr seht, der Wein ist in unserem kleinen Städtchen eindeutig wichtiger als der Carnaval!

Dieses Jahr sind die Feierlichkeiten komplett ins Wasser gefallen – und dazu hat nicht nur Petrus seinen Teil dazu beigetragen. Icod de los Vinos ohne Tablas? Das hat es wahrscheinlich in der Geschichte dieser Stadt überhaupt noch nicht gegeben, aber so ein heimtückischer Virus mit einem Krönchen hat es geschafft. Keine Tablas, keine Verkostung des neuen Weins und keine gebratenen Kastanien in den Gassen. Das Feiern fällt heuer flach! Und als Draufgabe schüttet Petrus seine Badewanne auch noch über unseren Köpfen aus.

Ich kann euch also weder aktuelle Fotos zeigen noch neue Geschichten darüber erzählen, aber wenn ihr mehr wissen wollt und ein bisschen in der Erinnerung blättern wollt, in den Beiträgen Wein, Kastanien und ein Heiliger findet ihr viele Fotos aus der Vergangenheit. Wenn ihr die Geschichte über diese Tradition lesen wollt, klickt einfach auf den Link – und falls ihr selbst irgendwo feiert, denkt daran – „Am Rausch ist nicht der Wein schuld, sondern der Trinker.“   Diese Weisheit ist nicht von mir, das hat Konfuzius schon 500 Jahre vor Christus fest gestellt. 

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Afur oder Las Casas de Afur

Blauer Himmel, ein paar verstreute, flauschige Wölkchen am Himmel und die Sonne noch im Rücken, bessere Voraussetzungen für diesen Ausblick gibt es gar nicht. Die leicht hügelige Landschaft ist nach den ersten Regenfällen zartgrün gefärbt und im Hintergrund ist sogar der Teide noch relativ klar zu sehen. Einfach nur schön, oder?

La Laguna liegt uns zu Füssen. Wir sind zwar auf dem Weg ins Anaga Gebirge aber bei dieser wunderbar klaren Sicht mussten wir kurz nach der Ortschaft Las Mercedes beim Mirador de Jardina einfach anhalten.

Im Nordosten von Teneriffa findet man eine unvergleichlich schöne Landschaft. Schroffe Berge, grüne Terrassen, tiefe Täler, moosige Märchenwälder und kleine Bächlein. Das Anaga Gebirge ist einer der ältesten Teile Teneriffas und vor allem für herrliche Aussichtspunkte, üppige Lorbeerwälder, malerische Orte, schroffe Küsten und markante Felsen bekannt. Die kleinen Dörfer oder Ansiedlungen sind oft so abgelegen, dass ich mich immer wieder wundere, dass dort wirklich jemand lebt.

In dieser Gegend ändert sich das Wetter oft in Sekundenschnelle und vorbei ist es mit der schönen Aussicht und dicke Nebelschwaden das Wetter, herrliche Ausblicke werden oft allzu schnell von dicken Nebelschwaden übernehmen die Herrschaft. Allerdings kann der Himmel genauso schnell wieder aufreißen …

Damit diese Landschaft auch für die Zukunft so erhalten bleibt, wurde schon im Jahr 1987 ein Naturpark gegründet, der 1994 als Parque Rural de Anaga unter besonderen Schutz gestellt wurde.

Auf dem Weg nach Afur steht dieser eindrucksvolle Felsen mit einigen Höhlenhäusern mitten in der Landschaft. Die Häuser, die ihr rechts und links davon ziemlich klein auf dem Foto erkennen könnt, gehören zu Afur – und Afur wird zum Gemeindegebiet von Santa Cruz de Tenerife gezählt und von dort verwaltet. Der Arm des Bürgermeisters unserer Hauptstadt reicht also sogar in diesen versteckten Winkel der Insel.

Die großen und kleinen Höhlen wurden in diesem Gebiet früher sowohl als Häuser, also als Wohnräume für die Familien, aber auch als Unterstände für Vieh oder trockene Getreidespeicher genutzt. Die für uns so dekorativen Fassaden der Höhlenwohnungen auf dem Roque Alonso werden heute zwar tausendfach fotografiert, die Wohnhöhlen dahinter sind allerdings unbewohnt doch nicht nutzlos, denn sie werden noch immer für die Landwirtschaft genutzt. Ich würde nur zu gerne in eines davon hinein zu gehen, einfach um zu sehen, ob sie genug Licht hatten oder ob es nach Feuchtigkeit riecht. Ich würde gerne wissen, wer dort lebte und wie sie in einem Loch im Berg lebten. Hatten sie Angst, dass das Dach oder der Eingang einstürzen würden? Ich würde zu gerne einmal darin Mäuschen spielen oder mit einer Zeitmaschine ein paar Jahrzehnte in die Vergangenheit reisen. Aber leider wird das wohl ein Wunschgedanke bleiben.

Heute besteht das Dorf aus vielen verstreuten Ortsteilen und ein paar Dutzend Häusern. Die bekanntesten Siedlungen, die ziemlich verstreut in der Landschaft liegen sind wahrscheinlich Roque Negro, Afur Bajo und Lomo Centeno. Vor ein paar Jahrzehnten, also im vergangenen Jahrtausend, sollen hier nur zwei gemauerte Häuser gewesen sein, die restlichen Bauten waren aus Trockenmauern gebaute Scheunen, die mit Stroh gedeckt wurden und Höhlen.

Das könnte stimmen, denn in Afur Bajo stehen heute nicht mehr als eine Handvoll Häuser, eine Bar und eine kleine Kapelle, la Ermita San Pedro, die erst in den 60er Jahren gebaut worden ist. Wenn ihr auf dem linken Foto genau hinseht, könnt ihr rechts neben der Türe die Kordel erkennen, mit der die Glocke im Türmchen geläutet werden kann.

Die Kapelle kennen die meisten Besucher nur von außen, aber die Bar Casa José Cañón ist weit über die Grenzen von Afur bekannt und José Alonso Jiménez ist mit seinen heute 83 Jahren längst zu einer Institution geworden. Die Bar war viele Jahre lang der einzige öffentliche Treffpunkt für die Bewohner dieser Gegend. Dort wurden Lebensmittel, Textilien, Wein, Schnaps, gesalzener Fisch, Konserven, Zigaretten, Öl, Getränke, Küchengeschirr oder Seife auf Kredit verkauft. Waren, die er mit zwei Eseln von La Laguna hier her brachte. Die Zeiten haben sich geändert und das kühle Bier, das wir gekauft haben, ist ganz modern mit dem Auto ins Tal geliefert worden.

Das Tal von Afur ist fruchtbar und hat das ganze Jahr über genügend Trinkwasser und damit viel grünes Weideland. Bis ans Ende des 15. Jahrhunderts lebten hier die Ureinwohner der Insel, die Guanchen, ganz friedlich mit ihren Tieren.

Wir haben unser Auto auf dem großen Parkplatz abgestellt und uns auf den Weg gemacht. Wie immer ohne Plan oder fest bestimmtes Ziel. Wir machen das meistens so und entscheiden uns ganz spontan wohin die Reise geht. Rechts oder links, nach oben oder nach unten? Dieses Mal haben wir nach dem ersten Anlauf allerdings bald wieder umgedreht, denn nach einigen hundert Metern sind wir direkt auf der Strasse gelandet. Auf Asphalt spazieren ist nicht so unser Ding also noch einmal zurück zum Anfang.

Als Trostpflaster haben wir dafür gleich ein wunderschönes, abgelegenes und ebenes Plätzchen für unsere Rast gefunden. Also haben wir die Jause ausgepackt und die Landschaft genossen. Im Hintergrund war leises Wasserrauschen zu hören, ein paar Hühner gackerten und irgendwo läuteten kleine Glöckchen um die Wette. Unter uns schlängelte sich ein Weg durch die Landschaft und über unseren Köpfen kreisten gleich zwei, nein drei Falken lautlos durch die Lüfte. Klingt wie im Heimatfilm oder?

So schön war der Ausblick von unserem Rastplatz und bald haben wir uns gestärkt auf den Weg gemacht. Seht ihr das graue Band auf dem Foto? Genau diesen Weg haben wir uns ausgesucht und was gibt es viel zu erzählen? Es war eine wunderschöne Tour zu den Häusern auf dem Steinhügel. Caserio de Lomo Centeno wird die kleine Siedlung genannt und sie wird rundherum von hohen Felswänden bewacht.

Überall in der Gegend sind zum Teil riesige Felsbrocken verteilt. In allen Formen und Farben, groß und klein, rund und unförmig und auf alle Fälle tonnenschwer. Man könnte fast denken, dass die Gallier hier irgendwann unterwegs waren und Obelix den ein oder anderen Hinkelstein hier verloren hat.

Nach der kleinen Siedlung geht es wieder nach unten. Von hier aus könnte man aber auch weiter Richtung Taborno wandern, aber wir wollen unsere Runde beenden und gehen auf dem Weg nach unten weiter.

Aus dieser Perspektive sieht man erst, wie klein Afur wirklich ist. Das größte Bauwerk ist eigentlich der riesige Parkplatz der zur Zeit so gut wie leer gefegt ist. Logisch, unter der Woche könnten hier nur Urlauber unterwegs sein und davon tummeln sich aus bekannten Umständen nicht sehr viele auf der Insel. Am Wochenende soll es allerdings ein bisschen anders aussehen, denn dann sind hier viele Wanderer unterwegs und genießen die Natur.

Unten angelangt führt der Weg noch über diese Brücke und schon sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt angekommen. Der Kreis hat sich geschlossen – aber wir kommen mit Sicherheit wieder, denn von hier führt ein Weg bis an die Küste zur Playa de Tamadiste und dort will ich unbedingt hin. Ihr könnt also neugierig bleiben…

Andere Orte im Anagagebirge sind Taganana, Roque de las Bodegas

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