Von Mesa del Mar nach El Pris

Ein Spaziergang an der Küste wäre schön. Möglichkeiten dafür gibt es auf Teneriffa ja wie Sand am Meer, aber wie heißt es so schön? Wer die Wahl hat, hat die Qual. Wir entscheiden uns, wie immer, ganz spontan für den Küstenweg von Mesa del Mar nach El Pris, denn dann können wir um die Mittagszeit dort einen köstlichen Fisch verspeisen…

Auf der Zufahrt nach Mesa del Mar ist der Blick Richtung Teide atemberaubend schön und der Küstenstreifen selbst zeigt sich jedesmal märchenhaft und fast mystisch. El Pris und Mesa del Mar liegen ja ganz knapp nebeneinander, mit dem Auto ist es von einem Städtchen zum anderen trotzdem ein langer Weg. Logisch, einen geraden Weg gibt es nicht, man muss jedesmal nach oben auf die Hauptstraße und einige Meter weiter wieder eine kurvige Strasse nach unten fahren. Doch wozu hat der Mensch zwei Beine? Wenn man den Weg direkt an der Küste wählt und zu Fuß geht, ist man in einer guten Viertelstunde im Nachbardorf. Es ist nur ein paar Meter mehr als ein Kilometer und der Weg ist keine Wanderung sondern ein angenehmer Spazierweg an der Küste.

Mesa del Mar ist ein winziger Ort, gehört zu Tacoronte und wurde 1497 von Sebastian Machado aus Guimarães, einer kleinen Stadt im Norden Portugals, gegründet. Die ersten Siedler lebten in Berghöhlen an der steilen Küste, aber durch die Nähe zum Meer und den fruchtbaren Böden war für Mensch und Tier ausreichend Wasser und damit auch Nahrung zur Verfügung. Mesa del Mar war damals ein kleines Fischerdörfchen – heute kann man davon nichts mehr erkennen. Der Tourismus der 60er Jahre hat erfolgreich zugeschlagen.

Das Wahrzeichen Kennzeichen von Mesa del Mar ist sicher das riesige, blaue Hochhaus direkt an der Küste.Wenn man die steile Serpentinenstraße nach unten fährt, fällt der erste Blick gezwungener Maßen sofort auf ein zwölf Etagen hohes blaues Haus. Das ehemalige Hotel Mar y Sol stammt noch aus längst vergangenen Tagen, aus einer Zeit, als der Tourismus hier noch boomte. Viele Jahre war stand es in einem ziemlich verwahrlosten Zustand in der Gegend. Mittlerweile ist das Haus renoviert worden und die Hotelzimmern wurden in über zweihundert Wohnungen umgewandelt. Der Tourismus hat sich schon vor Jahren aus dem Staub gemacht und ist in den Süden und auch nach Puerto de la Cruz abgewandert.

Wenn man sein Leben nicht mehr im Griff hat, könnte es passieren, das man auf der Strasse landet, also auf der Strasse wohnt. In Mesa del Mar kann man allerdings auch unter der Strasse wohnen. Ihr glaubt das nicht? Ist aber eine Tatsache. Im Los Ficus ist ein Leben unter dem Asphalt möglich. Anfang der 60er Jahre haben sich drei Männer, Arcadio Pérez, sein Förderer Raymon Wilfart und der Architekt Carmelo Rodríguez, zusammengetan und ein waghalsiges Projekt gestartet. Mit dem Bau wollten sie mit einer scheinbar nicht machbaren Straße den Zugang von Fahrzeugen zu einem abgelegenen Gebiet ermöglichen. Sie haben es geschafft, das letzte Stück Straße und ein Wohnhaus, Los Ficus, auf engstem Raum unterzubringen.

„… sie trotzten der Natur und bauten eine unmögliche Straße durch die Klippe. Seine eigenen Brüder nannten die Operation verrückt, da diese Ländereien angesichts des steilen Abhangs und der Zusammensetzung des Landes keinen offensichtlichen Nutzen hatten.“ schrieb Luis E. Hernández Gutierrez in seinem Buch über die Geschichte Tacorontes.

Um eine Straße zu bauen, die nichts anderes als eine Zufahrtsrampe zum Parkplatz der Häuser ist, wurde also ein Gebäude mit sechzig Wohnungen gebaut. Eine merkwürdige Art von Schöner Wohnen, oder? Die Kombination Wohnhaus und Strasse statt Dach über dem Kopf würde mir nicht gefallen. Im oberen Stockwerk würde der Verkehr nicht vor der Tür an mir vorbei donnern, nein, der Bus würde direkt über meinem Kopf durch die Wohnung fahren. Zumindest gefühlt. Eindeutig keine gute geeignete Wohngegend für mich, denn dieses Gefühl kann auch der traumhafte Meeresblick nicht aufwiegen.

Trotz der Bausünden gibt es in diesem kleinen Ort auch schöne Flecken. Auf den ersten Blick sieht man sie zwar nicht, aber wenn man durch den Fußgängertunnel in der Felswand geht, kommt man zu einem tollen Strand mit dunklem Vulkansand. La Playa de la Arena, ist relativ breit und flach und liegt in einer weiten, geschützten Bucht. Außerhalb der Saison ist hier, im Gegensatz zu den Monaten im Sommer, nicht viel los, aber den Strand lassen wir dieses Mal sowieso links liegen.

Rechts vom Meerwasserschwimmbecken, direkt neben dem abgesperrten alten Freibad, beginnt der Weg entlang der Küste, der nach etwas mehr als einem Kilometer in El Pris endet.

In der letzten Kurve vor dem kleinen Ort, verstecken sich noch zwei ganz besondere Wohnungen direkt im Felsen. Wir beobachten die beiden Hausbauten schon seit einigen Jahren und ich muss sagen, schön langsam verwandeln sie sich fast in Luxuswohnungen. Sogar eine Fernsehantenne ist bereits vorhanden…

Die letzten paar Meter des Weges sehen auf den Fotos gefährlicher abenteuerlicher aus als sie es in der Realität sind. Der Weg ist zwar ab hier schmal und holprig, aber die Felswände wurden vor nicht langer Zeit mit festen Eisennetzen umfangen und sind damit ziemlich gut vor Steinschlag geschützt. Kurz nach einem Regen würde ich allerdings nicht unbedingt hier vorbei gehen. Man weiß ja nie – nicht immer kommt alles Gute von oben…

El Pris wird in vielen Reiseführern ganz gerne als idyllischer Fischerort, in dem die Zeit stehen geblieben ist, bezeichnet. „Ein unberührtes, einfaches Fischerdorf an der Nordküste von Teneriffa, an dem der Tourismus bislang spurlos vorüber gegangen ist. Es gibt ein Meerwasserschwimmbecken, zwei Fischrestaurants und einen idyllischen Spazierweg hinüber zum schwarzen Sandstrand von Mesa del Mar.“ So oder ähnlich wird der kleine Küstenort beschrieben.

Die so schön beschworene Idylle fürs Auge ist zwar nicht überall im Ort zu finden, aber dafür schlagen fast das ganze Jahr über die kräftigen Wellen des Atlantiks laut tosend und mit voller Wucht gegen die dicken Steinmauern an der Küste – und die Luft riecht nach Meer pur.

Die kleinen, bunten Fischerboote sind in El Pris nicht nur als romantische Dekoration in einer Blumeninsel vor einem Markt oder an einer Straßenkreuzung aufgestellt, sie sind überlebenswichtig für die tägliche Arbeit der Menschen. Hoffentlich gibt es die Fischer und den Fischreichtum an der Küste der Kanarischen Inseln noch viele, viele Jahre. Auch wenn die Küstenfischerei selbst absolut nichts mit Romantik, sondern mit knochenharter Arbeit zu tun hat.

Wer nach einer Ausfahrt aufs Meer keinen Fisch im Netz hat, verdient keinen einzigen Cent, die Arbeitszeit hat auch nicht viel mit einem acht Stundentag zu tun und vor allem im Winter sind der Wind, das Wetter und der Atlantik eine besondere Herausforderung für die Männer. Der Fischfang im Atlantik ist keine Arbeit für Jammerlappen und trotzdem sagen viele der alten Fischer, dass sie den schönsten Beruf der Welt hätten.

Leider mussten wir dieses Mal ohne das geplante Essen nach Mesa del Mar zurück gehen. Anscheinend haben die Besitzer des Fischlokals gewechselt und zur Zeit öffnet es erst um fünf Uhr am Nachmittag. Schade, aber so lange wollten wir dann doch nicht warten und so musste eine Pause mit einer Flasche Wasser auf der Mauer neben dem Schwimmbecken reichen. Schön war’s trotzdem!

•*¨*•❥  “Das interessanteste Geschöpf der Zoologie ist der Fisch. Er wächst noch, wenn er längst verspeist ist. Wenigstens in den Augen des Anglers.“ Diese Behauptung ist nicht von mir sondern von Ernest Hemingway

Veröffentlicht unter aktuelle Meldungen, Allgemein, besondere Tipps, Orte und Städte, Strand und Küsten, Tagebuch, Teneriffa, Yannes Welt | Verschlagwortet mit , , , , | 5 Kommentare

¡Viva Santa Bárbara!

Nach zwei Jahren Pause ist es morgen soweit – auch in Santa Bárbara, einem Ortsteil von Icod de los Vinos, wird die Schutzheilige gebührend gefeiert und darf endlich wieder an die frische Luft. Die Vorbereitungen sind fast abgeschlossen und Samstag ist einer der Höhepunkte dieses Festes.

Über die Fiestas Santa Bárbara habe ich im Laufe der Jahre bereits schon einige Beiträge geschrieben und auch unzählige Fotos veröffentlicht. Die Links dazu habe ich euch deshalb einmal kurz zusammen gefasst. Ihr könnt ja einmal durchklicken und falls ihr euch den Festzug selbst ansehen wollt, könntet ihr den Ausflug ja mit einem Besuch bei uns auf ARTlandya verbinden!  !Viva Santa Bárbara!!

Hier sind also alle Beiträge der Fiesta von Santa Bárbara – mit vielen Fotos…

Blumen, Früchte und Zucker für die Heilige Bárbara, so will es die Tradition. Es ist der Dank der Bauern für eine gute Ernte und gleichzeitig die Bitte um weiteren Schutz von Santa Bárbara, der Schutzheiligen des Ortsteils. Die Hauptdarsteller dieser Prozession sind nicht wie gewohnt aufgeputzte Festtagswägen mit starken Zugtieren sondern Bollos für die Frauen und Cestos für die Männer und – nicht zu vergessen – viele Trachten, Tänzer und Musikgruppen. Alt und Jung bunt gemischt.

Die Fiesta de Santa Bárbara ist vielleicht nicht so bekannt wie andere Romerías, doch sie ist für uns ein wunderschöner Höhepunkt des Jahres. Also dann, bis bald, in den nächsten Tagen kann ich euch dann neue und aktuelle Fotos zeigen.

Veröffentlicht unter aktuelle Meldungen, Allgemein, besondere Tipps, Fiestas und Veranstaltungen, Fincaalltag, Icod de los Vinos, Kunst und Kultur, Tagebuch, Teneriffa, Yannes Welt | Verschlagwortet mit , , , , | 2 Kommentare

Voller Mond

Viele Menschen behaupten ja, dass sie bei Vollmond schlechter schlafen. Ob man den kugelrunden Vollmond wirklich dafür verantwortlich machen kann? Die Experten sagen nein, aber was wissen die denn schon? Ich bin mir nicht so sicher, ob ihre Erkenntnisse immer der Wahrheit entsprechen. Aber das ist in dem Fall nicht so wichtig. Ich habe auf jeden Fall herrlich geschlafen und die große Scheibe in der Früh gerade noch beim Verschwinden erwischt.

Einmal im Monat hat der Mond seinen großen Auftritt und wir sehen einen hell leuchtenden, großen, kugelrunden Vollmond am Himmel. Ich habe mich schlau gemacht und kann euch deshalb auch verraten, dass der Vollmond im August auch Ernte- oder Getreidemond genannt wird und als Draufgabe auch noch ein Supermond ist. Übrigens der letzte in diesem Jahr.

Der Mond umrundet ja seit Jahrmillionen unermüdlich unseren Planeten, aber da seine Flugroute nicht kreisförmig sondern in Form einer Ellipse verläuft, kommt er für einige Monate Zeit im Jahr näher an die Erde heran – und wir sehen den Vollmond besonders hell und groß. Solange er hoch oben am Himmel steht bemerken wir dieses Phänomen gar nicht, aber je näher er unserem Horizont kommt, desto größer erscheint er uns. Deshalb ist dieser Vollmond ein Supermond.

Im Film und in der Literatur spielt der Mond immer wieder mit. Zwar nicht als Hauptdarsteller, aber wenn es um die Beleuchtung von romantischen Liebesszenen oder Stimmungsmache für das Gruselige geht, taucht am Himmel garantiert der Vollmond auf. So begehrt Fotos mit blauen Himmel und Sonnenschein sind, in der Welt der Geschichten kann die Sonne höchstens mit einem mystischen Sonnenaufgang oder einem romantischen, rötlich angehauchten Verschwinden im Wasser in Szene setzen. Die nächtliche Laterne am Himmel stellt die funkelnden Sterne und sogar die Sonne in den Schatten.

Der Vollmond – la luna llena, der Supermond – la superluna. Die Sonne – el sol. Fällt euch etwas auf? Oder Lady Sunshine und Mister Moon? In der deutschen Sprache ist der Mond männlich und die Sonne weiblich. In vielen anderen Sprachen ist es anders herum. Wie diese Geschlechteraufteilung wohl zustande gekommen ist? Müsste man den Mond und die Sonnen dann gendern? Ich habe keine Ahnung, aber ich habe einige Legenden über die beiden Himmelswanderer gefunden.

der Supermond - la superluna

Fast alle Völker haben Legenden, die von Sonne und Mond erzählen. Entweder sind sie Bruder und Schwester, Mann und Frau, Rivalen oder Freunde. Etwas haben alle Geschichten gemeinsam. Sonne und Mond gehören zusammen, sie können ohne den oder die Andere nicht existieren. Ein Körnchen Wahrheit ist also in allen Legenden enthalten, denn ohne Sonne gäbe es keinen Mondschein.

Der Mond wurde verehrt und angebetet, er war zuständig für Enstehen und Vergehen, für Zerstörung und Wiedergeburt. Die Sonne wurde in fast allen Kulturen wie ein Gott verehrt, wahrscheinlich weil die Menschen immer schon ahnten, dass es ohne sie kein Leben auf der Erde geben würde.

„Die Sonne und der Mond waren zwei Liebende, deren Liebe keine Grenzen kannte, weil sie ihrem Wesen nach rein war. Ihre Liebe war so groß, dass sie absolut wundervoll und außergewöhnlich war.

Und so kam es, dass Aphrodite, die Göttin der Schönheit und der Liebe, eifersüchtig wurde und sich wünschte, sie könnte eine so große Liebe empfinden. So erschien Aphrodite in ihrer ganzen Schönheit vor der Sonne und zeigte ihre ultimative Verführungskraft, eine Macht, die keine Frau so gut beherrscht wie sie.

Doch zu Aphrodites Überraschung sagte die Sonne zu ihr: „Meine Herrin, ich weiß, dass du die schönste Frau bist, die es gibt, und dass deine Lieblichkeit größer ist als die aller weltlichen Wesen. Aber mein Herz gehört nur dem Mond, meiner geliebten Frau, denn sie ist für mich begehrenswerter als reines Gold. Der Mond ist für mich wie Honig, der aus der Honigwabe fließt.“

Als Aphrodite erkannte, dass sie die Sonne nicht verführen konnte, schäumte sie vor Wut und sorgte dafür, dass die beiden für immer getrennt wurden. Sie befahl der Sonne, nur tagsüber und dem Mond, nur nachts auszugehen, damit sie sich nie treffen und ihre Liebe erlöschen würde.

Doch diese Liebe nahm kein Ende, und eines schönen Tages griff Zeus ein. Er konnte Aphrodites Befehl zwar nicht rückgängig machen, aber etwas abmildern. Er sagte der Sonne, wenn er seine Geliebte sehen wolle, solle er sein Bestes geben, dann würde er den Rand des Gesichts seiner Geliebten sehen können.

Seitdem scheint an Tagen mit hohen Temperaturen die Sonne mit ihrer ganzen Intensität, und die Silhouette des Mondes ist am Horizont zu sehen, denn die Sonne möchte ihren geliebten Mond aus der Ferne betrachten. Selten aber doch an einigen Tagen darf die Sonne das Gesicht des Mondes streicheln. Wir nennen es Sonnenfinsternisse, aber die beiden Liebenden schaffen es von für einen kurzen Moment Zeit miteinander zu verbringen, ein Körper zu werden und ihre Liebe für immer aufrechtzuerhalten.

So endet die griechische Version der Legende von Sonne und Mond. Manche behaupten ja, dass der Mond manchmal so glücklich ist, wenn er sich der Sonne nähert, dass er lächelt. Ich glaube, ich muss den Mond öfter beobachten…

Veröffentlicht unter aktuelle Meldungen, Allgemein, ARTlandya, Fincaalltag, Tagebuch, Teneriffa, Yannes Welt | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare

Sand, Strand, Wellen…

Am vergangenen Montag war nach langer Zeit wieder einmal ein Tag am Strand fällig. Genau genommen eigentlich überfällig! Obwohl unser Hausstrand, Playa San Marcos, fast vor unserer Haustüre liegt, fehlt uns meistens die Zeit oder die Energie für einen Ausreißer ans Meer. Die Entfernung ist zwar ein bisschen symbolisch gemeint, aber wir hätten wirklich nur ein paar Minuten bis an die Küste. Mit dem Auto natürlich – aber wir sind auch schon auf Schusters Rappen dort hin marschiert. Nach einer Stunde Fussmarsch durch die Gassen der Stadt haben wir unsere Strandtücher am Strand ausgebreitet.

Playa San Marcos ist in Icod de los Vinos allerdings ein ganz spezielles Thema, sozusagen das Lieblingsthema des Bürgermeisters. Es wird schon jahrelang darüber geredet, wie und wann der ehemals schöne Sandstrand wieder ein Sand- und kein Steinstrand werden soll, doch wie so oft, wird aktuell eben nur geredet und nicht gehandelt. Wir fahren deshalb lieber ein paar Kilometer weiter und legen uns am Strand von Los Realejos, el Playa del Socorro in den Sand.

Von oben gesehen scheint der Strand ziemlich voll zu sein, aber das täuscht. Am rechten Rand haben sich hauptsächlich Familien mit Kindern einen Platz gesichert, denn zwischen den zwei gelben Flaggen ist der Strand sehr eben, flach und wunderbar zum Planschen geeignet. Für die Sicherheit ist ebenfalls gesorgt, denn zwei Männer der Guardia Vida werfen ein wachsames Auge auf die jede Bewegung am Strand.

Am anderen Ende des Strandes findet jeder ein fast einsames Plätzchen im warmen Sand. Sogar eine Ente hat diesen Strand für sich entdeckt und den Nachmittag mit einem erfrischendes Bad verbracht.

Kennt ihr jemanden, der das Meer überhaupt nicht mag? Mir fällt niemand ein. Klar, es gibt sicher Menschen, die sich im Wald oder auf dem Berg wohler fühlen. Ich gehe auch gerne in den Wald aber Wasser hat für mich eine ganz besondere Anziehungskraft. Egal ob es ein großer See, ein kleiner Teich, ein tosender Wasserfall, ein stiller Brunnen oder ein Bächlein ist. Plätscherndes Wasser oder das Rauschen der Wellen vermitteln mir Ruhe. Der Blick aufs Wasser tut der Seele einfach gut und so im geheimen glaube ich, dass vor allem das Meer magische Kräfte hat..

Playa del Socorro de Los Realejos

Am Strand auf und ab gehen, die ganze Zeit mit weichem Sand zwischen den Zehen, Wellen die regelmäßig an Land rollen und keine Mauer steht der Sicht in die Ferne im Weg.

Das Rauschen der Wellen, der Geschmack salziger Luft, das Gefühl von feinem Sand unter den Füßen – ein paar Stunden am Meer machen glücklich. Ich könnte stundenlang so an der Küste sitzen und dem Spiel der Wellen zuschauen. Schade, dass man diese Momente nicht festhalten kann.  

Es gibt nichts Schöneres als die Art und Weise, wie der Ozean sich weigert, mit dem Küssen der Küste aufzuhören, egal wie oft er weggeschickt wurde. Sarah Kay

Playa del Socorro de Los Realejos

Für alle, die lieber in der Landschaft herumkraxeln oder wandern hätte ich auch noch einen Tipp. Von hier aus könnt ihr euch einen – vielleicht geheimen – Wunsch erfüllen. Von Null auf fast viertausend Meter. Klingt absurd, ist aber möglich. Vom diesem Strand aus führt ein direkter Weg vom Meer bis zum Himmel! Wer möchte, kann an einem einzigen Tag vom Meeresufer ausgehend den Gipfel des Teide stürmen. Es un camino difícil que sube al techo de España de una sola vez. Ich gehe davon aus, dass es ein harter Weg ist, aber Geschmäcker und Ohrfeigen sind ja verschieden.  Für mich wäre das nix, aber wer sich dafür interessiert findet die Unterlagen für die Wanderung unter PR-TF 41 Playa de El Socorro – Pico del Teide ganz leicht im Internet.

Ach ja, damit ich nicht drauf vergesse – La Playa del Socorro liegt zwischen Los Realejos und San Juan de la Rambla, nicht zu verwechseln mit einem Strand auf der anderen Seite der Insel. La Playa de Chimisay wird ebenfalls oft Playa del Socorro genannt, aber dieser Strand gehört zum Gemeindegebiet von Güímar und hat eine wichtige historische und kulturelle Bedeutung als Ort, wo die Guanchen, Jahre vor der Eroberung durch die Spanier, die berühmte Jungfrau von Candelaria fanden.

Das Foto hätte ich jetzt ganz vergessen. Damit ihr mit eigenen Augen sehen könnt, wie sehr der erste Eindruck täuschen kann… es ist genügend Platz für alle – auch wenn die Parkplätze so gut wie alle besetzt sind.

Veröffentlicht unter aktuelle Meldungen, Allgemein, Fincaalltag, Los Realejos, Strand und Küsten, Tagebuch, Teneriffa, Yannes Welt | Verschlagwortet mit , , , | 6 Kommentare

Fiesta de Julio

Einen Nachmittag im Jahr steht Puerto de la Cruz  Jahr Kopf. Die ganze Stadt feiert die Heiligen, die für die Fischer zuständig sind – und natürlich auch sich selbst. La Embarcación de la Virgen del Carmen y San Telmo. Aus diesem Grund ist dieser besondere Tag in Puerto de la Cruz auch ein Feiertag. Dann heißt es ¡Viva la Fiesta de Julio! Unter diesem Link könnt ihr auch die Geschichte und den Ablauf der Fiesta nachlesen.

Einen Hauch der Fiesta kann man schon tagelang davor rund um das Hafenviertel spüren, denn die Vorbereitungen für das Fest und vor allem für die Prozession sind aufwendig und fordern den Einsatz ganzer Familien. Es werden kunstvolle Gestecke aus frischen, bunten Blumen gesteckt und gebunden und die warten dann in den engen Türeingängen auf ihren Einsatz zu Ehren der Jungfrau. Kreuze und Balkone werden geschmückt und an den meisten Hausfassaden hängen bunte Fahnen. Am alten Hafen stehen Markthändler, die die passenden Utensilien für Jung und Alt verkaufen und ein Teil der Parkplätze ist den Stellplätzen für die kulinarische Versorgung zum Opfer gefallen.

Wir haben gestern einen Spaziergang durch die Stadt gemacht und haben die Heiligen in ihrer Kirche besucht. Sie waren bereits festlich geschmückt.

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen ein Mann und eine Frau. Es handelt sich dabei nicht um den Ehrentag eines Ehepaares sondern um zwei unabhängige Heilige. Die Jungfrau Maria und der Heilige Telmo sind zuständig für den Schutz der Fischer. 

Dieser Mann hat die Prozession bereits hinter sich. Er wird Señor del Gran Poder genannt, wie uns einer der Männer, die San Telmo mit Blumen geschmückt hat, verraten hat. Welche Aufgabe ihm zugeschrieben wird, kann ich euch leider nicht verraten. Ich weiß es nicht. Obwohl er so schön geschmückt worden ist, schaut er irgendwie ganz nachdenklich, fast traurig auf uns herab. Was er sich wohl denken mag?

Jetzt um die Zeit, also am späten Nachmittag werden die Jungfrau und San Telmo bereits Richtung Hafen getragen um anschließend eine kurze Reise übers Meer zu machen – bevor sie wieder für ein Jahr in den sicheren Heimathafen ihrer Kirche zurück kehren. In Puerto de la Cruz wird nach einer zweijährigen Pause wieder bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Viel Spass und – ¡Viva la Fiesta de Julio!

Veröffentlicht unter aktuelle Meldungen, Allgemein, Fiestas und Veranstaltungen, Kunst und Kultur, Orte und Städte, Puerto de la Cruz, Sehenswert, Tagebuch, Teneriffa, Yannes Welt | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Roque de los Muchachos

La Palma Tag Drei – und damit der letzte Tag unseres Kurztrips auf die Nachbarinsel. Petrus hat für traumhaftes Wetter gesorgt, die Sonne lacht vom blauen Himmel und so steht einem schönen Ausflug in die Berge nichts im Weg. Das Flugzeug hebt erst um sieben Uhr abends ab und so haben wir noch einen ganzen, langen Tag vor uns. Dieses Mal wollen wir hoch hinauf, auf den höchsten Punkt der Insel.

In allen Reiseführern steht geschrieben, dass es keinen Urlaub auf La Palma ohne einen Ausflug zum Roque de los Muchachos geben dürfte. Ich bin gespannt ob das stimmt, denn wir sind schon einige Male auf der Insel gewesen – aber bis jetzt haben wir es noch nie dort hin geschafft. Keine Ahnung warum, wahrscheinlich weil es für uns so viele andere interessante Dinge zu erkunden gab. Die Insel hat neben Natur eben auch noch andere Spezialitäten anzubieten und wir haben uns jedesmal etwas anderes angesehen. Heute ist die Natur dran…

In unserem Reiseführer steht:“ Von Santa Cruz aus können sie den Roque de los Muchachos direkt über Mirca anfahren. Von dort aus haben sie bei klarem Wetter fantastische Ausblicke über die ganze Insel und hinein in den Kessel der Caldera. Selbst wenn Sie Ihren Ausflug an einem wolkigen Tag unternehmen hat er seinen Reiz. Der Rand der Caldera liegt fast immer über den Wolken. Vom Parkplatz am höchsten Punkt, dem Roque de los Muchachos, kann man einen schönen Spaziergang auf angelegten Wegen am Caldera-Rand machen.“ Die Entfernung über Straßen beträgt 42.9 km und 43 Minuten…

Die Entfernung mag ja stimmen, aber die Zeit hat wahrscheinlich die künstliche Intelligenz errechnet – oder kennt ihr eine Bergstraße, auf der man mit hundert Stundenkilometern fahren kann? Ich nicht! Abgesehen davon, dass man dann so rein gar nichts von dieser faszinierenden Landschaft mitbekommen würde. Entlang der Straßen gibt es zwar immer wieder sogenannte Miradore an denen man halten und die Aussicht genießen kann, aber schöne Ausblicke ermöglichen auch andere Stellen.

Einer davon war ein Platz vor einer kleinen Kirche. Mirca heißt dieser Ortsteil von Santa Cruz und in der kleinen Kapelle soll ebenfalls eine wichtige Jungfrau aufbewahrt werden. Nuestra Señora de Candelaria soll die kleine Schwester der Virgen de las Nieves sein, aber gesehen haben wir sie leider nicht, denn das Kirchentor war geschlossen. Dafür war der Blick nach Santa Cruz einfach traumhaft.

Für die Fahrt zum höchsten Punkt der Insel haben wir weit mehr als eine Stunde gebraucht. Kein Wunder, wir haben, zwar nicht an jeder Ecke, aber doch sehr oft, angehalten und uns in aller Ruhe umgesehen. Zum Glück war so gut wie kein Verkehr auf dieser Strasse, ich glaube, nur ein einziges Mal ist ein anderes Auto an uns vorbei gefahren, sodass wir mit gutem Gewissen einfach auf der Strasse anhalten konnten. Ausweichstellen oder gar Miradore existieren auf dieser Bergstrasse natürlich nicht.

Mai und Juni sind auch auf La Palma die Monate, in denen die Natur in dieser Höhe in voller Blüte steht. Gelbe und weiße Ginsterbüsche wohin das Auge schaut, schade, dass man auf den Fotos den unbeschreiblichen Duft nicht festhalten kann. Ich liebe diesen Geruch!

Leider ist die Blütezeit der Tajinasten so gut wie vorbei. Schade. Wir haben zwar noch ein paar Exemplare mit den hellrosa Blüten gesehen, der Großteil stand allerdings nur mehr verblüht und damit als grüne Kerze am Straßenrand. Trotzdem schwirrten noch eine Menge fleißiger Bienen und kugelige, schwarze Hummeln um die vereinzelten kleinen Blüten – und eine Unzahl an kleinen Schmetterlingen. Ich habe so kleine Schmetterlinge noch nie gesehen und ich habe auch nirgendwo nachlesen können, um welche Art es sich handelt. Vielleicht weiß es ja jemand von euch?

Je näher wir dem Ziel kommen, desto bunter wird die Landschaft. Ich habe eigentlich gar nicht das Gefühl auf einem Vulkan unterwegs zu sein, denn die sanften Hügel und die Pflanzen erinnern mich eher an eine Almlandschaft in den Alpen. Nur die bunten Felsgebilde passen nicht ganz ins Bild. So kräftig gefärbte Steinmassen können wahrscheinlich nur feuerspeiende Vulkan schaffen.

Bei diesem Felsgebilde mussten wir ganz einfach anhalten. Die Aussicht von hier ist, wie von vielen anderen Stellen natürlich auch, wunderbar. Rechts und links rotes Gestein, ockerfärbige Steinschichten und zu unseren Füssen dicht bewaldete Abhänge. Darüber spannt sich der strahlende, dunkelblaue Himmel, der über dem Meer mit ein paar schneeweißen Wattewölkchen verziert ist.

Knapp unter dem höchsten Punkt der Insel tauchen dann weit verstreut weiße Gebäude inmitten der bunten Landschaft auf, das Observatorium Roque de Los Muchachos. Oberhalb der Wolkenobergrenze, am Rand des Nationalparks, ist einer der besten Orte der Welt, um den Himmel zu betrachten. Deshalb ist auch das Observatorium und nicht der Tourismus ist in diesem Fall der Grund, warum wir heute ganz bequem auf dieser Strasse zum höchsten Punkt der Insel fahren können. Für den Bau der vielen Gebäude brauchte man natürlich eine gute Zufahrtsstraße.

Schon 1979 unterzeichneten die Staaten Spanien, Schweden, Dänemark und Großbritannien einen Vertrag, für astrophysikalische Forschungen in diesem Gebiet. Im Laufe der Jahre schlossen sich noch mehr Länder diesem Verbund an und mittlerweile arbeiten hier über sechzig Institute aus neunzehn Staaten und La Palma ist, nach den Anden in Chile, einer der bedeutendsten Forschungs- und Beobachtungsplätze der Welt. Das Hauptquartier der beiden Observatorien der Kanarischen Inseln liegt allerdings in La Laguna auf Teneriffa, das sogenannte Europäische Nordobservatorium (ENO).

Im Jahr 2009 wurde hier das weltgrößte optische Spiegelteleskop, das Gran Telescopio Canarias, für 130 Millionen Euro errichtet. Es soll die Sehkraft von vier Millionen menschlichen Pupillen haben. Ich kann mir das gar nicht vorstellen, aber man könnte damit von hier aus die Flamme einer Kerze in Moskau erkennen – wenn die Erde eine Scheibe und keine Kugel wäre.

Neben den allgemein üblichen weißen, kugeligen und eckigen Gebäude eines Observatoriums stehen hier auch noch ganz besonder Spiegel in der Gegend. Auf einem Schild habe ich den Namen MAGIC gelesen. Laut der Informationstafel forscht hier die Gammastrahlen-Astronomie. Die weltgrößten Teleskope und Hightech Schüsseln mit bis zu dreiundzwanzig Meter Durchmesser fangen Licht und Gammastrahlen aus galaktischen Entfernungen auf. Das sieht schon imposant aus. Gearbeitet wird damit in der Nacht, bei Tag spiegelt sich die umliegende Landschaft in den vielen Spiegeln.  und es sollen im Laufe der Jahre noch dreizehn weitere Teleskope dazu kommen.

Die Wissenschaftler, die hier arbeiten müssen auch dafür sorgen, dass die Technik reibungslos funktioniert und so müssen die die Forscher ab und zu selbst in das riesige Skelett der Teleskope klettern. Beim Bau von MAGIC 2 kam es 2008 zu einem Unfall bei dem der deutsche Physiker Florian Goebel abstürzte und ums Leben kam. Deshalb heißt ihm zu Ehren diese Anlage inzwischen Florian-Goebel-Teleskop. Damit ein so tragisches Ereignis nicht mehr passiert, gibt es jetzt auch technisches Personal im IAC-Observatorium.

Über diese Teleskope könnte ich noch viel erzählen, aber dann wäre dieser Beitrag eindeutig eine Themaverfehlung. Hätte meine Deutschprofessorin in meiner Schulzeit gesagt. Wer sich dafür interessiert kann aber gerne in den Artikeln Insider geben Einblicke oder Die Observatotien auf dem Roque de los Muchachos mehr darüber lesen. Es ist wirklich interessant, aber wir wollen jetzt auf den höchsten Punkt von La Palma und es dauert von hier aus nur mehr ein paar Minuten.

Begrüßt wurden wir von zwei großen, schwarzen Raben. Die haben sich anscheinend ihr Wohnzimmer auf diesen Parkplatz eingerichtet. Uns haben sie nicht beachtet, aber die zwei schwarzen Vögel können auch anders, denn bei anderen Besuchern hat sich einer von ihnen ziemlich frech und heftig direkt auf die Motorhaube fallen lassen. So unter dem Motto – hast du kein Futter, erschrecke ich dich. Sie fressen zwar vor allem Insekten, Eidechsen, Mäuse und Aas, aber Körner, Eier und Obst stehen ebenfalls auf ihrem Speisezettel. Da sind Menschen, die etwas Essbares mitbringen könnten natürlich sehr gefragt.  

Nachdem wir auf der ganzen Fahrt so gut wie kein Auto gesehen habe, hätte ich nie gedacht, dass wir hier heroben so viele Menschen sehen würden. Im nachhinein muss ich sagen, dass das eigentlich logisch war, denn auf die Zufahrtsstraße von der anderen Seite der Insel habe ich ganz vergessen. Es wurde zwar eng, doch es waren trotzdem keine Menschenmassen daran schuld. Der kleine Parkplatz hat eben nur für zwanzig Autos Platz – und den allerletzten haben wir bekommen. Glück muss man haben! Einer Entdeckungstour stand also nichts mehr im Weg.

Der Roque de los Muchachos ist mit seinen 2426 Metern nicht nur der höchst Berg La Palmas, er ist nach dem Teide auch der zweithöchste Gipfel der Kanarischen Inseln. Aber woher kommt der Name Roque de los Muchachos? Den hat er der Form dieser Felsgruppe zu verdanken. Einer Gruppe von kleinen, drei Meter hohen Felsen, die einer Gruppe von jungen Burschen ähneln soll. Naja, mit viel Fantasie ist das vielleicht zu schaffen. Mich erinnert der Name eher an alte Western die in Mexiko spielten.

Der Nationalpark Caldera de Taburiente liegt in der Mitte der Insel, sozusagen im Herzen La Palmas. Es ist ein riesiger, halbkreisförmiger Krater im nördlichen Zentrum der Insel. Er hat einen Umfang von knapp dreißig Kilometern, einen Durchmesser von ungefähr acht Kilometern und die schroffen Felswände gehen bis zu zweitausend Meter in die Tiefe. Die Caldera de Taburiente gehört damit zu den größten Erosionskratern der Erde.

Die Caldera de Taburiente spielte auf La Palma immer eine wichtige Rolle. In den Wintermonaten stürzen hier bei Regenfällen ziemlich große Wasserfälle die Kraterwände hinunter und sammeln sich im Taburiente, dem einzigen Fluss der Kanaren.

„Bei klarem Wetter sieht man den Teide auf der Nachbarinsel Teneriffa aus Meer und Wolken ragen. Bei sehr guter Sicht auch die Inseln La Gomera und El Hierro.“ heißt es im Reiseführer. Die beiden Inseln konnten wir zwar nicht entdecken, aber weit draußen am Horizont können wir den Umriss des Teide erkennen. Jetzt noch weit entfernt, aber in ein paar Stunden hebt unser Flugzeug Richtung Teneriffa ab. Es wird Zeit für uns, wir sollten uns schön langsam auf die Rückfahrt machen.

Meistens wird man ja durch perfekte Fotos in den Reisekatalogen zu einem Urlaub verführt und ist dann ganz enttäuscht, wenn es in der Realität ganz anders aussieht. Auf La Palma ist die Natur schöner als Fotos, die Stimmung festhalten können.

Nach einem kurzem Stopp in Santa Cruz sind wir dann abends am Flughafen von La Palma gewesen. Das Flugzeug ist pünktlich abgeflogen und wir sind wieder gut auf Teneriffa gelandet. Ein paar Fotos aus der Abflughalle des feudalen Aeropuerto de La Palma möchte ich euch aber doch noch zeigen.

Den Platz für unseren Mietwagen haben wir relativ schnell gefunden und nachdem wir über vier oder fünf Rolltreppen und Treppen in die Haupthalle gelangt sind, die Schlüssel am Schalter in der Ankunftshalle zurück gegeben haben, ging es über eine weitere Rolltreppe zur Sicherheitskontrolle. Den BoardingPass haben wir bereits beim Abflug in Los Rodeos bekommen und so geht es jetzt frisch geprüft und für flugsicher befunden Abflugbereich.

Über Platzmangel kann sich hier wirklich niemand aufregen, oder? Die Gates liegen jetzt übrigens im ersten Stock und deshalb muss jeder Passagier über eine Treppe wieder nach unten aufs Rollfeld gehen. Ich habe gelesen, dass der neue Flugplatz für drei Millionen Passagiere ausgelegt worden ist. La Palma hat aber nicht einmal ein Drittel davon.

Ob da bei der Planung etwas daneben gegangen ist? Mir hat der alte Flughafen besser gefallen. Klein aber fein – genau richtig für diese kleine, grüne Insel mit ihren wunderschönen Ecken. Wir kommen sicher bald wieder – aber vorher stehen noch ein paar andere Inseln auf meiner Wunschliste…

Veröffentlicht unter aktuelle Meldungen, Allgemein, La Palma, Landschaft, Tagebuch, Yannes Welt | Verschlagwortet mit , , | 2 Kommentare

Los Llanos und der Vulkan

Tag Zwei auf La Palma. Das Wetter ist perfekt und nach einem Kaffee im Schatten der Lorbeerbäume auf der Plaza de la Alameda machen wir uns auf dem Weg zum Auto. Am Abend haben wir nämlich hier in der Nähe des Barrancos einen Übernachtungsplatz für unseren fahrbaren Untersatz für die vergangene Nacht gefunden. Auf dem Weg dort hin kommen wir an einem sehr bekannten Schiff und einem, vielleicht weniger bekannten, Zwerg vorbei.

Christoph Kolumbus segelte mit seinem Flaggschiff Santa Maria und den beiden Begleitschiffen, den Karavellen Nina und Pina zwar öfter an den Kanarischen Insel vorbei und obwohl er nie einen Fuss auf La Palma gesetzt hat, steht am Anfang oder am Ende der Plaza ein originalgetreuer Nachbau der Santa Maria. Davor steht ein lustiger Zwerg, el Enano, der ebenfalls eine eigene Geschichte hat, aber die erzähle ich euch ein anderes Mal…

Von Santa Cruz nach Los Llanos führt ein gutes Stück lang eine alte, kurvige Straße durch dichte Kastanienwälder. Seit der Tunnel gebaut wurde fährt man in diese Richtung teilweise ganz entspannt auf einer Einbahnstrasse durch die Landschaft. Auf der Rückfahrt führt die Strasse durch einen langen Tunnel, deshalb bekommt man dann leider gar nichts von der Umgebung mit. Dafür ist man schneller am Ziel und Zeit soll ja bekanntlich Geld sein. Kein Vorteil ohne Nachteil.

In die Richtung Los Llanos gibt es ebenfalls zwei oder drei kurze Tunnelröhren durch die Felswände, ich kann es nicht mehr genau sagen. Auf alle Fälle sieht die Landschaft am Ende des letzten Tunnels plötzlich anders aus. Die Kastanienwälder sind verschwunden und eine hügelige, sanfte Landschaft breitet sich vor unseren Augen aus.

Ein paar Kilometer weiter liegt Argual, einer der ältesten Stadtteile von Los Llanos. Hier sind wir vor Jahren schon einmal gewesen und eine wunderschöne Vase aus der Glasbläserei in der hintersten Ecke des Platzes erinnert mich noch sehr oft an diesen Ort.

Nach der Eroberung durch die Spanier ließen sich hier die Zuckerbarone häuslich nieder. Ein paar handverlesene Großgrundbesitzer, die bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts im Aridanetal die Wasserrechte besaßen, Zuckerrohr anbauten und in ihren eigenen Mühlen verkochten, waren die Gewinner und Nutznießer der Missionierung der sogenannten Heiden auf der Inseln im Atlantik. Diese kleine Elite hatte damals nicht nur die wirtschaftliche sondern auch die soziale und politische Macht über alles und jeden fest im Griff.

Die Plaza de Sotomayor war in alten Zeiten angeblich der Treffpunkt der Adeligen feinen Gesellschaft von La Palma. Die ersten Großgrundbesitzer bauten hier in dieser Ebene von Argual ab Ende des 15. Jahrhunderts ihre Sommerhäuser. Im Winter hielten sich die hohen Herren, den Erzählungen nach, meistens in der Hauptstadt Santa Cruz de La Palma auf.

Die wohlhabenden Familien hatten ihre Ländereien mit Zuckerrohr rund um die Plaza Sotomayor und in den niederen, einfachen Häusern lebten Diener und Sklaven. In anderen Gebäuden wurde Zuckerrohr gewalzt und gewaschen und dafür wurde Wasser benötigt. Das kostbare Nass musste allerdings aus der Caldera de Taburiente hier her geleitet werden und dafür wurde in der Mitte des 16. Jahrhunderts ein Aquädukt gebaut. Später wurde auf der Plaza Sotomayor sogar ein Teich mit diesem Wasser angelegt, heute sieht man davon allerdings nicht mehr.

Der sogenannte Park sieht ziemlich vernachlässigt und ungepflegt aus. Die Pracht aus vergangenen Zeit ist längst verschwunden und auch wenn jetzt ein Teil der Häuser renoviert ist kann man sich das Leben von damals nicht mehr vorstellen. Die Häuser wirken nur mehr wie eine schöne Kulisse für einen Film.

Die Glasbläserei war leider auch geschlossen, mehr zu sehen gab es nicht und so sind wir nach einer kurzen Pause bald weiter gefahren. An der Hauptstraße haben wir doch noch einmal kurz angehalten, denn von diesem Platz sieht man die Häuser wunderschön eingebettet in die grünen Bananenplantagen. Die Zeiten des Zuckerrohrs sind ja vorbei.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen, von Argual aus habe ich auch den neuen Vulkan das erste Mal in seiner vollen Größe gesehen. Ab jetzt wird er auf vielen Fotos auftauchen, denn er ist gekommen um zu bleiben. Einige Zeit vor dem Ausbruch hat ein Vulkanologe des College of Geologists noch verkündet, dass ein Ausbruch des Vulkans in Cumbre Vieja auf La Palma eine bis mehrere Wochen, aber wahrscheinlich nicht länger als einen Monat dauern und mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Flutwelle oder keinen Tsunami auslösen könnte. Aber es ist ganz anders gekommen…

Ich kann mich noch ganz genau auf die Nachrichtenmeldung am 19. September 2021 erinnern: „Auf La Palma ist am 19. September 2021 ein Vulkan in der Vulkankette Cubre Vieja ausgebrochen“. An diesem Sonntag, nach drei Uhr nachmittags, hörte für die Bewohner auf dieser Seite der Insel die Stille auf, an ihrer Stelle trat ein ohrenbetäubendes Tosen aus dem Erdinneren. Asche regnete vom Himmel, die Lava floss unbarmherzig durch die Vegetation und verschlang am Ende über tausend Häuser, Erdbeben und Explosionen erschütterten die Erde und das ständige Grollen begleitete ab diesem Tag die Bewohner des Tales.

Fünfundachtzig Tage hatte der neue Vulkan, der noch immer keinen Namen hat, die Welt der Kanaren fest im Griff. Die alten Lavafelder des Vulkans San Juan sind verschwunden, Existenzen wurden zerstört oder völlig durcheinander gewirbelt. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie das ist, wenn man von einem Tag zum anderen plötzlich so gut wie nichts mehr besitzt. Keine Fotoalben, keine Erinnerungsstücke, das Haus und der Garten für immer weg. Alles unter einer dicken Lavaschicht vergraben. Die Natur ist der triumphierende Sieger über den Menschen, der sie so oft ignoriert und unterschätzt. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir auf einer Erde leben, die zum großen Teil von solchen Vulkanausbrüchen gebildet worden sind.

La Palma ist wieder um ein Stück gewachsen und auf der Insel erhebt sich jetzt ein neuer Vulkankegel. Ein Hauptkegel, den einen Kranz in grünen und gelben Farben ziert, die Oberfläche mit Schwefel verschmiert Monate, ein junger Vulkan, der nach dem offiziellen Ende seines Ausbruchs noch immer Rauchwolken in die Luft schickt. Er hat das Leben und die Landschaft der Westküste von La Palma hat verändert. Ob es für immer sein wird, kann mit Sicherheit niemand sagen.

Der Vulkan spuckt zwar seit fast vier Monaten nicht mehr, aber ich habe gelesen, dass der Hauptkrater nur sehr langsam abkühlt. Die Temperatur der Magma soll noch bei fast tausend Grad liegen. Man sieht es zwar nicht mehr, aber unter der dünnen Lavakruste fließt weiterhin Lava ins Meer und durch viele Spalten und Ritze gelangen Gase an die Oberfläche. Im Küstengebiet tritt vor allem Kohlenmonoxid aus. Deshalb können einige Menschen aus der Gegend von Puerto Naos und Umgebung noch immer nicht in ihre Häuser zurückkehren. Es sind nicht mehr die Lavaströme sondern Kohlenmonoxid und Kohlendioxid, schwere Gase, die in hohen Konzentrationen den Sauerstoff verdrängen und momentan jedes Leben unmöglich machen. Ihr könnt euch in der Fotogalerie am Ende des Beitrags noch mehr Fotos ansehen – wir fahren jetzt endgültig nach Los Llanos.

Los Llanos soll ja die heimliche Hauptstadt von La Palma sein. „In Los Llanos sitzt das Geld“ wird in Santa Cruz erzählt. Begrüßt wird man vor allem mit vielen, sterilen und fantasielosen Zweckbauten der Stadt. Auf den ersten Blick verkauft sich die Stadt nicht sehr schön. Sie hat so gar nichts von einer Inselromantik an sich.

Und doch hat auch Los Llanos reizvolle Winkel – man muss sich nur ein bisschen Zeit nehmen und durch die Gassen rund um die Kirche schlendern. Hier ist die Welt bunt und lebenslustig.

Das Zentrum von Los Llanos bilden die Plaza de Espana, die Kirche Nuestra Senora De Los Remedios, das Rathaus und die Plaza Chica. Rund um diesen Ortskern stehen liebevoll restaurierte, traditionell kanarische Häuser, die zum Teil denkmalgeschützt sind. Gegründet wurde der Ort, laut schriftlichen Aufzeichnungen, erst im Jahr 1812 und hat sich im Laufe der Jahre zu einem wichtigen wirtschaftlichen Zentrum auf der Westseite der Insel entwickelt. Heute könnte kann man Los Llanos de Aridane als heimliche Hauptstadt der Insel bezeichnen. Klein aber fein, sauber und lebendig – einfach ein zauberhaftes Städtchen, in dem man an jeder Ecke der Innenstadt die unterschiedlichsten Kleinode entdecken kann. Der erste Eindruck stimmt also nicht immer.

Der Reichtum und die Bedeutung hat Los Llanos dem Wasserreichtum der Caldera de Taburiente zu verdanken. Die reichsten Männer waren immer diejenigen, die durch irgendwelche Beziehungen das Wasserrecht bekommen haben. Ohne Wasser hätte es weder einen landwirtschaftlichen Anbau noch Zuckermühlen gegeben. Vor ein paar hundert Jahren lautete die Devise nicht Zeit oder Geld ist Macht, sondern Wasser macht reich! Das wertvolle Nass machte den Erfolg erst möglich und Los Llanos ist damals schon eines der reichsten Gebiete der kleinen Insel gewesen.

La Plaza Chica, liegt hinter der Kirche und wird von den Einheimischen auch Plaza de Enamorados, Platz der Verliebten, genannt. Unter hohen Palmen, einem plätschernden Brunnen warten steinerne Sitzbänke auf uns müde Stadtwanderer. Ein ruhiges, idyllisches Plätzchen, nicht weit weg vom täglichen Trubel des normalen Lebens.

Die Stadt im Museum, la Ciudad en el Museo, ist die Besonderheit von Los Llanos. Ein Forum zeitgenössischer Kunst, un Foro de Arte Contemporáneo, kurz CEMFAC genannt, ist ein ein neues Museumskonzept in Form einer Freiluftsammlung von Fassadenmalerei. Diese Aktion gibt es wahrscheinlich nirgendwo sonst in Europa. Die farbenprächtigen Bilder werden auf bis zu hundertvierzig Quadratmetern große Paneele montiert und an den Fassaden der Häuser in der Innenstadt in luftiger Höhe angebracht. So kann man die Werke berühmter Maler der Kanaren aber auch vom
spanischen Festland bewundern.

Also Augen auf und den Blick nach oben richten – die farbenprächtigen Kunstwerke befinden sich hoch über den Dächern der stilvollen, zum Teil geduckten Häuser der Altstadt auf den sonst so fantasielosen Fassaden der neuen Hochhäuser der Stadt.

Die kleinste Gemeinde im Westen La Palmas ist Tazacorte. Das kleine Städtchen liegt hoch über der Küste, hat aber trotzdem einen Hafen, einen großen Strand und – jede Menge Bananen. Deshalb lautet der offizielle Name des Ortes auch Villa y Puerto Tazacorteel Pueblo am Hang und el Puerto am Meer. Wir wollen noch an die Küste, aber ein Kaffee wäre nicht zu verachten und deshalb machen wir uns auf die Suche nach einer Bar, bei der man auch im Schatten sitzen kann.

Wir haben sie auch gefunden. Direkt gegenüber des Rathauses, auf einem Platz mit einem schönen Arkadengang am Rand. Bunte Mosaiksäulen und dazwischen mit kleinen Fliesen verzierte Bänke umschließen die Plaza mit einem kleinen Kiosk und schattigen Bäumen. Perfekt für eine kurze Pause.

Jetzt noch ein bisschen die Füsse vertreten und dann sind wir wieder fit für die nächste Etappe für diesen Tag. Drei Tage oder besser gesagt zweieinhalb Tage sind leider nicht genug um an jedem Ort so viel Zeit zu verbringen wie man will, aber La Palma ist ja nicht aus der Welt und wir lassen mit Sicherheit nicht mehr einige Jahre für die nächste Erkundungsfahrt vergehen.

Für diesen Tag endet unser Ausflug am Strand von Tazacorte. Ein bunter Ort mit einem schönen Sandstrand – und Ausblick auf den neuen Vulkan. Am letzten Tag geht die Reise auf den höchsten Punkt der Insel, el Roque de los Muchachos.

Wie versprochen sind hier noch einige Fotos mehr…

Veröffentlicht unter aktuelle Meldungen, Allgemein, La Palma, Landschaft, Orte und Städte, Tagebuch, Yannes Welt | Verschlagwortet mit , , , , | 4 Kommentare

San Juan oder Corpus Christi?

Auf Teneriffa den Kanarischen Inseln wird der längste Tag des Jahres oder besser gesagt die Sommersonnenwende nicht am 21. Juni sondern erst zwei Tage später, in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni, in der Johannisnacht, la Noche San Juan, gebührend gefeuert gefeiert. Heute kommen die feierwilligen Inselbewohner aber anständig in Stress. Nicht alle natürlich! Aber die Bewohner von La Orotava trifft es mit voller Wucht. Jetzt darf das erste Mal nach zwei Jahren wieder gefeiert werden und dann gibt es plötzlich alles auf einmal. Warum?

Auf Teneriffa gibt es keine Donnerstagfeiertage und so wird auch Christi Himmelfahrt oder Fronleichnam am darauf folgenden Sonntag gefeiert. Anlässlich von Corpus Christi werden in vielen Orten wunderschöne Teppiche aus Blumen, Sand oder Salz auf die Strassen gestreut. Prozessionen ziehen durch die Gassen und der Tag wäre eigentlich ausgefüllt. La Orotava feiert dieses Fest allerdings immer am Donnerstag danach. In diesem Jahr fällt es dadurch auf den 23. Juni 2022. Und jetzt kommt Johannes, San Juan, der nächste Heilige, ins Spiel  …

Auch in Icod de los Vinos darf heute die Sonnenwende auf die traditionelle Art gefeiert werden. Die Vorbereitungen für das große Fest haben an vielen Plätzen schon vor einigen Tagen begonnen. Der Mittelpunkt der Veranstaltung liegt heute nicht in der Stadtmitte oder auf der Plaza um die Kirche sondern am Berg und am Strand unserer kleinen Stadt, in El Amparo und am Playa San Marcos. Icod feiert übrigens auch nicht den Erwachsenen Johannes sondern das Wickelkind.

Der zentrale Treffpunkt ist der Strand von Icod, la Playa San Marcos. Dort spielt die Musik, es wird gefeiert und gegen Mitternacht wird dann Juanito, wie er liebevoll genannt wird, prächtig geschmückt und in Begleitung von vielen Fackeln zur Kapelle am Strand getragen. Ungefähr um zehn Uhr ist es dann soweit. Klein Juanito macht sich mit Hilfe von sechs kräftigen Männern auf den Weg zu seinem Treffpunkt mit den normal Sterblichen etwas oberhalb der Bucht. Dort brennt schon ein großer Holzhaufen, die Musiker warten auf ihren Einsatz und die Polizei kontrolliert zum aller letzten Mal ob die Straße frei von Autos ist. 

Und dann kommt der Prozessionszug zurück an den Strand und zur Kapelle. An der Spitze, über den Köpfen der Männer, Juanito im Gefolge erschöpfter, aber fröhlicher Feuerträger. Sie tragen ganz spezielle Fackeln, sogenannte Hachitos mit sich. Die schönsten Hachitos de San Juan werden in El Amparo durch die Nacht getragen und die großen, schweren Exemplare bleiben natürlich am Berg, aber mit der kleineren Ausführung der Fackeln strömen unzählige Menschen an den Strand. Die Prozession nimmt und nimmt kein Ende. Die Lichterkette wandert in Kurvenform den Hügel abwärts. Das ersehnte Ziel – la Playa de San Marcos.

Fast jeder Ort auf der Insel hat seine eigenen Bräuche dafür, aber Feuer, Musik und Fröhlichkeit sind überall die perfekten Zutaten. Meistens bis in die frühen Morgenstunden. Ich wünsche euch allen eine schöne Sommersonnwendfeier – und vergesst nicht, man darf sich auch etwas wünschen!

– wer noch mehr wissen will, kann ja in den Blogbeiträgen der vergangenen Jahre nachlesen …

Veröffentlicht unter aktuelle Meldungen, Allgemein, ARTlandya, Fiestas und Veranstaltungen, Fincaalltag, Icod de los Vinos, Tagebuch, Teneriffa, Yannes Welt | Verschlagwortet mit , , , | 3 Kommentare

Kurzurlaub auf La Palma

La Isla Bonita – die schöne Insel wird La Palma gerne genannt. Für mich ist sie eine Insel der Farben! Die vorherrschende Farbe ist eindeutig Grün. Grün in allen möglichen Schattierungen, vom dunklen Tannengrün bis zum hellen Flaschengrün ist jede Nuance vertreten. Auch wenn man das Tannengrün in diesem Fall wohl Kiefergrün nennen könnte sollte. Die unterschiedlichen Gesteinsschichten und die überall in der Landschaft verstreuten Lavabrocken mit ihren bunten Farben geben der Landschaft zusätzlich noch ein ganz besonderes Gesicht. Dazu der blaue Himmel, die weißen Wolken und farbenprächtig gefärbelte Häuser…

Seit unserem letzter Besuch der kleinen Insel sind schon ein paar Jährchen vergangen, aber vor einer Woche haben wir das geändert. Am Montag hob das Flugzeug am Vormittag in Los Rodeos ab und landete eine halbe Stunde später am Flughafen von La Palma. Zugegeben, es sind ein paar Jahre seit unserem letzten Besuch vergangen, aber seit 2009 hat sich hier einiges getan. Der erste Punkt – der Flughafen. Wo ist das nette, kleine und übersichtliche Gebäude denn hin? Es hat sich, wahrscheinlich nicht still und leise, in den International Airport La Palma verwandelt.

Früher standen praktisch fast neben der Landebahn die Mietwagen bereit, dieses Mal war das nicht ganz so einfach. Wie auf jedem anderen Flughafen auch sind hier die Mietwagenfirmen jetzt mit einem Schalter in der Ankunftshalle vertreten. Alles noch kein Problem, doch dann beginnt in der riesigen Parkgarage die Suche nach dem richtigen Auto. Alles gut, wir haben es geschafft und sind eine halbe Stunde später Richtung Santa Cruz unterwegs gewesen.

Das klingt für die meisten von euch nicht besonders außergewöhnlich, aber man darf nicht vergessen, dass der Flugverkehr zwischen den einzelnen Inseln der Kanaren eher mit einer Bus- oder Bahnverbindung zu vergleichen ist. Um von A nach B, sprich von einer Insel zur anderen Insel, zu kommen, kann man entweder den Weg übers Wasser oder durch die Lüfte benutzen und aus diesem Grund sitzen in den Flugzeugen auch eher Menschen, die auf einer Nachbarinsel etwas zu erledigen haben und am selben Tag wieder zu Hause schlafen. Natürlich sind auch Touristen und Ausflügler wie wir dabei, aber ob man dafür einen so überdimensional großen Flughafen braucht ist eine andere Frage.

Egal. Wir haben in der Altstadt von Santa Cruz ein Zimmer gebucht und wollten eigentlich nur schnell die Schlüssel holen und am Nachmittag noch nach San Andrés y Sauces und an die Küste fahren. Das scheußliche Kraftwerk vor der Stadt ist noch immer da, aber wo ist bitte der große Parkplatz? Er kann ja nicht einfach von der Bildfläche verschwunden sein? Oder doch?

Es begann im Jahr 2011… Für das Projekt Stadtstrand vor der Haustür, sollte für einen Vorzeigestrand der Hauptstadt sogar erst weißer Sand aus Fuerteventura oder der Sahara nach La Palma geschippert werden. Vielleicht wollten die Stadtväter damit ja Teneriffa übertrumpfen? Dazu kam es aber zum Glück nicht, es wurde am Ende doch Sand von der eigenen Insel verwendet. Um den Plan zu verwirklichen, musste der alte Parkplatz für immerhin siebenhundert Autos natürlich Platz machen. An Ersatz für diese Parkplätze hat anscheinend niemand gedacht, denn ein Plätzchen für den fahrbaren Untersatz ist seitdem Mangelware in Santa Cruz. Wir haben mit viel Glück doch noch einen Platz in der Kurzparkzone ergattert und haben uns auf den Weg zu unserer Unterkunft gemacht.

Nach einer kurzen Pause und frisch gestärkt sind wir am frühen Nachmittag Richtung San Andrés y Sauces aufgebrochen. Der Urlaub kann beginnen! San Andrés und Los Sauces sind zwei Orte vereint in einer gemeinsamen Gemeinde. Los Sauces liegt sozusagen oben auf dem Berg und San Andrés unten an der Küste. Der Name stammt von den Weidenbäumen, el sauce, die Weide, die hier zu Zeiten der Ortsgründung noch weit verbreitet waren.

Über die Puente de Los Sauces, einer Brücke, die sich über dreihundert Meter über einen Barranco spannt, ging es an San Andrés vorbei und nach einer kurzen Fahrt durch Bananenplantagen landeten wir auf einem großen Parkplatz. Vor uns liegt das Meer und unser Ziel für heute, las Piscinas Naturales de Charco Azul.

Das Wetter verleitet nicht wirklich zu einem kühlen Bad im kalten Wasser, aber wir sind sowieso nicht zum Baden hier her gekommen. Ein Spaziergang direkt am Meer ist bei jedem Wetter schön.

Obwohl graue Wolken über den Himmel ziehen leuchtet das Wasser in einigen dieser natürlichen Lavabecken in fast unwirklichen Blautönen. Der Atlantik ist an diesem Nachmittag relativ ruhig, die Wellen schlagen nur sanft und leise gegen die Felsen und wenn jetzt noch die Sonne scheinen würde, wäre es sehr verführerisch hier ins Wasser zu tauchen. Dem ist aber nicht so und deshalb wandern wir trocken und angezogen bis zum Ende dieser Bucht. Weit und breit ist kein Mensch zu sehen, nur die Wellen schaukeln träge an die Küste. Das einsame Haus am Ende der Bucht ist übrigens eine Rumfabrik die noch immer betrieben wird.

Wo heute Bananen, die fast kein Land in Europa verkaufen kann will, wachsen, müssen wir uns, mit ein bisschen Fantasie, Zuckerrohrplantagen vorstellen. Dann haben wir das Bild vor Augen, warum ein heute kleiner Ort wie San Andrés einmal eine der wichtigsten Städte der Insel war. Zucker war das Zauberwort. Damit konnte man reich werden. Was braucht man dazu? Guten Boden, passende Temperaturen, Arbeitskräfte und vor allem Wasser. Wasser war nicht nur für die Bewässerung der Plantagen sondern auch für den Antrieb der Mühlen eine wichtige Voraussetzung. Nachdem das Klima und der Boden passte und hier genügend Wasser vorhanden war, wurden die ersten Mühlen errichtet und was an Arbeitskräften fehlte wurde gekauft. Sklavenarbeit und Zuckerproduktion gingen friedlich Hand in Hand.

Einem guten Geschäft stand nichts im Wege – kein Wunder, das begehrte Zuckerrohr gedieh prächtig und Wasser gab es ebenfalls in Hülle und Fülle. Die besten Voraussetzungen für regen Handel mit dem begehrten süßem Gold und voll gefüllte Kassen. So residierten hier bald einflussreiche Familien und erbauten herrschaftliche Häuser. Als kleine Draufgabe gab es auch noch den Rum. In einer alten Geschichte aus dem Jahr 1505 taucht die Aussage auf, „dass Amerika mit Wasser aus La Gomera gesegnet, aber mit Rum aus La Palma gefeiert wurde.“

Das Zuckerrohr bekam zwar Ende des 16. Jahrhunderts Konkurrenz aus Amerika und verlor in Europa seine Bedeutung, aber die schönen Häuser sind zum Teil erhalten geblieben. Schade, dass man sich bei einem Spaziergang durch die engen und steilen gepflasterten Gassen nicht für einige Stunden in eine andere Zeit versetzen kann. Da wäre die Wissenschaft einmal gefordert. Statt irgendwelche schwarzen Löcher im Weltraum zu erkunden, könnten sie besser eine Zeitmaschine erfinden, oder?

Wir haben am Abend noch einen Rundgang durch die Strassen und Gassen von Santa Cruz bemacht. Hier sind noch ein paar Fotos davon, die Geschichten der Hauptstadt von Santa Cruz de la Palma, den berühmten Balkonen, dem neuen Vulkan und dem höchsten Gipfel der Insel könnt ihr morgen lesen. Mir läuft heute leider die Zeit davon… hasta pronto!

Veröffentlicht unter aktuelle Meldungen, Allgemein, Tagebuch, Yannes Welt | Verschlagwortet mit , , , | 4 Kommentare

Tajinaste rojo und mehr…

Am Sonntag Abend hat uns die Wettervorhersage am Handy für die kommenden Tage Sonnenschein versprochen. Sonne pur, ohne ein Wölkchen! Und welches Wetter hat uns Petrus heute am Montag geliefert? Graue Wolken wohin man schaut! Ich werde die Wetterapp in Zukunft nur noch für ein Wetter Horoskop benutzen. Vorhersagen stimmen so gut wie nie. Leider. Am sichersten ist immer noch der Blick aus dem Fenster. Verlassen kann man sich auf die wissenschaftlichen Wetterfrösche irgendwie nicht wirklich. Leider. Jedenfalls ist es uns am vergangenen Montag so passiert.

Irgendwo scheint auf der Insel immer die Sonne – behaupten zumindest die Verfasser der gängigen Reiseführer und ich muss zugeben, meistens stimmt das auch. Wie sollte es auch anders sein? Auch über den Wolken scheint die Sonne, oder? Also wird nicht gejammert sondern alles für unseren Ausflug zusammen gepackt. Wir wollen dieses Mal auf Grund der bescheidenen Wetterlage nicht irgendwo ans Meer sondern hoch hinauf, wir fahren einfach über die Wolken.

Bevor wir uns auf die Suche nach den roten Tajinasten machen, legen wir noch eine kurze Pause ein. Wir haben Glück und bekommen einen Parkplatz direkt vor den Eingangstoren des Centro de Visitantes El Portillo. In den Räumen des Besucherzentrums kann man sich über die  Flora und Fauna und die Entstehung der Caldera informieren und es wartet sogar die Nachbildung des Inneren einer Vulkanröhre auf die Besucher. Das haben wir uns schon einmal angesehen. Die Ausstellung ist zwar sehr interessant, aber einmal reicht. Wir gehen lieber in den Garten.

Zwischen den Steinen blüht hier das Teide-Mauerblümchen, botanisch korrekt Erysimum scoparium. Diese Blume kam ursprünglich nur in den Cañadas del Teide und auf La Palma vor und wird hier auf der Insel meistens alhelí del Teide genannt. Se conoce como alhelí del Teide, alhelí camaleón​ y alhelí de cumbre. Mittlerweile haben sich aber auch zahlreiche Exemplare in tieferen Lagen, wie im Gebiet rund um Santiago del Teide, angesiedelt.

Uns gefällt vor allem der Garten rund herum. Er ist gar nicht so klein und es gibt immer wieder zu jeder Jahreszeit viel zu sehen. In der Anlage werden nicht nur kleine Pflanzen gehegt und gepflegt. In den Gewächshäusern auf dem Gelände sorgt man dafür, dass die Pflanzenarten der Insel erhalten bleiben und als Unterstützung für diese Arbeit stehen dafür auch spezielle Labors mit Keimschränken und eine Saatgutbibliothekzur Verfügung. Habe ich gelesen. Vielleicht ist diese rosarote Tajinaste ja auch das Ergebnis dieser Arbeit?

Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Umgebung und vor allem eine besonders schöne Aussicht auf den Montaña Blanca und den Gipfel des Teide. Bei einem Rundgang kann man von hier aus bequem die Landschaft betrachten, eine Landschaft, die im Winter weiß von Schnee, im Frühling bunt gefärbt oder im Sommer und Herbst zwar viele Farben hat, aber sehr trocken ist.

An einigen Stellen wirkt die sonst so kahle Landschaft fast wie ein frisch angelegter Park. Der Landschaftsgärtner war in diesem Fall aber die Natur. Ich frage mich oft, woher die Pflanzen wohl ihr Wasser nehmen. Weit und breit nur trockener Sand oder irgendwelche Lavasteine und mitten drinnen wachsen wunderschöne Blumen, die aussehen, als würde jemand jeden Tag mit der Gießkanne vorbei kommen.

Im Moment grünt und blüht es in den Cañadas in Hülle und Fülle und wenn man Glück hat, kann man sein Näschen in die Blüten des weißen Ginsters stecken. Der Duft ist einfach unbeschreiblich und verteilt sich in der Umgebung der Sträucher meterweit. Schade, dass man mit der Kamera nur die Schönheit der Blüten aber nicht den Duft einfangen kann.

In der guten alten Zeit wurde der Teide-Ginster zu verschiedenen Zwecken verwendet. Tiere wurden damit gefüttert, im Stall wurde er wie Stroh genutzt, das Holz diente zum Heizen und sogar Holzkohle wurde daraus hergestellt. Aus Ginster wurden Besen gebunden und mit Hilfe der magischen Kraft der Pflanze konnten sogar Flüche aufgehoben werden. Es kam wie es kommen musste, der Ginster war am Ende fast vom Aussterben bedroht. Damit das nicht passiert, ist er heute geschützt und darf nur noch von den Bienen ausgebeutet werden.

Der Nationalpark von Teneriffa ist zu jeder Zeit einen Ausflug wert, aber jetzt zeigt sich die Landschaft der Cañadas noch einmal um einen Tupfen schöner. Von Anfang, Mitte Mai bis Juni recken sich hier ganz besondere Pflanzen in die Höhe. Der rote Natternkopf, la Tajinaste rojo, mit seinen tausenden, winzigen, intensiv roten Blüten verleiht der steinigen Lavalandschaft eine einzigartigen Flair.

Einen der unvermeidlichen Stopps machen wir immer bei den Minen von San José, den San José Mines. Der Name hat mich schon immer irritiert. Was soll denn hier in Minen abgebaut werden? Sand aus dem Nationalpark? Soviel ich weiß, ist es streng verboten nur ein winziges Steinchen als Souvenir einzustecken. Naja, bei der Namensgebung könnte ja ein Felsgebilde Pate gewesen sein. Vielleicht sieht hier irgend ein Gebilde nach einem Mineneingang aus?

Alles falsch! Der Teide Nationalpark ist zwar 1954 gegründet worden aber trotzdem wurde in diesem Gebiet auf beiden Seiten der Straße, Nord und Süd, Bimsstein abgebaut und bis ins zwanzigste Jahrhundert transportierten jeden Tag mehrere Lastwagen Tonnen Bimsstein von den Gipfeln nach La Orotava. In La Orotava gab es Mitte eine sogenannte Bimssteinfabrik. Hier wurde Vim-Pulver durch Mahlen von Bimsstein hergestellt. Vielleicht hat sogar meine Mutti mit diesem Pulver geputzt? Ich kann mich noch daran erinnern. Damit wurden Kochtöpfe gescheuert und poliert – und anschießend die Abflüsse verstopft.

Die Tradition des Bergbaus im heutigen Nationalpark geht auf das Ende des Ersten Weltkriegs zurück. Aus dem Vulkankessel wurde Schwefel gewonnen wurde und am Montaña Blanca baute man Bimstein ab. Die Abbauarbeiten für Schwefel wurden eingestellt die Genehmigung für den Steinabbau blieb allerdings noch aufrecht. Endgültig eingestellt wurde das Geschäft mit dem Bimstein erst im Jahr 1981. Seit diesem Zeitpunkt verbietet ein neues Gesetzes für den Nationalpark die Suche und Gewinnung von Bodenschätzen aller Art.

So, jetzt ist aber Schluss mit dem Geschichtsunterricht, auch wenn es darüber noch viel zu erzählen gibt. Aber das mache ich ein anderes Mal. Hier sind noch ein paar Fotos von unserem Zwischenstopp bei den Minas de San José und dann nichts wie weiter. Wie wollen ja noch die roten Tajinasten sehen. Die Geschichten aus längst vergangenen Zeiten laufen ja nicht davon.

Die Canarios nennen ihre Tajinaste auch den Stolz Teneriffasel orgullo de Tenerife und sie ist eines der Wahrzeichen Teneriffas. Auf diesem Foto sind also gleich zwei typische Erkennungsmerkmale der Insel Teneriffa friedlich vereint. Sie passen doch perfekt zusammen – das uralte Lavagestein und die königliche Pflanze, die sich erst mühsam ans Licht kämpfen muss, kurze Zeit bewundert wird um anschließend unscheinbar und vertrocknet vom Erdboden verschwindet.

Jetzt ist die Zeit, in der die meisten Tajinasten blühen und nicht nur Touristen, auch viele Tinerfeños fahren in den Nationalpark, um die Blüten zu bewundern. Das war aber nicht immer so, denn vor dreißig, vierzig Jahren kam die Tajinaste rojo viel seltener vor als heute. Wie es dazu gekommen ist? Ganz einfach, in der Vergangenheit war es vollkommen normal, die Ziegenherden im Sommer in den Cañadas weiden zu lassen. Für die Ziegen standen die jungen Pflänzchen ganz oben auf der Speisekarte, die rauen, aber relativ saftigen Rosetten der Tajinasten zählten wahrscheinlich zu ihren Leckerbissen und wurden gerne gefressen. Das war zwar gut für die Ziegen, aber der empfindlichen Pflanzenwelt hat es nicht besonders gut getan.

Als dieses Gebiet 1954 zum Nationalpark erklärt wurde, änderte sich daran nicht viel. Erst in den 90er Jahren war es mit der köstlichen Sommerweide für die Ziegen aus dem Tal endgültig vorbei, ab da durften nur mehr die Bienen an den Blüten naschen. Und obwohl seitdem die schützende Hand des Nationalparks seit Jahrzehnten für mehr Schutz seltener Pflanzen sorgt, müssen sich die Samenkörner der Tajinasten trotzdem jedes Jahr sehr anstrengen um im steinigen Untergrunds ihre Wurzeln schlagen zu können.

Der Tag im Nationalpark war wunderschön und die Flucht aus der grauen Wolkenlandschaft hat sich ausgezahlt. Auch wenn uns die Nebelschwaden auf der Heimfahrt schon bei Santiago del Teide entgegen gekommen sind. Irgendwo auf der Insel scheint immer die Sonne – wenn nicht unter, dann über den Wolken.

Wenn ihr mehr über den rote Natternkopf, la tajinaste rojo, lesen wollt, müsst ihr in meinen älteren Blogbeiträgen nachlesen. Dort findet ihr auch Unmengen von tollen Fotos…

Veröffentlicht unter aktuelle Meldungen, Allgemein, Blumen und Pflanzen, Fincaalltag, Tagebuch, Teneriffa | Verschlagwortet mit , , , , | 2 Kommentare