Schneeflöckchen …

Icod de los Vinos, Samstag 18. November 2017

Ich kann es mir irgendwie gar nicht richtig vorstellen, denn hier bei uns in Icod de los Vinos ist das Wetter zwar im Moment nicht hochsommerlich sondern eher herbstlich angehaucht. Aber es ist angenehm warm und trocken. 1f60a  Ein paar tausend Meter höher sieht es allerdings anders aus. Im Nationalpark, also in den Cañadas hat es gestern am Nachmittag geschneit! El primer manto blanco de la temporada cubre Las Cañadas.

Es war nicht viel, aber für ein bisschen winterliche Stimmung hat es gereicht und wie ich auf einigen Fotos sehen konnte, wurden ein paar Urlauber davon ebenso ziemlich überrascht. Schneelandschaft und kurze Hosen haben etwas. 1f602

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Ich selbst bin nicht dabei gewesen, das Foto habe ich deshalb von MeteoMatanza aus dem Internet „geklaut“. Schneefahrbahnen sehen irgendwie überall gleich aus, oder? Heute ist davon wahrscheinlich schon nichts mehr übrig, oder die Wetterfrösche behalten recht und es kommt noch mehr Schnee …

 

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Barbara Aalrust

„Weihnachten 1982 sah ich bei einem Besuch im Kaufhaus Beck in München die Puppen von einer erfolgreichen und bekannten Puppenmacherin und mein Wunsch, Puppen dieser Art zu machen, war geboren. Seither hat es mich nicht mehr losgelassen. Meine Motivation kommt aus einem Wunsch, schöpferisch tätig zu sein, als Ausgleich zum Alltag.“ 

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Barbara Aalrust wurde 1938 in Prenzlau geboren und übersiedelte 1955, nach ihrem Besuch des Gymnasiums, nach Bremen. Sie heiratete 1959 nach Norwegen, lebt jedoch seit 1961 wieder in Deutschland.

Eine spezielle Ausbildung um das Puppenmachen zu erlernen hat Barbara Aalrust nicht, sie ist, wie viele Puppenkünstler, Autodidaktin. Bereits 1973 modellierte sie aus Cernit kleine, nostalgische Püppchen. Heute fertigt sie am liebsten Kinderpuppen nach realen Motiven.

Für ihre Puppen modelliert sie das Modell zuerst aus Plastilin, davon werden dann die Gipsformen angefertigt. Diese Gipsformen werden mit flüssigem Porzellan oder Papiermaché ausgegossen und die einzelnen Teile getrocknet. Dann beginnt für sie das eigentliche Modellieren. Bei Porzellan werden der Kopf, Arme und Beine anschließend gebrannt und bemalt, Puppenteile aus Papiermaché werden bemalt und in Wachs getaucht. Das Schönste am Puppenmachen ist für die Künstlerin das Einsetzen der Augen und die Auswahl der Perücke. Mit diesen Handgriffen entstehen neue Gesichter, die faszinieren.

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Per – eine KünstlerPUPPE aus Wachs aus dem Studio von Barbara Aalrust

Seit 1989 verwendet sie für die Herstellung ihrer Puppen auch Wachs. Die Wachspuppen werden ebenfalls in eine Form gegossen, modelliert, bemalt und danach zusätzlich mit einer Schicht aus Hartwachs überzogen, damit die Bemalung fixiert wird und die Puppe einen gewissen Schutzmantel erhält. Für Barbara Aalrust sind Porzellan und Wachs bis heute die bevorzugten Materialien geblieben. Verträumt, nachdenklich und trotzig blicken ihre Puppenkinder in die Welt und spiegeln zum Teil trotzdem Gefühle wider, die der Betrachter bei ihrem Anblick empfindet – ein kleiner Dialog entsteht zwischen ihm und der Puppe.

Ein kurzer Auszug aus dem Buch „Künstlerpuppen im Museum Hintermann“  von Ingrid Taupe, Verlag Puppen & Spielzeug

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Was ich schon immer mal wissen wollte

Icod de los Vinos,  Dienstag 14. November 2017

Es gibt ja sehr viel, was man angeblich wissen müsste, es existiert eine lange Liste davon. Ich bin mir sicher, dass es Unmengen von Wissen gibt, das die Welt wirklich überhaupt nicht braucht. Man hört davon – und hat schon wieder alles vergessen. Die Erleuchtung verschwindet sozusagen sofort, wenn alles gut geht, im Unterbewusstsein und wer weiß, ob wir dieses Wissen irgendwann wieder einmal  an die Oberfläche befördern werden oder müssen.

Gar nicht so selten findet man ja auch Antworten auf Fragen, die man nie im Leben gestellt hätte. Sie tauchen wie aus dem Nichts auf, egal ob es ein Bericht zu irgendeinem Jahrestag oder einfach nur ein Lückenfüller in einer Zeitung ist. Oder hat je einer von euch wissen wollen, was es am 14. April 1912 auf der Titanic zu essen gab? Ich nicht, aber wenn wir schon dabei sind, es gab Austern, Gerstenrahmsuppe, gefüllten Eierkürbis, gebratenes Täubchen auf Brunnenkresse und als krönenden Abschluss einen Waldorfpudding als Dessert. Ich vermute, dass dieses Menü nicht alle Passagiere genießen konnten – aber das ist ja auch egal.

Was mich allerdings schon irgendwie interessiert, ist die Frage, warum italienische Männer meistens klein sind?  Da habe ich gleich zwei Möglichkeiten von Antworten im unendlich schlauen Netz gefunden. 1f602 Erstens, weil ihnen die Mutter, als sie noch Kinder waren, immer gesagt hat: „Wenn du einmal groß bist, musst du ausziehen!“ und wenn man die männliche Variante wählt, lautet diese: „Weil ihre Väter gesagt haben, wenn ihr groß seid, müsst ihr arbeiten!“ Vielleicht gibt es noch mehr Antworten auf diese Frage, aber wisst ihr was? Ich will es eigentlich gar nicht wissen …

Hier auf der Insel weihnachtet es schon ganz leicht. In vielen Geschäften kommt man um weihnachtliche Stimmung gar nicht mehr herum und in der Parkgarage von Icod de los Vinos blinkt und glitzert bereits ein bunt geschmückter Weihnachtsbaum und eine große Krippenlandschaft steht dort sowieso das ganze Jahr. Irgendwie absurd, aber wahrscheinlich denkt sich ein schlauer Mensch, dass es den Urlaubern so gefällt. Ich weiß es nicht.

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Die Fragen, die mir wirklich wichtig sind, kann mir also niemand beantworten – und euch auch nicht. Oder wisst ihr, was euch das Christkind bringen wird? Ich nicht, aber ganz ehrlich? Ich möchte es jetzt noch gar nicht wissen! Was wäre denn das Leben ohne Überraschungen … 1f618

 

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heute noch neu, morgen schon alt …

Icod de los Vinos, Freitag 10. November 2017

Nein, ich bin nicht verschollen oder gar verschwunden. Mein unfreiwilliges Stillhalten hatte einen technischen Grund. Mein treuer und langjähriger Gefährte, ein acht Jahre alter Laptop, wollte einfach nicht mehr arbeiten. Ich wollte es zuerst nicht wahr haben, aber im Endeffekt mußte auch ich die traurige Wahrheit schweren Herzens akzeptieren. 1f644 Vor zwei Tagen habe ich ihn zur Organspende frei gegeben und nun freunde ich mich gerade mit seinem Nachfolger an.

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich bin keine Liebhaberin von allerneuesten Geräten, ich bin in dieser Beziehung eher ein Gewohnheitstier. Ich möchte keinen PC austauschen nur weil die nächste Generation noch schneller ist, noch mehr können soll und noch genialer ist. Mein vertrautes technisches Helferlein kann ich im Schlaf Dunkeln bedienen und er hat mir so gut wie nie einen Streich gespielt. Aber das war ihm anscheinend nichts wert, er hat mich verlassen. Es ist eben doch nur eine kaltherzige Maschine und nicht mehr. 1f609 Egal, es sei ihm verziehen und ich kann nur hoffen, dass mir sein Nachfolger genau so lange zur Hand gehen wird wie sein verschiedener Vorgänger.

Unsere erste Begegnung war ja recht eigenartig. Nach kurzem Tippen stand am Bildschirm ein ganz eigenartiger Text. Buchstaben, die ich nie im Leben getippt habe. Ich kann ja schließlich blind auf der Tastatur spielen – dachte ich. Wenn die Tastatur aber plötzlich spanisch ist, kommt einem das nicht nur spanisch vor, es ist tatsächlich die verkehrte Welt. 1f602 Da sind Buchstaben vertauscht und andere gleich ganz verschwunden. Wo ist mein Ö das Ü oder gar das Ä geblieben? Einfach weg! Das Z wurde zum Y und statt Ö steht da plötzlich ñ. Das geht natürlich gar nicht …

Wie ihr seht, es funktioniert mittlerweile wieder alles wie gehabt, aber bis ich meine neue Errungenschaft wirklich fest im Griff haben werde, wird es wohl noch ein paar Tage dauern. Gut Ding braucht eben Weile – oder so ähnlich … 1f602

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Bei unserem Wetter hat sich auch einiges getan, gestern und vorgestern hat es das erste Mal seit Monaten wieder einmal richtig geregnet! Die Pflanzen hätten sicher vor Begeisterung laut Beifall geklatscht – wenn sie könnten. Ich freue mich eher über warme Sonnenstrahlen, aber ich weiß schon, wer eine grüne Natur haben möchte, muss auch den Regen in Kauf nehmen. Das mache ich auch, trotzdem hat mir Petrus heute eine Freude gemacht, die Regenwolken verscheucht und für Sonnenschein gesorgt. Wir haben also wieder Wetter wie gehabt, blauer Himmel und ab und zu ein flauschiges Wölkchen am Himmel. Teneriffa, die Insel des ewigen Frühlings, genau so, wie es im Katalog versprochen wird.

Das Tüpfelchen auf dem i wären jetzt nur noch ein paar Tage Urlaub oder wenigstens ein freies Wochenende. Leider sind beide Möglichkeiten nicht in Sicht und deshalb werde ich mir jetzt einen kuscheligen und ganz gemütlichen Abend gönnen. Buenas noches y felices sueños … 😘

 

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Der Manager

Icod de los Vinos, Sonntag 5. November 2017

Gestern am Nachmittag hat es das erste Mal ein wenig geregnet und heute wechseln sich Wolken, Sonnenschein und Wind ein bisschen ab. Die Luft ist etwas kühler geworden, aber sobald die Sonne ein paar Minuten die Herrschaft übernommen hat, ist es angenehm warm.

Mein vertrauter Freund der Laptop ist leider noch immer außer Gefecht und aus diesem Grund sind meine Tage während der letzten Woche komplett anders verlaufen. Sonst habe ich immer am Abend noch geschrieben oder Fotos bearbeitet und sortiert – im Moment läuft da gar nichts. Einen kleinen Teil kann ich zwar vom PC im Büro aus erledigen, doch bei Tag komme ich so gut wie gar nicht dazu und am Abend spielt sich dann auch nichts mehr ab. Da ist mir das Büro einfach zu ungemütlich … 1f607

Die Zeilen von Eugen Roth sind mir gestern zwischen die Finger gekommen und die haben mir einfach so gut gefallen, dass ich sie euch hier noch aufschreiben möchte. Macht es gut und drückt mir die Daumen, dass mein Alltag bald wieder normal verläuft 1f618

Der Manager
Ein Mensch wird alle Tage kränker –
nur noch Betriebs- und Wagenlenker,
lebt er dahin, teils seelenhastig,
teils leibträg, ohne Heilgymnastik.
Was hat er Wichtigs zu erledigen!

Vergebens Frau und Freunde predigen,
dass er auf die Gesundheit seh
und, wenn schon nicht in Urlaub geh,
ein bisschen laufe, schwimme, turne –
zu spät: der Rest kommt in die Urne;

Der Schlag, just vor der Unterschrift
des letzten Briefs den Menschen trifft.
Die Sekretärin, noch hienieden,
schreibt drunter: nach Diktat verschieden.
Eugen Roth

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Allerheiligen – nicht immer todernst

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Am ersten November besuchen die meisten Menschen ihre Gräber am Friedhof. Die einen, weil sie es wollen und die anderen weil sie es müssen, es gehört sich einfach so. Allerheiligen, Día de Todos los Santos , steht im Kalender. Am ersten oder zweiten November besuchen die meisten Menschen ihre Gräber am Friedhof. Die einen, weil sie es wollen und die anderen weil sie es müssen, es gehört sich einfach so.

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Selbstverständlich traditionell müssen alle Gräber genau an diesem Tag geschmückt sein. Die Friedhöfe verwandeln sich fast über Nacht in einen bunten Acker für die verstorbenen Seelen.  Die Gärtner und Floristen freut’s, einige Grabbesitzer vielleicht vereinzelt doch nicht so. Aber so ist das eben, Traditionen, las tradiciónes, wollen gehegt und gepflegt werden. Wenn wir sie nicht hätten, wären die ersten Novembertage wohl ein wenig grauer und irgendetwas würde fehlen.

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So werden auch in diesem Jahr wieder Kerzen angezündet und der neue Wintermantel wird bei Frosttemperaturen das erste Mal ausgeführt. In meiner Jugendzeit ist es zumindest so gewesen und gar so viel wird sich in den paar Jahren auch nicht verändert haben. Das Schönste an diesen, meist grauen und kalten, Tagen waren eigentlich die zwei schulfreien Tage. Wenn wir aber erst am späten Nachmittag auf den Friedhof gegangen sind, waren die vielen, flackernden Lichter in den Abendstunden der Höhepunkt. In dieser Beleuchtung hat der Friedhof geheimnisvoll und romantisch gewirkt, friedlich und ganz still.

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Dabei sollte am Allerheiligentag eigentlich ein lustiges Fest gefeiert werden, ein Fest für die Lebenden, doch das macht niemand. Zumindest nicht in unserem Kulturkreis. Wir haben heute kein Grab besucht und auch keines geschmückt – dafür haben wir zwei Kerzen angezündet und mit einem Glas Wein auf unsere Verstorbenen angestoßen. In unserem Denken liegen sie nicht unter Erde begraben sondern sie begleiten uns durch unser Leben. Allein der Satz „Kannst du dich noch erinnern … “ ist im Alltag fest verankert. Und wie heißt es so treffend? Menschen sterben, wenn niemand mehr über sie spricht …

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Jetzt fällt mir doch etwas Außergewöhnliches zu Friedhöfen ein. In Tirol, in Kramsach, findet man ein einzigartiges Überbleibsel aus alten Zeiten. Einen ziemlich lustigen Friedhof. Eigentlich ist es kein richtiger Friedhof sondern eher ein Museumsfriedhof, denn der Besitzer einer Schmiede hat unzählige Grabkreuze und Grabsteine aus dem vorigen Jahrhundert zusammenzutragen und auf einem kleinen Hügel einen kuriosen Friedhof geschaffen. Auf den alten Tafeln der Kreuze aus Schmiedeeisen kann man Sprüche wie diesen lesen: „Hier liegt in süßer Ruh‘ erdrückt von seiner Kuh Franz Xaver Maier, daraus sieht man wie kurios man sterben kann.“

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Im großen und ganzen lösen Friedhöfe jedoch bei den meisten Menschen eher eine beklemmende Stimmung aus. Ich gehe gerne auf diese Stätten des vergangenen Lebens. Es ist ein lebendiger Spaziergang in die Vergangenheit. Für mich erzählen die alten Zeitzeugen, egal ob Kreuze oder Grabinschriften, lebendige Geschichten.

Auf Mexikos Friedhöfen ticken zu Allerheiligen, Día de Muertos, die Uhren sowieso anders, dort wird gefeiert – und zwar am Friedhof, mitten unter den Verstorbenen und ihren Seelen.

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La Catrina ist eine Skelettdame, die zu einem Symbol für den Tag der Toten in Mexiko geworden ist. Sie stammt vom mexikanischen Illustrator und Karikaturisten  José Guadalupe Posada, der in seinen Texten und Zeichnungen über die Ungerechtigkeit und die Ungleichheit in der Gesellschaft schrieb und sich mit seinen Totenköpfen und Skeletten über die mexikanische Oberschicht unter der Regierung von Benito Juárez Sebastián Lerdo de Tejada y Porfirio Díaz lustig gemacht hat. Catrina bedeutet im Spanischen so viel wie eine wohlhabende oder reiche Person – allerdings mit abwertendem und sarkastischem Unterton.

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Den Tag der Toten begehen die Mexikaner als großes Volksfest, mit einem Picknick am Familiengrab, Volksmusik, die neben der Friedhofskapelle gespielt wird und schaurig süßen Totenköpfen aus Zuckerguss. Die Mexikaner haben ein anderes, ein ganz besonderes Verhältnis zu ihren Toten. Tagelang feiern die Menschen mit der tröstenden Vorstellung, dass die Toten zurückkehren, um ihre Verwandten zu besuchen.  Ich hoffe nur, es kommen nur die geliebten und nicht die unguten Verwandten zurück zu ihrer lebendigen Familie, aber ganz so sicher bin ich mir da nicht, denn aussuchen kann sich das mit Sicherheit niemand.

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Wie es auch sei, die häuslichen Altäre werden trotzdem liebevoll mit Postkarten der diversen Heiligen, los santitos, und der Jungfrau Maria, mit Totenschädeln aus Zucker, mit Obst, Gemüse, sowie mit Fotos und anderen Erinnerungsstücken an die Toten geschmückt und mit einer orangefarbenen Tagetesblume, die schon von den Indios Cempasúchitl genannt wurde, aufgeputzt.

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Anschließend werden noch die Lieblingsspeisen der Toten gekocht, transportfähig verpackt und dann wandert die ganze Familie mit Kind und Kegel zu den Gräbern auf den Friedhöfen, die an diesem Tag wohl eher wie ein riesiger Picknickplatz wirken. Tequila und Bier dürfen natürlich auch nicht fehlen und dann wird bis in die Morgenstunden gefeiert! Für die Verstorbenen ist allerdings um Mitternacht Sperrstunde die Zeit gekommen, wieder ins Jenseits zurückzukehren. Für sie ist das Fest für dieses Jahr zu Ende!

 

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Kürbisfest oder doch Halloween?

Icod de los Vinos, Dienstag 31. Oktober 2017

Halloween hin oder her, mich interessiert dieses Fest überhaupt nicht. Das ist kein Wunder, ich bin auch kein Fan von irgendwelchen Gruselfilmen. 1f609 Ich mag Kürbisse, aber eher als herbstliche Dekoration oder ich verwandle sie in der Küche zu Suppe, Gulasch, Nudeln oder zu einem köstlichen Strudel.

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Ich habe nach einer Übersetzung für Halloween in den spanischen Wörterbüchern gesucht, aber ich habe nichts darüber gefunden. In Icod de los Vinos feiert die Jugend la noche de terror, doch so richtig mit Halloween hat das auch nichts zu tun. Auf Teneriffa konnte dieses Fest also noch nicht so richtig Fuss fassen,  spinne für die Urlauber hat es in den Restaurants aber bereits zu spuken begonnen.

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Schwarze und weiße Geister, rote Grablichter auf den Tischen und weiß geschminkte Kellner sind mir in Puerto de la Cruz vor allem in den Lokalen rund um den Plaza de Charco aufgefallen. Ob’s den Touristen gefällt? spinne Ich kann damit nicht wirklich etwas anfangen und könnte kann auf diese Faschingsdekoration beim gemütlichen Essen gerne verzichten. Die Gespenster verschwinden nach einer Nacht ja zum Glück wieder.

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Erst ist er grün und murmelklein, dann aber wächst er ungemein. Wird semmelgelb und kugelrund und wiegt noch mehr als hundert Pfund. Aber wieso gehören Kürbisse und Halloween überhaupt zusammen? Und warum heißen die kunstvoll ausgehöhlten Kürbisse eigentlich Jack O’Lanterns?

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Da gibt es einmal die irische Sage vom schlauen Jack, der in der Nacht vor Allerheiligen dem Teufel begegnete. Er überlistete ihn zwar mehrere Male aber es gab trotzdem kein Happy End. Er landete weder im Himmel noch in der Hölle, denn nicht einmal der Teufel wollte ihn haben. Deshalb irrt Jack heute noch mit einer Laterne als Geist durch die Welt.

In der alten Welt, vor allem in Irland war es Brauch zum Fest der Toten aus Rüben Laternen zu schnitzen. Als viele Iren während der Hungersnöte zwischen 1830 und 1850 nach Amerika auswanderten, nahmen sie den Brauch natürlich in die neue Welt mit. In ihrer alten Heimat schnitten die Iren fleißig grimmige Gesichter in Rüben oder Kartoffeln und diese unheimlichen Lichter stellten die Seelen der Toten dar.

In Amerika fanden die Iren aber keine Rüben. Was also tun? Sie wählten eine Alternative – den Kürbis! Aus dem Rübengesicht wurde bald die Kürbislaterne. Seitdem sind die Kürbisgesichter ein fixer Bestandteil dieses Brauchs. Wenn Kinder an die Tür klopfen und trick or treat rufen, weil eine ausgehöhlte Kürbislaterne im Fenster eines Hauses steht, können sie sicher sein, dass es hier Süßigkeiten gibt. Die Kinder verkleiden sich dafür als gruselige Gestalten, wie Gespenster, Hexen, Zauberer oder Vampire, um Geister abzuschrecken. spinne Und das ist auch gut so – denn wer weiß denn schon genau, ob die Kelten im alten England nicht doch recht hatten?

Falls ihr die ganze Geschichte über die Nacht der Geister und über den alten Jack lesen wollt, klickt einfach auf Süsses oder Saures … In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November sollen die Seelen der Toten die Erde besuchen.  fledermaus Es liegt also eine besondere Nacht vor uns – it’s Halloween. spinne  Schlaft gut! 1f644

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